DLRG rettet 723 Menschen das Leben

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723 Menschen rettete die DLRG 2009 Menschenleben.

Hamburg - Im vergangenen Jahr waren die Retter des DLRG 200 Mal häufiger im Einsatz als 2008. 723 Menschen retteten sie vor dem Ertrinken, bei 40 Einsätzen riskierten die Schwimmer ihr Leben.

Die Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs- Gesellschaft (DLRG) haben im vergangenen Jahr 723 Menschen vor dem Ertrinken bewahrt. Das waren etwa 200 mehr als 2008. Bei 40 Einsätzen hätten die Rettungsschwimmer ihr Leben riskiert, teilte DLRG- Präsident Klaus Wilkens am Donnerstag in Hamburg mit. Die etwa 48 000 Helfer leisteten mehr als 2,2 Millionen Wachstunden an den Küsten von Nord- und Ostsee sowie an vielen Badestellen und Schwimmbädern im Binnenland. Sorgen bereiten dem DLRG vor allem Kinder und ältere Badegäste.

“Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Kreislaufprobleme sind die häufigsten Ursachen für Badeunfälle“, sagte Wilkens. Im vergangenen Jahr waren bundesweit 474 Personen ertrunken. Als “Desaster des Schulsports“ bezeichnete Wilkens das Ergebnis einer DLRG-Umfrage an rund 1200 Grundschulen zur Schwimmfähigkeit von Schülern. Diese hatte ergeben, dass 45 Prozent der Kinder am Ende der vierten Klasse keine sicheren Schwimmer sind. Als Gründe nannte Wilkens den rückläufigen Schwimmunterricht sowie die Schließung von öffentlichen Bädern.

Rechtzeitig zur Badesaison hat die DLRG gemeinsam mit einem Industrieunternehmen ein Schutzprojekt für Kinder entwickelt. Armbänder sollen das Finden verloren gegangener Kinder erleichtern. An allen Wasserrettungsstationen der DLRG an Nord- und Ostsee erhalten Eltern für ihre Kinder kostenlose Silikon-Bändchen, die am Handgelenk getragen werden. Auf dem Armband befindet sich eine Ziffer, zu der sich die Rettungsschwimmer die Handy- oder Strandkorbnummer der Eltern notieren. “Damit machen wir die Küste in Deutschland noch sicherer, als sie sowieso schon ist“, sagte Wilkens.

dpa

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