Briefe werden teurer

Deutsche Post erhöht das Porto ab 2022

Die Deutsche Post kündigt eine saftige Portoerhöhung an. Ab 2022 kosten Standardbriefe 85 Cent statt bisher 80 Cent. Grund dafür soll auch die Inflation sein.

Bonn – Am Mittwoch gab die Deutsche Post per Pressemitteilung bekannt, dass Standardbriefe ab dem ersten Januar 2022 um fünf Cent teurer werden. Nach der letzten Preiserhöhung vor drei Jahren wird das Porto nochmals von 80 Cent auf 85 Cent erhöht. Der Preis für Kompaktbriefe steigen von 95 Cent auf einen Euro. Auch der große Briefumschlag könnte teurer werden.

Unternehmen:Deutsche Post
Hauptsitz:Bonn
CEO:Frank Appel (18. Februar 2008-jetzt)
Umsatz:66,81 Milliarden Euro (2020)
Gründung:2. Januar 1995
Anzahl der Beschäftigten:565.053

Die Bundesnetzagentur genehmigte die neuen Preise für die nächsten drei Jahre. Aufgrund dieser Entscheidung darf die Post den Durchschnittspreis aller Produkte um bis zu 4,6 Prozent erhöhen. Zum Vergleich: bei der letzten Preisanpassung vor drei Jahren waren es noch 8,9 Prozent Erhöhungsspielraum. Es wird nun geprüft, ob die Erhöhung des Portos im Rahmen liegt. Die endgültige Entscheidung wird im November 2021 erwartet.

Deutsche Post: die Erhöhung des Portos ab 2022 betrifft mehrere Produkte

Doch nicht nur Briefmarken werden teurer – auch die Preise für Bücher- und Warensendungen werden um fünf Cent erhöht. So soll das Porto für die „Bücher- und Warensendung 500“ ab 1. Januar 1,95 Euro kosten, die „Bücher- und Warensendung 1000“ sogar 2,25 Euro. Bisher lagen die Preise bei 1,90 Euro, beziehungsweise 2,20 Euro.

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Das Porto für Postkarten wird 2022 um ganze zehn Cent erhöht. Diese sollen statt 60 Cent zukünftig 70 Cent kosten. Die höchste Preissteigerung gibt es allerdings bei den Einschreiben und den Einwurfeinschreiben. Beide werden um stolze 15 Cent teurer. Das Einwurfeinschreiben kostet ab dem ersten Januar 2,35 Euro, ein Einschreiben sogar 2,65 Euro. Nachsendeaufträge sollen ebenfalls preislich angepasst werden.

Deutsche Post: das Briefporto wird ab Anfang nächsten Jahres deutlich teurer.

Die Deutsche Post findet die Porto-Erhöhungen zu niedrig

Die Deutsche Post bemängelt aber, dass die Erhöhung des Portos aufgrund der Vorgaben geringer ausfällt als nötig. Soll heißen, dass die höheren Preise künftige Faktoren wie die hohe Inflation, Lohnkostensteigerungen, Zusatzkosten für klimafreundliche Arbeit und eine Erhöhung der Stückkosten aufgrund von sinkenden Briefsendungen nicht vollkommen ausgleichen werden.

Auch neue Services kommen regelmäßig hinzu. Seit Juli regelt etwa ein neues Zustellverfahren, dass Paketboten unter bestimmten Umständen nicht mehr klingeln müssen*. Darüber hinaus kämpft die Deutsche Post aber auch mit ganz anderen Problemen. Weil ein Paket nicht ankam, drohte ein Mann einem Postboten damit, ihm den Kopf abzuschneiden.

Tatsächlich soll das Porto selbst nach der Preiserhöhung weit unter dem europäischen Durchschnitt liegen. Laut dem Unternehmen befinden sich die Preise auf einer Stufe mit Polen oder Kroatien, also etwa 30 Prozent unter dem europäischen Mittelmaß. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler/dpa

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