Ermittlungen zum Busunglück in Radevormwald

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Feuerwehrleute und Mitarbeiter einer Kranfirma bergen in Radevormwald den verunglückten Linienbus.

Radevormwald - Die Staatsanwaltschaft setzt ihre Ermittlungen zu dem tragischen Busunglück im nordrhein-westfälischen Radevormwald fort - mit Fokus auf den Busfahrer und das Fahrzeug.

Nach dem schweren Busunglück von Radevormwald mit fünf Toten laufen die Ermittlungen zur Unglücksursache auf Hochtouren. Erkenntnisse erhofft sich die Polizei von der Obduktion der Leiche des Fahrers sowie von der Untersuchung des Fahrzeugwracks.

Erste Ergebnisse darüber, ob der 45-jährige Busfahrer möglicherweise einen Schwäche- oder Herzanfall erlitten hat, könnten noch im Laufe des Tage vorliegen, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch der AP. Das inzwischen geborgene Wrack wird von einem Sachverständigen auf mögliche Defekte etwa an den Bremsen untersucht.

Linienbus stürzt in die Wupper

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Der Bus mit zwölf Menschen an Bord war am Dienstagmittag einen steilen Abhang an der Wupper hinuntergestürzt. Dabei starben der 45 Jahre alte Busfahrer, ein Ehepaar aus Schwerte und ein Mann und eine Frau aus Radevormwald. Sieben Fahrgäste wurden verletzt, sechs von ihnen schwer.

Zeugenaussagen zufolge war der Bus auf abschüssiger Strecke immer schneller geworden. Nach Angaben der Polizei ist die Strecke “nicht unfallträchtig“. Der Bus war auf dem Weg von Wuppertal nach Radevormwald gewesen. Kurz vorher hatte er noch an einer Haltestelle gestoppt. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf ( FDP ) zeigte sich während eines Besuchs an der Unfallstelle “erschüttert über das Ausmaß dieses Unglücks“.

Der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer, Martin Kaßler, zeigte sich derweil aufgeschlossen für Überlegungen nach einem besseren Insassenschutz. “Zum Thema Gurt muss man sagen, es ist immer sehr schwierig, im ÖPNV mit Gurtsystemen zu arbeiten“, sagte er dem Sender. Im Berufsverkehr seien sehr viele unterwegs, die meisten stehend. “Vielleicht sollte man zukünftig darüber nachdenken, wie man stehende Leute in U-Bahn, S-Bahn oder Bus anders schützen kann“, sagte er.

dpa/AP

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