Taten unter Drogeneinfluss

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger muss lebenslang in Haft

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Lebenslange Haftstrafe für Dreifachmörder: Jan G. hat seine Großmutter und zwei Polizisten getötet.

Ein 25-Jähriger aus Brandenburg ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann hatte erst seine Großmutter umgebracht und anschließend zwei Polizisten überfahren.

Frankfurt/Oder - Nach einem Dreifachmord muss ein 25-Jähriger aus Brandenburg lebenslang ins Gefängnis und kommt auch nach 15 Jahren nicht auf Bewährung frei. Dies entscheid des Landgerichts in Frankfurt an der Oder am Freitag in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil. Der Mann hatte seine Großmutter getötet und auf der Flucht zwei Polizisten überfahren.

Die Richter stellten bei Jan G. eine besondere Schwere der Schuld fest. Das schließt eine spätere Entlassung aus der Haft bereits nach 15 Jahren aus. Das Gericht muss dann unter Abwägung der Schuldschwere und des persönlichen Gefährdungspotenzials im Einzelfall prüfen, wie lange der Dreifachmörder über die 15 Jahre hinaus noch in Haft bleiben muss. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) begrüßte den Richterspruch als "gerechtes Urteil".

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Großmutter an deren Geburtstag ermordet

Jan G. hatte nach Überzeugung des Gerichts im Februar 2017 im brandenburgischen Müllrose seine 79-jährige Großmutter an deren Geburtstag ermordet, um einen Verstoß gegen Bewährungsauflagen aus einem früheren Prozess zu verdecken. Auf der Flucht überfuhr er zwei Polizisten, die ihn auf einer Bundesstraße mit einem Nagelgurt stoppen wollten. Beide Beamte starben noch am Einsatzort.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die auf Mord in Verdeckungsabsicht plädiert hatte. Die Verteidigung hatte für den Angeklagten zwölf Jahre Haft beantragt. Im Prozess hatte der Angeklagte seine Taten eingeräumt.

Großes Interesse: Vor dem Gerichtssaal bildete sich eine lange Menschenschlange.

Trotz Drogeneinfluss voll schuldfähig

Der 25-Jährige stand bei der Tat zwar unter Drogeneinfluss, war jedoch einem Gutachten zufolge voll schuldfähig, weil die Drogen keinen Einfluss auf die Tat genommen hätten. Die Mutter des Angeklagten trat als Nebenklägerin auf und gab an, die Behörden zuvor bereits seit Jahren auf die Gefährlichkeit ihres Sohns hingewiesen zu haben, ohne dass geeignete Maßnahmen ergriffen worden seien.

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Der Mann hatte Presseberichten zufolge ein langes Vorstrafenregister. Im November 2016 hatte das Landgericht in Frankfurt an der Oder den Angeklagten in einem Körperverletzungsprozess mit Hinweis auf eine attestierte psychische Erkrankung wegen Schuldunfähigkeit auf Bewährung verurteilt und auf freien Fuß gesetzt.

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Auch als er Bewährungsauflagen mehrfach missachtete, blieb er nach einer Anhörung noch zwei Wochen vor dem Dreifachmord auf freiem Fuß. Erst drei Wochen nach den Morden widerrief das Gericht die Aussetzung der damaligen Strafe zur Bewährung, weil nunmehr das herausragende Gefährdungspotenzial des Manns offenbar geworden sei.

afp

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