Entsetzen nach Amoklauf in Schwalmtal

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Polizeibeamte tragen die Leichen aus dem Haus in Schwalmtal.

Schwalmtal - Nach dem Amoklauf im rheinischen Schwalmtal herrscht Trauer und Entsetzen. Ein Rentner erschoss am Dienstag drei Menschen bei einem Termin zur Zwangsversteigerung des Hauses seiner Tochter.

Inzwischen liegen der Polizei zwei Zeugenaussagen vor. Außerdem habe der Täter ausgesagt, teilte der Leiter des Einsatzes vom Vorabend, Jürgen Schneider, am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die Zeugenaussagen seien nicht völlig übereinstimmend.

Trauer und Entsetzen in Schwalmtal

Einen Tag nach dem Blutbad in Schwalmtal-Amern trauert die 8.000-Einwohner-Gemeinde um die drei Opfer der Familientragödie. Anwohner legten am Mittwoch vor dem Absperrband um den Tatort Blumen und Kerzen nieder. Der Sprecher der Kreisverwaltung Kaspar Müller-Bringmann sagte: “Wir sind alle tief bestürzt.“

Bilder vom Polizeieinsatz

Bilder: Mehrere Opfer bei Familiendrama

Die Vernehmung des nach den Todesschüssen festgenommenen 71-jährigen Rentners Karl P. wurde derweil fortgesetzt. Nach Abschluss der Vernehmung sollte er dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei der Familientragödie waren am Dienstagnachmittag drei Menschen getötet und ein weiterer lebensgefährlich verletzt worden. Bei den Todesopfern der blutigen Familientragödie in Schwalmtal handelt es sich um zwei Anwälte im Alter von 70 und 38 Jahren sowie einen 48-jährigen Gutachter des Kreises Viersen. Der 40-jährige Verletzte ist ebenfalls ein Gutachter des Kreises und liegt mit zwei Schussverletzungen im Krankenhaus, wie die Polizei am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf mitteilte. Er sei außer Lebensgefahr.

Wild um sich geschossen

Nach ersten Ermittlungen der Behörden hatte der Rentner bei einem Gutachter-Termin im Zusammenhang mit der Zwangsversteigerung der Wohnung seiner Tochter wild um sich geschossen. Die nach den ersten Schüssen alarmierte Polizei fand bei ihrem Eintreffen in dem Wohnviertel im Ortsteil Amern vor einem Haus bereits eine tödlich getroffene und eine schwer verletzte Person vor. Der mutmaßliche Täter hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits in dem Wohnhaus verschanzt. Die Polizei umstellte daraufhin das Gebäude und zog mehrere Spezialeinsatzkommandos zusammen. Erst nach mehreren Stunden gab der 71-Jährige auf und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Tatverdächtiger als gewalttätig bekannt

Im Haus fand die Polizei dann zwei weitere Leichen. Zwei andere Personen, darunter die Tochter des mutmaßlichen Todesschützen, konnten unverletzt aus dem Haus geführt werden. Der Tatverdächtige war im Ort offenbar als gewalttätig bekannt. “Die “Bild“-Zeitung berichtete, der geschiedene Mann der Wohnungsbesitzerin sei aus Angst vor seinem gewalttätigen Ex-Schwiegervater nicht zu dem Termin erschienen. Die “Westdeutsche Zeitung“ zitierte den Estrichleger mit den Worten: “Mein Ex-Schwiegervater hat mir schon mehrfach mit Mord gedroht“. Andere Nachbarn berichteten der AP von “häufigem Zoff“ im Nachbarhaus.

Einzelheiten zu den Hintergründen der Tat wollte die Polizei am Mittwoch (14.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf bekanntgeben.

ap

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