Demjanjuk soll Juden totgefahren haben

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Der Angeklagte John Demjanjuk soll zwei Jahre nach Kriegsende Juden totgefahren haben.

München -  Die Schlagzeilen um John Demjanjuk nehmen kein Ende. Zwei Jahre nach Kriegsende soll der 89-Jährige, der sich wegen Beihilfe zum Mord an 27 900 Juden vor Gericht verantworten muss, absichtlich einen Juden totgefahren haben.

Ein Enkel des damals in der Nähe von Ulm gestorbenen Mannes sei in den USA gefunden worden, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Enkel habe die Sterbeurkunde seines Großvaters geschickt. Sie belege, dass der Getötete jüdischen Glaubens war. Angaben zum Unfallhergang habe der Mann nicht machen können, so der Sprecher.

John Demjanjuk: Der Prozess in München

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Demjanjuk muss sich derzeit in München wegen Beihilfe zum Mord an 27 900 Juden vor Gericht verantworten. Laut Anklage hatte er 1943 im Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen bei der Ermordung der jüdischen Opfer in den Gaskammern geholfen. Die Ermittlungen zu dem Ulmer Fall sind durch private Recherchen angestoßen worden. Gegen Demjanjuk wird wegen Mordes ermittelt. Er soll nach dem Krieg unter anderem als Fahrer bei den Alliierten beschäftigt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft wartet noch auf Akten von der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg. Diese sollen voraussichtlich Ende der Woche vorliegen. Dann soll das Verfahren an die Staatsanwaltschaft München I abgegeben werden, die auch die Anklage im laufenden Prozess gegen den 89-Jährigen verfasst hatte.

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