Der Nachwuchs wandert aus:

Deutsche Studenten zieht es ins Ausland

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Immer mehr Studenten zieht es ins Ausland.

Wiesbaden - Immer mehr Studenten in Deutschland zieht es während ihres Studiums ins Ausland. Vor allem die Nachbarländer Österreich und Schweiz sowie die Niederlande gehören zu den Favoriten.

Im Studienjahr 2007 waren etwa 90.000 Deutsche an ausländischen Hochschulen eingeschrieben, das waren acht Prozent oder 6.700 Studierende mehr als 2006. Das Interesse deutscher Studierender an einem Auslandsstudium ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen.

Vor allem die Zahl derer, die in den drei genannten Nachbarländern studieren, stieg kräftig: Die Zahl der deutschen Studierenden in Österreich ging um 2.828 in die Höhe, in den Niederlanden wuchs sie um 2.562 und in der Schweiz um 968. Die meisten der deutschen Auslandsstudenten, nämlich 18,3 Prozent, entschieden sich für einen Studienaufenthalt in den Niederlanden, auf Platz zwei folgt mit 16,4 Prozent Österreich und auf Platz drei mit 12,9 Prozent Großbritannien.

Zahl der deutschen Studenten in Nachbarländern steigt

Danach kommen die Schweiz (10,9 Prozent), die USA (9,9) und Frankreich (7,5). Diese sechs Länder nahmen zusammen etwa drei Viertel der Studenten aus Deutschland auf. Die Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist bei Deutschen vor allem in den Niederlanden und Großbritannien gefragt.

Dort waren 47 beziehungsweise 46 Prozent der deutschen Studierenden eingeschrieben. In Frankreich liegt der Schwerpunkt mit 45 Prozent auf Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Sport. In Ungarn studieren 72 Prozent der Deutschen Humanmedizin.

Erstmals wurden auch Daten über deutsche Absolventen im Ausland erhoben: Die meisten Absolventen verzeichnete 2007 Großbritannien mit 5.290, gefolgt von den Niederlanden mit 3.390 und der Schweiz mit 1.729. Zwtl: Verdoppelung von 1997 bis 2007 Seit Beginn der 80er Jahre und vor allem in den vergangenen zehn Jahren ist die Bereitschaft der deutschen Studierenden zu Auslandsaufenthalten immer mehr gestiegen.

1980 kamen auf 1.000 Studierende an inländischen Hochschulen nur 18 an ausländischen Universitäten, 1997 waren es bereits 27, in den folgenden zehn Jahren verdoppelte sich ihre Zahl auf 53. Während von 2006 bis 2007 die Zahl der deutschen Studierenden an Hochschulen im Inland um 1,4 Prozent sank, ging die Zahl der deutschen Auslandsstudierenden deutlich um 8,0 Prozent in die Höhe. Aber auch die deutschen Hochschulen sind attraktiv für ausländische Studierende: Im Wintersemester 2007/2008 waren knapp 178.000 eingeschrieben, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben hatten. Zehn Jahre zuvor waren es noch 104.000 gewesen.

dpa

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