Drei Tote und 28 Verletzte bei Reisebus-Unfall

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Für die Bergungsarbeiten war die Autobahn 9 in beide Richtungen für mehr als 13 Stunden gesperrt, es bildeten sich lange Staus.

Dessau - Beim Unfall eines dänischen Reisebusses in Sachsen-Anhalt sind in der Nacht zum Samstag drei Menschen ums Leben gekommen und 28 zum Teil schwer verletzt worden.

Bei den Todesopfern handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei um zwei 32 und 35 Jahre alte Frauen sowie einen 45-jährigen Mann aus Dänemark. Alle erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Außerdem zählte die Polizei sieben schwer- und zwölf leicht verletzte Kinder ab vier Jahren sowie neun teils schwer verletzte Erwachsene. Die unverletzten Insassen wurden in einem Hotel untergebracht und dort betreut. In dem Bus, der nach München unterwegs war, hielten sich laut Polizei insgesamt 64 Fahrgäste und zwei Fahrer auf, alle waren Dänen.

Der aus Berlin kommende Doppelstockbus war laut Polizei gegen 01.00 Uhr auf der A9 im Landkreis Anhalt-Bitterfeld zwischen Dessau-Süd und Wolfen aus ungeklärter Ursache gegen die Mittelleitplanke geprallt und umgestürzt. Auf der Mittelleitwand aus Beton rutschte der Bus weiter, bis er am Gerüst eines Wegweisers zum Stillstand kam. In Sachsen-Anhalt herrschte am Wochenende Winterwetter. Es werde jedoch in alle Richtungen ermittelt, hieß es. Auf der Gegenfahrbahn verursachten Trümmerteile des Busses mehrere Folgeunfälle mit Autos, die Insassen blieben jedoch alle unverletzt. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 400.000 Euro.

dpa

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