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Omikron BA.2: Impfstoffe, Inkubationszeit, Symptome und Verlauf

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Von: Yannick Hanke

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Ein Schild weist auf „Omikron Subtyp BA.2“ hin. Daneben ist eine Frau zu sehen, der die Nase läuft und die sich an den Kopf fässt.
Der Omikron-Subtyp BA.2 verbreitet sich in Deutschland sehr schnell. Doch in welchen Symptomen äußert sich eigentlich die Infektion, wie verhält es sich mit der Inkubationszeit? (kreiszeitung.de-Montage) © Christian Ohde/Iordache Magdalena/imago/

Die Omikron BA.2 ist in aller Munde. In welchen Symptomen äußert sich die Corona-Variante. Wie lange ist die Inkubationszeit nach der Corona-Infektion?

Berlin – Omikron und die Symptome sowie die Inkubationszeit der Corona-Variante halten die Bundesrepublik weiterhin in Atem. Vor allem durch die Omikron-Unterform BA.2 sind die Infektionszahlen in Deutschland enorm in die Höhe gestiegen. Wissenschaftlich wurde bereits nachgewiesen, dass sich die Corona-Variante BA.2 schneller und leichter auf den Menschen überträgt, als es beim Omikron-„Urtypen“ mit einer Corona-Infektion der Fall ist. Und doch gibt es immer noch reichlich Fragen zu und über BA.2. Dabei stehen vor allem die Symptome, die Inkubationszeit und der Verlauf der Corona-Variante Omikron BA.2 im Vordergrund.

In welchen Symptomen äußert sich die Omikron-Unterform BA.2 eigentlich? Wie verhält es sich mit der Inkubationszeit der Corona-Variante? Kann ein Verlauf drastischer ausfallen als bei der Urform von Omikron? Und wann sind eigentlich auf Omikron angepasste Impfstoffe verfügbar? Fragen, die dringend Antworten benötigen.

Omikron BA.2: Symptome, Inkubationszeit und Verlauf – alles zur Corona-Variante mit fünf verschiedenen Sublinien

Omikron als Corona-Variante ist bereits seit 2021 ein Begriff, die derzeit in Deutschland vorherrschende Sublinie der Corona-Variante findet seit dem Frühjahr 2022 medial große Erwähnung. Die Symptome und die Inkubationszeit von Omikron BA.2 ließen ähnlich wie die Untersuchungen zum Verlauf etwas länger auf sich warten. Abseits von Omikron BA.2 und BA.1 sind in der Zwischenzeit neue Mutationen der Corona-Variante aufgetaucht. Neben Omikron BA.2 und BA.1 existieren noch Omikron XE (eine Mutation aus BA.1 und BA.2) und Omikron BA.4 sowie Omikron BA.5.

Mitunter kann jede Sublinie über eigene Spezifika verfügen, die Erforschung der genauen Beschaffenheiten dauert aber noch an. Bereits nachgewiesen wurde jedoch, dass vor allem die Boosterimpfung zwar nicht gegen die Infektion an sich schützen kann, die Auffrischungsimpfung jedoch aber vor schweren Verläufen bis hin zu Long Covid schützt. Wie aber erkannt man überhaupt, ob man sich eine Corona-Infektion mit Omikron im Allgemeinen und der Unterform BA.2 im Speziellen eingefangen hat?

Omikron BA.2 Symptome: Eine Infektion mit der Corona-Variante kann sich zuweilen anders als bei BA.1 darstellen

Hierfür gilt es sich folgende Fakten vor Augen zu führen. Mit Omikron ist eine Variante des Coronavirus gemeint. Und mit Omikron BA.2 wird wiederum eine Unterform respektive Sublinie von der Omikron-Variante bezeichnet. Dies kann aber auch bedeuten, dass eine Variante oder Sublinie sich im Falle einer Infektion mit den unterschiedlichen Corona-Varianten in anderen Symptomen äußert, als es beim Coronavirus selbst zutrifft.

Die typischen Symptome bei einer Omikron-Infektion listet beispielsweise die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auf der Website „infektionsschutz.de“ auf. Demnach zählen zu den Symptomen einer Omikron-Infektion Halsschmerzen, Schnupfen, eine Infektion der Mandeln, geschwollene Halslymphknoten und gelegentlich auch Geruchs- oder Geschmacksverlust. Selbst an Nägeln und der Haut können Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit Omikron hindeuten. Und wie verhält es sich nun bei Omikron BA.2?

Omikron BA.2 überträgt sich leichter auf den Menschen als Omikron BA.1

Die Omikron-Unterform BA.2 wird weiter intensiv beobachtet und erforscht, die entsprechende Datenlage in Bezug auf die Omikron BA.2 Symptome und die Inkubationszeit der Corona-Variante ist also noch vergleichsweise frisch und dünn. Studiendaten von Forschern aus Japan, die als Preprint veröffentlicht wurden, haben jedoch bereits Folgendes ergeben:

Die Omikron-Unterform BA.2 bringt eine deutlich höhere Übertragbarkeit mit sich, als es bei Omikron in der Corona-Variante BA.1 der Fall ist. Wie eingangs erwähnt, resultieren hieraus auch die hohen Infektionszahlen in Deutschland. Schließlich ist Omikron BA.2 die vorherrschende Corona-Variante in der Bundesrepublik, der sich durch das Wegfallen vieler Corona-Regeln wie im Einzelhandel noch besser verbreiten kann.

Omikron-Symptome: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Corona-Varianten BA.2 und BA.1

Verlauf der Corona-Infektion mit Omikron BA.2: „Kein großer Unterschied“ gegenüber Omikron BA.1

In der Krankheitsschwere soll zwischen Omikron BA.1 und Omikron BA.2 aber „kein großer Unterschied“ im Verlauf der Corona-Infektion mit dem Omikron-Subtyp bestehen. Das würden Beobachtungen aus Dänemark nahelegen, heißt es von der Virologin Sandra Ciesek gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.

Zudem gibt es bei der Schwere der Erkrankung mit Omikron für Geimpfte und Genesene keinen Unterschied. Ganz gleich also, ob es sich um eine Corona-Infektion mit Omikron BA.2 oder BA.1 handelt. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) bereits im Februar 2022 mit.

Omikron BA.2 Inkubationszeit: Nach wie vielen Tagen sich die Corona-Infektion in Symptomen äußert

Unterschiedlich ausfallen könnte hingegen die Inkubationszeit bei Omikron BA.2. und Omikron BA.1. Denn: „Es scheint biologische Unterschiede zu BA.1 zu geben“, sagte Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregister, bereits auf Twitter. Auswirken könnte sich dies auf Symptome und Inkubationszeit des Omikron-Subtyps BA.2. Doch was heißt das eigentlich konkret?

Der Begriff „Inkubationszeit“ meint nämlich die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten erster Symptome. Zwischen fünf und sechs Tagen soll diese Zeit beim Coronavirus an sich liegen. Schon früh zu Beginn der Pandemie hatte sich das RKI hierzu geäußert. Bei der Omikron-Variante soll sich die Inkubationszeit im Schnitt auf drei Tage beschränken. Das hatten verschiedene Studien ergeben.

Omikron-Symptome: Immer wieder neue Anzeichen deuten auf Infektion mit Corona-Variante BA.2 hin

Noch nicht endgültig bestätigt ist hingegen, ob es sich mit der Inkubationszeit nach einer Infektion mit Omikron BA.2 genauso verhält. Gleiches gilt aber auch für die Omikron BA.2 Symptomen. Und: Immer wieder tauchen neue Symptome auf, die auf eine Omikron-Infektion hindeuten können. Selbst die Kleinsten sind bekanntlich nicht vor einer Infektion gefeit, auch bei Kindern grassiert ein neues Omikron-Symptom.

Boosterimpfung verkürzt Dauer der Symptome einer Omikron-Infektion deutlich

Wie lange aber können Symptome nach einer Omikron-Infektion andauern? Wer bereits über seine Boosterimpfung verfügt, kann die Zeit der Omikron-Symptome um viele Tage verkürzen. Das hat die „Zoe Covid Symptom Study“ von britischen Forschern des Kings College London ergeben, für die die Daten von 63.000 Menschen ausgewertet wurden.

Hierfür gaben die Probanden ihre konkreten Symptome an sowie, wie lange ihre Symptome nach einer Infektion mit Omikron oder Delta anhielten. Das verblüffende Ergebnis: Nach der Boosterimpfung verkürzte sich die Krankheitszeit mit Symptomen bei den Infizierten um knapp vier Tage. Die Corona-Symptome hätten nach der zweiten Impfung im Schnitt 8,3 Tage angedauert. Nach der Boosterimpfung waren es derer nur noch 4,4 Tage.

Omikron-Symptome oftmals wie bei einer Erkältung – verschiedene Medikamente aus der Apotheke helfen

Bei Menschen, die sich mit Omikron infiziert haben, äußern sich die Symptome oftmals ähnlich wie bei einer Erkältung. Tatsächlich haben viele Infizierte Halsschmerzen oder Husten. Dagegen helfen altbekannte „Mittel“ aus der Apotheke à la Lutschtabletten oder Gurgellösungen.

Doch auch das Inhalieren mit Salbei kann helfen – bei Husten, aber auch bei Schnupfen. Omikron-Infizierte können bei einer laufenden Nase zudem auf abschwellende Nasentropfen zurückgreifen. Wer sich mit Kopfschmerzen herumplagen muss, kann wiederum Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen.

Impfstoffe gegen Omikron BA.1 und BA.2: Womöglich erst nach Mai 2022 verfügbar – und Lauterbach warnt vor Corona-Szenarien im Herbst

Bleibt abschließend die Frage, wann denn Impfstoffe verfügbar sind, die spezielle auf Omikron BA.1 und BA.2 angepasst sind. Erst Ende März 2022 hatte das ZDF berichtet, dass die Zulassung entsprechender Vakzine über den Mai hinaus dauern kann. Sowohl Biontech als auch Moderna arbeiten an entsprechenden Impfstoffen, die eigens gegen Omikron hergestellt werden.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der unlängst vor einer „Killervariante“ von Omikron warnte, hatte zuletzt immer wieder davon gesprochen, dass die weitere Entwicklung der Omikron-Variante entscheidend sei. Für den Herbst 2022 hatte Lauterbach vier mögliche Szenarien skizziert, denen auch mit der Anpassung der Impfstoffe Rechnung getragen werden soll. Denn auch er geht davon aus, dass Omikron weiterhin ein Thema sein wird. Die Entdeckung vom hochansteckenden Subtyp BA.2.12.1 der Omikron-Variante spricht hierfür. (Stand der Daten: 21. April 2022)

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