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Omikron BA.5: Wie lange dauert die Inkubationszeit der Corona-Variante

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Von: Yannick Hanke

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Die Omikron-Subvariante BA.5 ist in Deutschland dominierend. Infektionsrisiko der Corona-Variante ist hoch. Wie aber fällt die Inkubationszeit aus?

Berlin – Omikron hat die Welt, Europa und damit auch Deutschland fest im Griff. Die Corona-Variante verfügt bereits über fünf Subvarianten, die sich mal mehr, mal weniger flächendeckend ausbreiten. Das größte Augenmerk gilt derzeit Omikron BA.5, das sich noch leichter und schneller überträgt als bisherige Omikron-Subvarianten oder die Delta-Variante. Doch wie lange dauert die Ansteckungszeit überhaupt, bis sich die ersten Symptome nach einer Infektion zeigen? Wie viel Tage weist die Inkubationszeit bei Omikron BA.5 auf?

Inkubationszeit bei Omikron BA.5: Wie viele Tage beträgt die Ansteckungszeit der Corona-Variante?

Grundsätzlich kann und muss von verschiedenen Inkubationszeiten beim Coronavirus im Allgemeinen und den Omikron-Subvarianten bei der Ansteckungszeit im Speziellen ausgegangen werden. Die Wissenschaft trägt entsprechende Daten in Akkordarbeit zusammen, valide Informationen und Gewissheiten benötigen mitunter aber auch etwas mehr Zeit. Das gilt auch für Erhebungen der Inkubationszeit von Omikron BA.5.

Eine Frau macht einen Corona-Selbsttest
Omikron BA.5: Die Inkubationszeit der ansteckenden Corona-Variante kann bis zu 14 Tage dauern. © Leonhard Simon/imago/Montage

Generell wird beim Coronavirus von einer Inkubationszeit von fünf bis sechs Tagen ausgegangen. Doch schon die Inkubationszeit bei der Omikron-Variante BA.1, also die Zeit von der Übertragung bis hin zum Ausbruch der Erkrankung, wird deutlich kürzer geschätzt. Nach verschiedenen Studien ist hier die Rede von durchschnittlich drei Tagen. Doch was bedeutet das nun für die Inkubationszeit von Omikron BA.5?

Omikron BA.5: Inkubationszeit, Symptome – das ist rund um die Infektion zu wissen

De facto kann die Inkubationszeit von Covid-19 bis zu 14 Tage andauern. Bei einem normalen Verlauf nimmt die Ansteckungsfähigkeit jedoch nach rund zehn Tagen wieder ab. Wer wiederum einen schweren Verlauf aufweist, beispielsweise nach einer Infektion mit Omikron BA.5 und zudem nicht geimpft ist, ist noch lange darüber hinaus ansteckend.

Welche Symptome deuten auf eine Infektion mit Omikron BA.5 hin?

Nach aktuellem Erkenntnisstand scheinen mit Omikron BA.5 Infizierte vermehrt über Husten als Symptom zu klagen. Ähnlich, wie es auch bei einer Bronchitis der Fall ist. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden Spezialisten aktuell untersuchen, wie sich Omikron BA.5 mit Blick auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit und den Krankheitsverlauf von den bisherigen Varianten abgrenzen. Das Bild über den Krankheitsverlauf soll zeitnah geschärft werden.

Über die konkrete Dauer der Inkubationszeit von Omikron BA.5 wird noch gemutmaßt. Experten verweisen bei der Ansteckungszeit der Omikron-Subvariante darauf hin, dass sich in der Vergangenheit bereits unterschiedliche Inkubationszeiten zwischen den Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2 herausgestellt haben. Deswegen wird vermutet, dass sich auch die Inkubationszeit der Omikron-Subvariante BA.5 erneut durch Abweichungen definieren könnte. Es wird zudem gemutmaßt, dass sich die Symptome nach einer Infektion mit Omikron BA.5 erst nach einer Woche zeigen könnten.

Omikron BA.5: „Tödlicher“ als Alpha- und Delta-Variante? Virologe klärt auf

Bleibt natürlich noch die Frage nach der Gefährlichkeit von Omikron BA.5 für den Menschen. Wie der „Independent“ berichtet, würden Wissenschaftler bereits befürchten, dass die Omikron-Untervarianten, im Speziellen Omikron BA.4 und BA.5, den „tödlicheren“ Alpha- und Delta-Varianten ähneln würden.

Schließlich hätten sich die Omikron-Untervarianten weiterentwickelt, um wieder auf die Lunge abzuzielen und die Immunität zu überwinden. Dass die Mortalität durch Omikron BA.5 wieder zunehmen könnte, schließen Fachleute per se nicht aus. „Es ist durchaus möglich, dass der momentane Anstieg noch eine Weile anhält und auch zu einer Zunahme an Todesfällen führt – so wie es in Portugal zu beobachten ist“, heißt es vom Virologen Friedemann Weber gegenüber „Focus Online“.

Impfungen und Immunität als Patentrezept gegen Corona-Welle durch Omikron BA.5

Doch weiß Weber in Bezug auf Omikron BA.5 auch einzuschränken. Der Virologe geht nämlich nicht davon aus, dass die Omikron-Subvariante das Niveau der vorherigen Corona-Wellen übertrifft: „Wir haben dank Impfungen und auch wegen vorheriger Infektionen eine gewisse Populationsimmunität und sind deshalb weit von den Größenordnungen entfernt, die es im Winter 2020/21 gab“, merkt Weber an.

Das gibt Hoffnung in Bezug auf die Omikron-Subvariante BA.5, die dennoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Am besten auf den eigenen Körper hören, zur Sicherheit einen nicht mehr kostenlosen Bürgertest durchführen lassen und auf die Erkenntnisse der Wissenschaft in Bezug auf Omikron BA.5 vertrauen.

Omikron BA.5: Schützen auskurierte Infektionen mit BA.1 und BA.2 vor einer neuen Infektion?

Wer die Hoffnung hatte, dass bereits auskurierte Infektionen mit Omikron BA.1 oder BA.2 vor einer Infektion mit Omikron BA.5 schützen, dem nehmen Wissenschaftler aus Göttingen den Wind aus den Segeln. Dem ist nämlich nicht so. Mutationen verändern nämlich das Spike-Protein der Omikron-Subvariante BA.5, wodurch das Infektionsrisiko weiterhin groß ist und bleibt.

* Transparenzhinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert, zuletzt am Samstag, 2. Juli 2022, um 17:14 Uhr.

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