"Es war eine monströse Tat"

Heidelberg - Voller Hass hat ein Mann in Malsch bei Heidelberg seinen Vater niedergeschlagen und wie eine menschliche Fackel verbrennen lassen - mit lebenslanger Haft hat ihn das Landgericht dafür bestraft.

“Es war eine monströse Tat, aber auf der Anklagebank sitzt kein Monster“, sagte der Vorsitzende Richter am Freitag bei der Urteilsverkündung. Vielmehr sei der Angeklagte ein Gequälter, der die Hassgefühle gegen seinen dominanten Vater seit seiner Kindheit mit sich herumtrage. Für das zerbrochene Verhältnis habe er alleine den Vater verantwortlich gemacht - und die Bluttat im vergangenen Juli eiskalt geplant und vollstreckt.

Der 39-Jährige hatte bereits zum Prozessauftakt gestanden, seinen 20 Jahre älteren Vater mit einem Hammer niedergeschlagen, mit Benzin übergossen und angezündet zu haben. Kurz danach hatte sich der Täter der Polizei gestellt. Mit seinem Urteil folgte das Gericht im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwältin. Diese hatte allerdings zudem eine besondere Schwere der Schuld gesehen. Damit wäre der geständige Sohn für mehr als 15 Jahre hinter Gitter gewandert. Sein Verteidiger hatte dagegen mit der verkorksten Vergangenheit des Mannes argumentiert. “Er ist natürlich sprachlos, aber hat seine Schuld für die Tat akzeptiert“, sagte der Anwalt. Dennoch legte er Revision gegen das Urteil ein.

dpa

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