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Inkubationszeit bei Omikron: Nach wie vielen Tagen die ersten Symptome auftreten

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Von: Yannick Hanke

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Durch welche Omikron-Symptome erkennt man eine Infektion mit der Corona-Variante? Und wann treten diese überhaupt auf? Der große Überblick.

Berlin – Erst war es „nur“ das Coronavirus an sich, dann kamen immer weiter Varianten auf. Nach wie vor beschäftigt Omikron ganz Deutschland. Durch die Wissenschaft wurde bereits nachgewiesen, dass sich die Virus-Variante rasant verbreitet. Wann aber erkennt man, ob man sich mit Omikron infiziert hat? Der Blick ist hierbei auf die Inkubationszeit und die Symptome von Omikron gerichtet.

Inkubationszeit bei Omikron: Gefahr mit Infektion der Corona-Variante durch Wegfall der Homeoffice-Pflicht

Nicht zuletzt durch den Wegfall der Homeoffice-Pflicht stellt sich vielen Arbeitnehmern wieder eine Frage: Könnte mich mein Kollege am Vortag mit Omikron angesteckt haben? Tatsächlich haben viele Beschäftigte bereits angegeben, Angst vor einer Omikron-Infektion im Büro* zu haben. Schließlich müssen Millionen Menschen in Deutschland wieder den Gang ins Büro auf sich nehmen. Die Gefahr einer Infektion besteht weiterhin. Doch spielen hierbei auch die Symptome und die Inkubationszeit bei Omikron eine große Rolle.

Welche Symptome weisen auf eine Infektion mit Omikron hin und wie verhält es sich eigentlich mit der Inkubationszeit
Welche Symptome weisen auf eine Infektion mit Omikron hin und wie verhält es sich eigentlich mit der Inkubationszeit? © Philipp Nemenz/imago/Daniel Bockwoldt/dpa/Montage

Zunächst einmal muss geklärt werden, was es mit dem Begriff der Inkubationszeit auf sich hat. Hiermit ist nämlich die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten erster Symptome gemeint. Frühzeitig hatte sich das Robert Koch-Institut (RKI) zur konkreten Inkubationszeit beim Coronavirus geäußert. So hieß es zu Beginn der Pandemie, dass es durchschnittlich fünf bis sechs Tage dauert, ehe sich Corona-Symptome zeigen.

Omikron: Inkubationszeit bei Corona-Variante soll kürzer ausfallen als bei Alpha oder Delta

Dann kamen Corona-Varianten wie Alpha und Delta auf, bei denen sich die Zeit bis zu den ersten Symptomen bereits verkürzte. Grundsätzlich gilt aber auch, dass eine Person bei Covid-19 bereits ansteckend sein kann, ehe überhaupt Symptome auftreten. Was bedeutet dies nun also für die Inkukbationszeit bei einer Infektion mit Omikron, der vorherrschenden Variante in Deutschland?

Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bei Omikron kürzer ausfällt als bei den anderen Corona-Varianten. Beispielsweise berichtet wa.de darüber, dass sich auf einer Firmen-Party in Norwegens Hauptstadt Oslo rund drei Viertel der Gäste mit Omikron infizierten. Dies hätte sich erst kurz nach der Entdeckung der Corona-Variante Omikron in Europa ereignet. Und die durchschnittliche Inkubationszeit nach der Feier betrug lediglich drei Tage.

Inkubationszeit bei Omikron durchschnittlich drei Tage nach der Corona-Infektion – laut US-amerikanischer Studie

Ein Zeitraum, der durch einen weiteren Fall und eine Studie der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC bestätigt wird. Denn auch in diesem Beispiel konnten ähnliche Beobachtungen zur Inkubationszeit bei Omikron festgehalten werden. Konkret geht es hierbei um einen Haushalt mit sechs Personen im US-Bundesstaat Nebraska.

Einer der Bewohner war von einer Konferenz im afrikanischen Nigeria zurückgekehrt – und das mit einer Omikron-Infektion „im Gepäck“. Laut CDC hätten sich im Folgenden auch die anderen fünf Mitglieder des Haushalts mit der Corona-Variante infiziert. Die Inkubationszeit betrug dabei im Schnitt drei Tage.

Symptome bei Omikron: Halsschmerzen deuten auf Infektion mit Coronavirus-Variante hin

Wie aber äußern sich die Symptome bei Omikron nach einer Infektion mit der Corona-Variante überhaupt? Eine Antwort auf diese Frage weiß zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Internetseite „infektionsschutz.de“ zu geben. Hier ist die Rede von Halsschmerzen, die bei Infektionen mit Omikron einhergehen. Deutlich seltener als bei Delta würde es hingegen zu einem Geschmacks- oder Geruchsverlust kommen.

Diese Symptome können auf eine Infektion mit Omikron hindeuten

Infektionen mit der Omikron-Variante vom Coronavirus können oft mit Halsschmerzen einhergehen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen scheinen Omikron-Infektionen zudem stärker den Nasen-, Mund- und Rachenraum, aber auch die Mandeln sowie die Halslymphknoten betreffen, als es zum Beispiel bei Varianten wie Alpha oder Delta der Fall ist. US-Gesundheitsexperten des „Center for Disease Control“ (CDC) warnen aber auch vor einer blassen, grauen oder bläulichen Färbung der Haut, der Lippen oder der Nagelbetten. Indizien, die auf eine Omikron-Infektion hindeuten könnten und auf jeden Fall von einem Arzt untersucht werden sollten.

Zudem heißt es, dass Infektionen mit Omikron „stärker den Nasen-, Mund- und Rachenraum, die Mandeln sowie die Halslymphknoten zu betreffen [scheinen] als andere Varianten“. Bei denen sei nämlich eher die Lunge beteiligt. Auch, wenn sich die Studienlage im Allgemeinen als eher noch dünn gestaltet, geht Virologin Sandra Ciesek indes von einer kürzeren Inkubationszeit bei Omikron aus.

„Inkubationszeit bei Omikron verkürzt“: Virologe Hendrik Streeck erklärt großen Anstieg der Corona-Fälle

Im „Coronavirus-Update“-Podcast vom NDR nahm Ciesek Bezug auf den Bericht aus Norwegen sowie Folgefälle. In Anbetracht dessen kam die Virologin zu dem Schluss, „dass die Inkubationszeit bei Omikron schon etwas kürzer sein könnte“. Das Reden im Konjunktiv macht aber auch deutlich, dass es noch keine absolute Gewissheit für diese Annahme gibt. Ihr Kollege Hendrik Streeck formuliert es hingegen absoluter:

Was wir sehen, ist, dass die Inkubationszeit bei Omikron verkürzt ist. Und dadurch müssen wir einen explosionsartigen Anstieg der Fälle erwarten.

Virologe Hendrik Streeck Anfang 2022 in einem Interview mit RTL

Es gilt jedoch auch zu unterscheiden. Denn die Inkubationszeit ist nicht mit der Zeit gleichzusetzen, in der eine Person ansteckend ist. „Als sicher gilt, dass die Ansteckungsfähigkeit in der Zeit kurz vor und nach Beginn der Symptome bei Omikron am größten ist und dass ein erheblicher Teil von Übertragungen bereits vor dem Auftreten erster klinischer Symptome erfolgt“, heißt es in diesem Kontext zu den Omikron-Symptomen vom RKI.

Inkubationszeit bei Omikron kann von Person zu Person unterschiedlich ausfallen – und Corona-Ansteckung auch ohne Symptome möglich

Und wie bei der Inkubationszeit vom Coronavirus und der Omikron-Variante kann auch dieser Zeitraum von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Aus Kreisen der Forschung hieß es bereits, dass die Ansteckungsfähigkeit nach zehn Tagen deutlich abnehmen würde. Verallgemeinern könne man dies aber auch nicht.

Schließlich kann ein Corona-Test auch nach zehn Tagen immer noch ein positives Ergebnis anzeigen. Trügerisch wird es nicht zuletzt auch dadurch, dass eine Ansteckung mit Omikron auch ohne jegliche Symptome möglich ist*. Deswegen empfiehlt unter anderem das RKI, sich nach Kontakt mit einer infizierten Person erst einmal zu isolieren.

Zudem sollten Präventivmaßnahmen ergriffen werden, um weitere Corona-Infektionen zu vermeiden. (Stand der Daten: 21. März 2022) * kreiszeitung.de und wa.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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