Verantwortlicher der Loveparade räumt erstmals Fehler ein

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Bei der Loveparade in Duisburg ist eine Massenpanik ausgebrochen, bei der 21 Menschen ums Leben kamen.

Duisburg - Nach dem Drama bei der Loveparade in Duisburg hat nun erstmals ein Verantwortlicher öffentlich Fehler eingeräumt: Der Crowd-Manager Carsten Walter. Er regulierte die Besucherströme.

“Ich hätte dringlicher auf die Probleme hinweisen müssen“ sagte der Psychologe Carsten Walter in einem Interview mit dem “Spiegel“. Walter sollte während der Veranstaltung als sogenannter Crowd-Manager die Besucherströme auf dem Veranstaltungsgelände regulieren.

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Schon Stunden bevor die 21 Opfer von den Menschenmassen erdrückt wurden, habe er das Gefühl gehabt, dass etwas schieflaufe, sagte Walter dem “Spiegel“. Er habe aber nicht die Entscheidungskompetenz gehabt, das Gelände abzuriegeln. Forscher der Bergischen Universität Wuppertal teilten am Samstag mit, dass sie die Besucherströme bei der Loveparade untersuchen wollen, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

In der Duisburger Stadtspitze herrscht weiterhin Streit. Baudezernent Jürgen Dressler erhob in einem internen Brief an seine Mitarbeiter Vorwürfe gegen Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU). In dem Brief, über den am Samstag die “Rheinische Post“ berichtete, schreibt Dressler demnach, es fehle der Verwaltung an einer geordneten Führung. Außerdem sei “eine klare Strategie zur Behebung der Krise nach dem Unglück nicht erkennbar“.

Oberbürgermeister Sauerland bestritt dies. In einer Mitteilung der Stadt Duisburg schrieben er, der Stadtdirektor und drei Beigeordnete, dass die Arbeit der Verwaltungsvorstandskonferenz reibungslos verlaufe. “Leider hat der Beigeordnete Dressler an den letzten Vorstandssitzungen nicht regelmäßig teilgenommen.“

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Crowd-Manager Walter erhob im “Spiegel“ schwere Vorwürfe gegen die Polizei. So hätten er und ein Beamter “geschätzte 45 Minuten“ benötigt, die Polizeiführung zu erreichen. Das Problem sei gewesen, dass der Polizist “definitiv“ kein Funkgerät gehabt habe und das Handynetz überlastet gewesen sei. Damit widersprach er der Darstellung der Polizei im Düsseldorfer Landtag.

Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller hat unterdessen bei einem Unfall nahe Berg im bayerischen Landkreis Hof einen Sportwagen zu Schrott gefahren. Der 41-Jährige saß alleine in dem weißen Lamborghini. Er wurde nicht verletzt. “Er war zu schnell unterwegs bei Regen“, sagte ein Polizeisprecher in Bayreuth. Der Schaden an seinem Wagen wurde auf 100 000 Euro geschätzt.

dpa

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