Ermittler: Verbrechen an Mirco war spontane Tat

Die Suche nach Mirco läuft weiterhin auf Hochtouren

Grefrath - Die Entführung Mircos aus Grefrath ist nach Ansicht der Ermittler eine spontane Tat gewesen. Wie die Fahnder die These begründen:

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“Es konnte niemand damit rechnen, dass da noch um 22.00 Uhr ein Zehnjähriger unterwegs ist“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Möglicherweise habe der Täter Mirco mit dem Auto überholt und dann an der Stelle auf ihn gewartet, an der sein Rad gefunden wurde. Der Spurenlage zufolge habe der Täter Grefrath dann in großem Bogen nördlich umfahren. Deswegen hatte die nordrhein-westfälische Polizei drei Wochen nach der Tat am vergangenen Freitag alle Autofahrer entlang der Route “geblitzt“.

“Vielleicht kommt der Täter zu dieser Zeit regelmäßig vorbei“, hieß es. Die Kennzeichen Hunderter Autos werden nun per Computer abgeglichen. “Wir werden dann vermutlich mehreren Autofahrern einen Besuch abstatten.“ Als möglichen Tatort hat die Polizei nach Zeugenhinweisen das Gelände nahe des Klosters Mariendonk, nordöstlich von Grefrath, ins Visier genommen. Mehrere Zeugen hatten dort eine halbe Stunde nach der Entführung den markerschütternden Schrei eines Kindes gehört. “Der Schrei lässt sich nicht wegdiskutieren, und er passt in den Zeitablauf.“ 300 Polizisten hatten daraufhin das Gelände durchkämmt - vergeblich.

Die Polizei versucht derzeit mit Hilfe von Gutachtern zu ermitteln, aus welcher Richtung und Entfernung der Schrei kam. Unterdessen hat sich im Internet vermutlich ein anonymer Trittbrettfahrer des Verbrechens an Mirco bezichtigt. “Wir versuchen rauszubekommen, wer das ins Netz gestellt hat“, sagte der Polizeisprecher. Fast 2800 Hinweise sind bislang bei den Ermittlern eingegangen.

Der blonde Junge hatte sich am 3. September auf einer Skateranlage in Grefrath aufgehalten. Am Abend brachte er noch einen Freund nach Hause und machte sich dann selbst auf dem Heimweg. Seitdem ist er verschwunden.

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