Ehemann einbetoniert und verbrannt - aber nicht getötet

Kappel-Grafenhausen - Dieser Kriminalfall ist kurios: Sie hat die Leiche ihres Mannes zerstückelt, dann einbetoniert, verbrannt und die Reste in einen Fluss geworfen - umgebracht hat sie ihren Gatten vermutlich aber nicht.

Nach vier Wochen Untersuchungshaft ist eine 54 Jahre alte Frau aus dem badischen Kappel-Grafenhausen wieder auf freiem Fuß. Sie sei nicht mehr dringend tatverdächtig, teilte das Freiburger Landgericht am Freitag mit.

Die Todesursache stehe noch nicht fest, erklärte Landgerichtspräsident Jochen Teigeler. Es gebe aber Hinweise, dass der pflegebedürftige 70-Jährige medizinische Hilfe abgelehnt und eine Behandlung nach den Grundsätzen der Schulmedizin verweigert habe. Er sei dann selbst für seinen Tod verantwortlich. Die Frau habe ihren Mann in den vergangenen Jahren aufopferungsvoll gepflegt. Möglich sei, dass sie seinen Tod aus finanziellen Gründen und aus Angst vor Vorwürfen verheimlichen wollte.

dpa

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