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So lässt sich das Darmkrebs-Risiko mit richtiger Ernährung deutlich senken

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Im Kampf gegen den Darmkrebs liegt viel in der eigenen Hand: Gesunde Ernährung kann das Risiko, an der weitverbreiteten Krebsart zu erkranken, massiv senken.

Seoul – Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten weltweit. Jedes Jahr erkranken alleine in Deutschland etwa 55.000 Menschen daran. Von ihnen sind besonders viele Männer. Vorsorgeuntersuchungen sind geschlechtsunabhängig potenziell lebensrettend. Eine Studie von der USA Today berichtet, liefert spannende Erkenntnisse zum Zusammenhang von Lebensgewohnheiten und der Gefahr, im Laufe des Lebens an Darmkrebs zu erkranken: Durch bewusste Ernährung kann das Darmkrebsrisiko vor allem bei Männern massiv gesenkt werden – um bis zu 22 Prozent. Worauf gilt es zu achten? Eine Übersicht.

Krebsvorsorge und Prävention: Ernährung kann Darmkrebsrisiko laut Studie deutlich senken

Beim Thema Darmkrebs-Früherkennung und Prävention gibt es zwei Grundsätze. Der erste: Zur Früherkennung braucht es Vorsorge. Entsprechende Arztbesuche mögen unangenehm sein, doch retten im Zweifelsfall Leben. Im Bereich der Prävention gilt: Durch eine gesunde Lebensführung, sprich auch Ernährung, kann das Risiko einer Erkrankung deutlich reduziert werden. Wie groß die Bedeutung ausgewogener Ernährung gerade bei Männern ist, zeigt eine Studie, bei der fast 80.000 männliche Teilnehmer und etwa 94.000 Teilnehmerinnen befragt wurden. Das Ergebnis: Bei Männern kann die richtige Ernährung das Darmkrebsrisiko um bis zu 22 Prozent reduzieren, bei Frauen hingegen waren die Ergebnisse weniger eindeutig.

Fleischkonsum erhöht das Risiko für chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Darmkrebs.
Fleischkonsum erhöht das Risiko für chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Darmkrebs. (Symbolbild) © "kirisa99"/IMAGO

Die Forschenden nehmen an, dass die klareren Ergebnisse bei Männern darauf zurückzuführen sind, dass ihr Darmkrebsrisiko grundsätzlich höher ist. Allgemein äußert eine der Studienautorinnen, Jihye Kim, laut USA Today zu ihren Erkenntnissen: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine gesunde pflanzliche Ernährung mit einem geringeren Darmkrebsrisiko verbunden ist“. Die Annahme dabei: Antioxidantien aus Gemüse, Obst und Vollkornprodukten könnten „zur Senkung des Darmkrebsrisikos beitragen, indem sie chronische Entzündungen unterdrücken, die zu Krebs führen können“.

Untersuchung zu Darmkrebs: Probanden nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt

Im Rahmen der Untersuchung zu Darmkrebs waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie zu ihren Essgewohnheiten befragt worden. Dabei waren die weiblichen Teilnehmenden durchschnittlich 59 Jahre alt, die männlichen Probanden im Schnitt 60 Jahre. Die Forschenden der Kyung Hee University in Südkorea stellten den Männern und Frauen Fragen dazu, wie oft sie bestimmte Nahrungsmittel oder Getränke zu sich nehmen, auch nach der jeweiligen Portionsgröße wurde gefragt. Die Liste umfasste 180 Optionen.

Die Nahrungsmittel wurden dabei in drei Gruppen eingeordnet: Eine Gruppe waren gesunde pflanzliche Nahrungsmittel – etwa grüne Gemüse –, eine andere weniger gesunde pflanzliche Produkte, wie raffiniertes Getreide. Die dritte Gruppe waren tierische Nahrungsmittel, sprich Fisch, Fleisch, Eier oder Milchprodukte. Alle Befragten mussten Angaben dazu machen, wie häufig sie bestimmte Produkte zu sich nehmen. Die in der Fachzeitschrift BMC Medicine veröffetnlichte Studie zeigt: Diejenigen Männer, die die meisten (gesunden) pflanzlichen Lebensmittel konsumieren, haben im Vergleich zu denen, die am wenigsten davon essen, offenbar ein um bis zu 22 Prozent vermindertes Darmkrebsrisiko. Das bedeutet unter anderem: Finger weg von Fertigprodukten und lieber öfter zu frischem Gemüse greifen.

Darmkrebs Symptome: Anzeichen für Darmkrebs sind oft nicht eindeutig zuzuordnen

Das Problem bei vielen Darmkrebs Symptomen: Einige der Anzeichen für Darmkrebs sind oft nicht eindeutig zuzuordnen. Es heißt daher, wenn Sie Veränderungen beobachten oder sich unwohl fühlen: konsultieren Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt. Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Unzählige Menschen erkranken jedes Jahr an Krebs, doch das muss keineswegs ein Todesurteil sein. Insgesamt gilt: Viele Krebserkrankungen sind vermeidbar. Sollte es doch zu einer Erkrankung kommen, gibt es bei früher Erkennung in vielen Fällen gute Behandlungsmöglichkeiten – ob bei Hodenkrebs, Darmkrebs oder anderen Krebsarten.

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