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Erkältung behandeln: Was die Symptome sind und wie man schnell gesund wird

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Von: Yannick Hanke

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Was tun bei einer Erkältung? Ob Husten oder Schnupfen – Betroffene werden in ihrem Alltag häufig ausgebremst. Es gibt aber effektive Möglichkeiten dagegen.

Berlin – Herbst und Winter sind in Deutschland zumeist die Erkältungszeit. Das kann sich in Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder einem grippalen Infekt äußern, um nur einige Beispiele zu nennen. Doch wie kann einer Erkältung vorgebeugt werden? Und wann ist es eigentlich ratsam, einen Arzt aufzusuchen? kreiszeitung.de blickt auf die wichtigsten Fragen rund um Erkältungen und beantwortet diese.

Erkältung behandeln: Was ist eigentlich mit der Krankheit gemeint?

Unter einer Erkältung wird eine Infektion der oberen Atemwege verstanden. Sie kann beispielsweise Halsschmerzen, Schnupfen, Husten (Bronchitis) und Heiserkeit (im Rahmen einer Kehlkopfentzündung, der sogenannten Laryngitis) zur Folge haben. Vor allem im Herbst und Winter treten Atemwegsinfekte auf.

Eine Frau sitzt mit Decke auf dem Sofa. Sie hält eine Tasse in der Hand.
Was hilft bei Erkältungen? Und wie kennzeichnen sich diese eigentlich? © imago/Symbolbild

Für einen Erwachsenen sind dabei zwei bis vier solcher Infekte pro Jahr normal. Kinder können innerhalb von zwölf Monaten gar acht bis zehn Mal von Husten, Schnupfen oder dergleichen geplagt sein.

Wie wird zwischen Influenza (echte Grippe) und Erkältung (grippaler Effekt) unterschieden?

Im Gegensatz zur langsam beginnenden Erkältung treten die Krankheitszeichen bei einer Influenza meist ganz plötzlich auf. Bei der Grippe sind Abgeschlagenheit und Müdigkeit deutlich ausgeprägter. Daneben kommt es bei einer Influenza oft zu starken Kopf- oder Gliederschmerzen.

Ein Hinweis auf eine echte Grippe kann in Vergleich zu einer Erkältung aber auch hoher Fieber sein. Mindestens 38,5 Grad, oftmals aber über 40 Grad. Hinzukommt eher weniger Schnupfen.

Erkältung behandeln: Wie lange kann eine Erkältung anhalten?

Ähnlich wie bei einer Corona-Infektion, beispielsweise mit Omikron BA.5, kann sich der Verlauf einer Erkältung sehr individuell gestalten. Treten keine Probleme auf, sollten sich die Beschwerden nach drei bis sieben Tagen Dauer eigentlich bessern und nach zwei Wochen praktisch verschwunden sein. Abweichungen davon sind jedoch möglich. Es handelt sich nämlich nur um eine grobe Faustregel.

Ursachen für Erkältung im Herbst und Winter: Welche Risikofaktoren gibt es?

Doch wodurch kann eine Erkältung entstehen – welche Ursachen gibt es? Kälte kann einen Schnupfen zwar begünstigen, der eigentliche Auslöser ist jedoch eine Infektion mit Viren. Oftmals stecken zum Beispiel Adeno-, Rhino-, Parainfluenza-, Coxsackie- und RS-Viren hinter den Symptomen. Via Tröpfcheninfektion erfolgt die Ansteckung. Die beim Niesen oder Husten in die Luft gelangten Erreger werden eingeatmet.

Zudem werden sie von Türgriffen und ähnlichem auf die Hände und von dort bei Berührung auf die Schleimhäute von Mund, Auge und Nase übertragen, über die sie ebenfalls in den Körper kommen können. Zudem gilt: Alles, was das Immunsystem schwächt, macht anfälliger für Erkältungen und kann damit ein Risikofaktor sein. Neben Unterkühlung also auch Stress, Schlafmangel und Krankheiten. Darüber hinaus erleichtert enger Kontakt die Übertragung der Erreger. Viele Menschen in einem Raum? Viren haben ein leichtes Spiel.

Was sind die Symptome einer Erkältung?

Welche Komplikationen können bei einer Erkältung auftreten?

Wird das Immunsystem durch einen viralen Infekt wie eine Erkältung geschwächt, kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien kommen. Vor allem bei erkälteten Kindern kann sich hieraus schnell eine Mittelohrentzündung entwickeln, die sich konkret durch Ohrenschmerzen äußert.

Erkältung behandeln: Welche Hausmittel helfen

Wer an einer Erkältung leidet, will mitunter nicht immer zu Medikamenten greifen, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Über die Jahre haben sich zahlreiche Hausmittel etabliert, um eine Erkältung zu behandeln. Nicht alle davon haben gleichermaßen eine heilsame Wirkung. Ein Überblick: Gurgeln gegen Halsschmerzen, Wadenwickel gegen Fieber, Hühnersuppe, Inhalieren, Honig, Ohrenwickel oder Nasendusche.

Zudem zählen auch Nasennebenhöhlen- sowie Lungenentzündungen zu den Komplikationen einer Erkältung. Letztgenannte sind dabei meist auf eine zusätzliche bakterielle Infektion und nicht auf die Erkältungs-Viren selbst zurückzuführen.

Wann sollte ich bei einer Erkältung zum Arzt gehen?

Natürlich muss nicht mit jeder Erkältung zum Arzt gegangen werden. In den folgenden Fällen empfiehlt es sich jedoch:

Wichtig: Eltern mit Säuglingen und kleinen Kindern sollten bei einer Erkältung des Nachwuchses lieber früher als später einen Arzt aufsuchen. Dabei kann es hilfreich sein, sich am Zustand des Kindes zu orientieren. Ist es sehr schlapp, teilnahmslos oder treten Symptome auf, die darauf hinweisen, dass es sich nicht nur um eine banale Erkältung handelt, ist ein Besuch in der Praxis dringend anzuraten.

Symptome behandeln: Was hilft bei einer Erkältung?

Oft heilen Erkältungen auch ohne entsprechende Behandlung wieder aus. Nach drei bis sieben Tagen nehmen die Beschwerden von selbst wieder ab. Nach etwa zwei Wochen sind sie dann weitgehend verschwunden. Doch können allgemeine Abgeschlagenheit und Erschöpfungsgefühle auch noch wochenlang anhalten.

Bei einer normalen Erkältung sind Antibiotika übrigens nicht sinnvoll. Schließlich wirken sie nur gegen Bakterien und nicht gegen die üblichen Verursacher einer Erkältung, nämlich Viren. Verschiedene Maßnahmen können jedoch helfen, Schnupfen, Husten und die anderen Symptome leichter erträglich zu machen, die Heilung zu beschleunigen und Komplikationen vorzubeugen. Die Behandlung richtet sich dabei nach den Beschwerden.

Wie kann ich eine Erkältung vorbeugen?

Häufiges Händewaschen ist in der Schnupfensaison die beste Maßnahme, um einer Ansteckung vorzubeugen. Wo es möglich ist, sollte das Händeschütteln vermieden werden. Es empfiehlt sich, sich warm anzuziehen, Durchnässung und kalte Füße, beides Risikofaktoren für eine Erkältung, zu vermeiden. Dennoch sollte man regelmäßig nach draußen gehen. Denn Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen und Saunagänge härten ab und beugen auf diesem Wege Infekten vor.

Da die warme Heizungsluft in den Räumen die Schleimhäute austrocknet und sie damit weniger widerstandsfähig macht, sollte auch regelmäßig und kurz gelüftet werden. Ansonsten ist eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse sinnvoll. Vor allem Vitamin C soll das Immunsystem stärken.

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