Freibäder sollen öffnen

Baden-Württemberg erlässt heiß ersehnte Lockerungen - zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt

Da sich das Coronavirus in Baden-Württemberg verhältnismäßig langsam verbreitet und immer mehr Menschen von Covid-19 genesen, gibt es ab Samstag neue Lockerungen der Maßnahmen.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich weniger schnell als vor einigen Wochen und die Zahl der Neuinfektionen nimmt ab.
  • Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat deshalb erneut Lockerungen beschlossen, die ab Samstag gelten sollen.
  • Freibäder im Land sollen dann wieder öffnen - viele Betreiber sind von den Hygieneauflagen jedoch überfordert.

Stuttgart - Da sich das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) langsamer verbreitet als noch vor einigen Wochen, hat die Landesregierung weitere Lockerungen für den kommenden Samstag beschlossen. Pünktlich zum Wochenende sollen nun auch die Freibäder im Land öffnen dürfen. Viele Betreiber können die Öffnung allerdings so schnell gar nicht umsetzen - die Hygieneauflagen zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg* sind streng.

Um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg* unter Kontrolle zu halten, gelten trotz der vielen Lockerungen nach wie vor Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen. Werden diese eingehalten, dürfen ab Samstag alle Freibäder im Land wieder öffnen. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann* hatte den Start der Freibad-Saison jedoch erst Ende Mai freigegeben und damit einige Betreiber unter Zeitdruck gesetzt. Einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge, brauchen viele deutlich mehr Zeit, um die Auflagen der Landesregierung umzusetzen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ab dem 6. Juni dürfen Freibäder dank neuer Lockerungen öffnen - unter strengen Hygieneauflagen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Lockerungen für Freibäder unter strengen Hygieneauflagen

Laut dpa öffnen trotz der beschlossenen Lockerung angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg viele Freibäder wohl erst kommende Woche oder noch später. Einen allzu großen Ansturm erwarten die Freibad-Betreiber vermutlich ohnehin nicht: Das Wetter in Stuttgart* wir zum Wochenende ungemütlich kühl, regnerisch und windig. Auch im Rest des Landes bleibt das Badewetter an diesem Wochenende wohl aus. In dieser Situation sei das vielleicht auch gar nicht so schlecht, sagte der Sprecher der Karlsruher Bäderbetriebe zur dpa. Die Hygieneauflagen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg* müssen schließlich erst umgesetzt werden.

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg müssen sich Besucher in Freibädern auf zahlreiche Regeln einstellen. Um die Lockerungen der Maßnahmen durchsetzen zu können, müssen die Hygieneauflagen erfüllt werden. So soll unter anderem eine Besucher-Ampel die Auslastung der Bäder anzeigen. Für die Schwimmbecken soll es Zugangsbeschränkungen geben und die Ende April eingeführte Maskenpflicht in Baden-Württemberg* soll auch für das Betreten von Freibädern gelten.

Für Freibäder gilt zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg eine Zulassungsbeschränkung der Gäste, die von der Wasserfläche abhängt. Pro zehn Quadratmeter Fläche darf nach Angaben der Landesregierung eine Person ins Schwimmerbecken. Im Nichtschwimmerbecken müssen es vier Quadratmeter pro Person sein. Die Bäder können alternativ die einzelnen Schwimmbahnen auch unterteilen - pro Bahn von 50 Metern sind zehn Personen zugelassen. Diese Hygieneauflagen im Zuge der neuen Lockerungen gelten auch für Hallen-, Thermal- und Spaßbäder sowie für Badeseen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Betreiber der Freibäder haben kaum Zeit, sich auf die Öffnung unter Auflagen vorzubereiten

Auf den Liegewiesen in den Freibädern ist die Anzahl der Gäste ebenfalls beschränkt, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg zu minimieren. Trotz der Lockerung muss auch in den Bädern ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Toiletten und Umkleiden werden zwar ebenfalls öffnen dürfen, müssen allerdings so eingerichtet werden, dass möglichst wenige Menschen miteinander in Kontakt kommen. Wie auch in Speisewirtschaften wie Restaurants, Cafés und Eisdielen, die trotz Coronavirus in Baden-Württemberg schon seit dem 18. Mai wieder geöffnet sind*, müssen Gäste im Freibad ihre Kontaktdaten hinterlegen, damit Infektionsketten nachvollzogen werden können.

Auf die genauen Vorgaben und Hygieneauflagen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg mussten die Betreiber der Freibäder im Land bis Donnerstag warten. Für viele sei dies für eine Öffnung schon am Samstag zu kurzfristig, hieß es laut dpa von Städten und Gemeinden. Ein Badbetreiber nannte den offiziellen Öffnungstermin demnach ein „Fantasiedatum“. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen kritisierte bezüglich der Lockerungen ebenfalls, dass die Länder sich zu viel Zeit bei den Vorgaben ließen. Nach Angaben der dpa sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft, dies sei nicht nur in Baden-Württemberg so, sondern auch in anderen Bundesländern, die ihre Bäder bereits geöffnet haben.

Auch wenn die Freibäder dank der neuen Lockerungen am Samstag trotz Coronavirus in Baden-Württemberg öffnen dürfen, werden sich die Badegewohnheiten durch die Corona-Pandemie und die Hygieneauflagen deutlich verändern. Der Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Schwimmmeister sagte laut dpa, in vielen Freibädern werde es Warteschlangen vor den Kassen geben, Becken mit Trennleinen, Öffnungszeiten mit mehreren Zeitfenstern am Tag, Pausen für Reinigung und Desinfektion und Planschen mit Abstand. Auch für das Personal bedeute das eine Mehrbelastung. Zudem werde der Einlass in vielen Bädern nur nach Online-Ticketverkauf und Namenserfassung möglich sein - ein spontaner Besuch im Freibad wird also vermutlich trotz der neuen Lockerung so schnell nicht möglich sein. Und da wir gerade bei Hygiene sind: Die EU warnt, dass ein beliebter Badesee in Baden-Württemberg mit Fäkalien verseucht ist.

*BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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