Denkmal für Opfer des Erdrutsches von Nachterstedt

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Das Denkmal für die Opfer des Erdrutsches in Nachterstedt.

Nachterstedt - Genau ein Jahr nach dem Erdrutsch in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt ist am Sonntag der drei Todesopfer gedacht worden.

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Viele Angehörige, Freunde und Bekannte legten an einer neuen Gedenkstätte Blumen nieder. Das Denkmal besteht aus zwei massiven Stahlplatten, die Risse aufweisen. Diese Risse in dem widerstandsfähigen Material symbolisierten die schweren Wunden, die das Unglück hinterlassen habe, sagte Landeswirtschaftsminister Reiner Haseloff. Die Platten jedoch seien nicht zerstört oder versunken. Die Gedenkstätte künde damit auch von der positiven Grundhaltung der Nachterstedter und der Hoffnung der Menschen, dass die mit der Entstehung eines künstlichen Sees begonnene touristische Entwicklung nicht aufgegeben werde. Sachsen-Anhalt werde an den Entwicklungszielen für die Region festhalten, versicherte der Minister.

Das Denkmal erinnere nicht nur an die Ereignisse, die Nachterstedt vor einem Jahr so erschüttert hätten, sagte Pfarrer Holger Holtz. Es erinnere auch daran, dass dort, wo der Mensch in die Natur eingreife, Katastrophen lauern könnten.

Am 18. Juli 2009 stürzte in den frühen Morgenstunden am Concordiasee, der durch Flutung eines alten Braunkohletagebaus bei Nachterstedt entsteht, aus bis heute ungeklärter Ursache eine Böschung ab. Die Erdmassen zogen ein Doppelhaus sowie eine Doppelhaushälfte und in ihnen drei Menschen mit in die Tiefe. Die anderen Wohnhäuser auf der alten Bergbauhalde wurden nach dem Unglück für unbewohnbar erklärt.

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Der Bund und das Land haben zur Unterstützung der Betroffenen zur Sanierung des Concordiasees und zur weiteren touristischen Erschließung der Region für 2009 bis 2012 insgesamt 42 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon entfallen auf die Entschädigungszahlungen rund neun Millionen Euro, eine Million Euro auf den Nothilfefonds für betroffene Unternehmen und rund 32 Millionen Euro auf die Sicherung und Sanierung des Concordiasees.

Der Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft LMBV, Mahmut Kuyumcu, versicherte am Nachmittag auf einer Gedenkveranstaltung den Nachterstedtern, dass die touristische Nutzung des Concordiasees auch das Ziel des Bergbausanierers sei. Ab Sommer 2012 werde voraussichtlich wieder eine Teilnutzung möglich sein, sagte der LMBV-Chef.

apn

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