Mit Technik gegen Corona

Handy-App warnt vor Staus im Supermarkt - mit schon vorhandenen Daten

Einkaufen in der Corona-Krise, wenn es sonst kaum jemand tut. Damit das klappt, gibt es nun eine App, die die geschätzte Anzahl an Kunden im Supermarkt zeigt. Genutzt werden bei „Crowdless“ bereits vorhandene Daten.

  • Neue Warn-App informiert in Corona-Krise über Auslastung von Geschäften
  • Öffentlich verfügbare Daten machen Einkaufen abseits der Stoßzeiten möglich
  • Smartphone-App basiert auf von Google erhobenen Daten, User-Feedback und Satelliten-Material

Der Besuch von Supermärkten und anderen Geschäften in der Corona-Krise ist in Deutschland aktuell vielfach möglich, viele Läden dürfen öffnen, wenn sie bestimmte Hygienevorgaben einhalten und entsprechende Anti-Corona-Maßnahmen vorweisen können. Nur, wie viel Schutz ist noch gegeben, wenn sehr viele Menschen zu einer bestimmten Zeit ein Geschäft aufsuchen?

Eine neue kostenlose Corona-Warn-App gibt nun den Menschen eine Orientierung, wann in der Corona-Krise das Einkaufen in der eigenen Nachbarschaft oder einer nahen Stadt möglichst gefahrlos möglich ist. „Crowdless“ ist innerhalb weniger Tage vom britischen Entwickler Lanterne entwickelt worden, berichtet kreiszeitung.de* - während eine europaweit entwickelte Tracing-App wohl noch mindestens bis Mitte Mai auf sich warten lässt. Das Programm für Android- und Apple-Smartphones ruft bereits an anderer Stelle verfügbare Daten ab und zeigt auf einer Karte an, wie hoch die Auslastung eines Ladengeschäfts vermutlich gerade ist.

Corona-Warn-App „Crowdless“ in Kooperation mit der ESA entwickelt

In Kooperation mit der europäischen Weltraumbehörde ESA nutzt die App unter anderem Daten von Google Maps und Google Places sowie das Feedback der App-Nutzer, um eine Übersicht zu geben, wie viele Kunden ein Geschäft gerade aufsuchen. Die Angaben basieren auf anonymen Daten, die bereits seit Langem zum Beispiel in der Google-Suche anzeigen, wann Orte besonders häufig besucht werden. 

Die „Crowdless“-App hilft in der Corona-Krise beim Einkaufen - indem sie anzeigt, ob ein Geschäft aktuell wenig, viel oder sehr viel besucht wird.

Die App des britischen Start-up-Unternehmens Lanterne greift auch auf Satellitendaten und KI-Technologien zurück, um festzustellen, wo sich Menschen während der Corona-Pandemie überall auf der Welt versammeln. Grüne, gelbe und rote Kreise ermöglichen auf den ersten Blick eine Orientierung, ein Klick auf das jeweilige Geschäft zeigt weitere Details wie die Öffnungszeiten. Bei Verwendung der App werden die Nutzer letztlich auch gefragt, ob der betreffende Ort stark besucht ist. So trägt jeder auf Wunsch zu einer besseren Übersicht bei.

„Crowdless“-App gegen Coronavirus ist und bleibt kostenlos

Lanterne-Mitbegründer Yohan Iddawela sagt über die App und sein Unternehmen: „Unsere Aufgabe besteht darin, Daten zur Verbesserung der Sicherheit und zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung zu nutzen. Deshalb wollten wir sehen, wie wir mit unseren Erfahrungen den Menschen in dieser schwierigen Zeit helfen können. Wir hoffen, dass „Crowdless“ den Menschen dabei hilft, die soziale Distanzierung besser wahrzunehmen, in Sicherheit zu bleiben und einen Beitrag zur Senkung der Infektionsrate von Covid-19 zu leisten.“ Iddawela betont, dass die App auch künftig kostenlos verfügbar und für alle Interessierten nutzbar sein werde. 

Sue O'Hare, Operations Manager beim ESA Business Incubation Center in Großbritannien betont in einer Meldung der ESA die bahnbrechende Corona-Kooperation zwischen Lanterne und der ESA-Weltraumbehörde: „Lanterne ist ein Beispiel dafür, wie Weltraum- und Satellitentechnologien dazu genutzt und angepasst werden, um Wege zu finden, der Welt bei der Bekämpfung von Covid-19 zu helfen."

Technologie aus der Raumfahrt für Anti-Corona-App „Crowdless“

„Ich bin begeistert, dass der Science and Technology Facilities Council über das ESA Business Incubation Centre UK Lanterne die geeigneten Technologien zur Verfügung gestellt und das Unternehmen bei der Entwicklung dieser bahnbrechenden und letztlich lebensrettenden Technologie unterstützt hat."

Die „Crowdless“-App steht auf iOS und auf Android zum kostenlosen Download zur Verfügung.

*kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Screenshot Köhnken

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