"Dixit" ist Spiel des Jahres 2010

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Das Kartenspiel “Dixit“ ist Spiel des Jahres 2010. Die Jury hob hervor, dass Erfinder Jean-Louis Roubira im Spiel mit den 84 herausragend gezeichneten Bildkarten die Kreativität anrege.

Berlin - Das Kartenspiel “Dixit“ ist Spiel des Jahres 2010. Die Jury hob hervor, dass Erfinder Jean-Louis Roubira im Spiel mit den 84 herausragend gezeichneten Bildkarten die Kreativität anrege.

Fantasie und Kreativität werden belohnt - im Spiel wie bei der Gestaltung. Das liebevoll gezeichnete Kartenspiel “Dixit“ (Kleinverlag Libellud aus Roubaix/Frankreich/29 Euro) ist Spiel des Jahres 2010. Die Jury hob am Montag in Berlin hervor, dass Erfinder Jean-Louis Roubira im Spiel mit den 84 Bildkarten die Kreativität anrege. Zudem müssten sich die Spieler im Gespräch auf die Ideen der Mitspieler einlassen. Als Premiere vergab die Jury für besonders anspruchsvolle Spiele den Sonderpreis “Spiel des Jahres plus“ an das spannende Strategiespiel “Die Tore der Welt“ (Kosmos-Verlag/32 Euro). Die seit 1979 vergebenen Preise gelten als begehrteste Auszeichnung der Branche. Bewertet werden Spielidee, Layout und Design.

Die Pariser Grafikerin Marie Cardouat und Erfinder Roubira - ein Kinder-Psychiater aus dem französischen Poutiers - entführen mit “Dixit“ in eine Märchenwelt mit bunten, sehr kindgerechten Illustrationen. Die Idee kam dem Psychiater bei seiner Arbeit in einem Kinderkrankenhaus, erzählte er in Berlin. Durch freie Assoziation zu den 84, bis ins Detail gestalteten Bildern soll die Fantasie der Spieler beflügelt werden. “Die kranken Kinder sollen kreativer werden und so mehr Energie gewinnen“, sagte Roubira. In dem Spiel erhält jeder der drei bis sechs Mitspieler von acht Jahren an sechs Karten. Einer sucht eine Karte aus, nennt ein Thema dazu, das ihm zu der Karte einfällt, und legt sie verdeckt ab. Nun legen die Mitspieler je eine ihrer Karten verdeckt dazu, die zu dem Thema passt. Nach dem Mischen und Aufdecken müssen alle raten, welche Karte der Themengeber ausgelegt hat. Treffer werden mit Punkten belohnt. Das Thema darf nicht zu leicht oder zu schwer sein, denn wenn alle richtig tippen, geht der Themengeber leer aus. Die Jury hob die gelungene Komposition von Spiel und Grafik hervor.

Der Preis “Spiel des Jahres“ werde von der Spielgemeinde inzwischen schon sehnsüchtig erwartet, sagte Jury-Sprecher Bernhard Löhlein. “Wir haben inzwischen viele hungrig gemacht, die nach mehr verlangen“, sagte Löhlein. Deshalb wurde erstmals ein besonders innovatives und anspruchsvolles Spiel mit dem Sonderpreis “Spiel des Jahres plus“ prämiert. Der Gewinner “Die Tore der Welt“ setzt nach Ansicht der Jury den gleichnamigen historischen Roman von Ken Follett in eine spannende Spielhandlung um. Der Kieler Erfinder Michael Rieneck ist Spezialist für die Umsetzung von Büchern und hat bereits Werke wie “Dracula“ spielbar gemacht. Die Spieler werden in dem Brettspiel ins mittelalterliche Kingsbridge versetzt und müssen um ihr Überleben kämpfen. “Ich wollte die beklemmende Atmosphäre des Romans einfangen“, sagte Rieneck. “Die Willkür des Königs, die Schrecken der Pest oder die Mühen, Lebensmittel zu besorgen, sollen erlebbar werden.“ Erstmals getrennt gekürt wird am 2. August das “Kinderspiel des Jahres 2010“ in Hamburg. “Zum 10. Jubiläum wollten wir unserem kleinen Freund so besondere Aufmerksamkeit verschaffen“, sagte Löhlein. Das werde unter der Schirmherrschaft der Familienministerin gelingen.

dpa

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