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Corona-Infektionsrisiko steigt durch starken Pollenflug

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Von: Yannick Hanke

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Links ist ein positiver Corona-Schnelltest platziert. Im Hintergrund sind Pollen vom Hasel zu sehen, die durch die Luft fliegen.
Forscher aus München haben herausgefunden, dass ein starker Pollenflug das Risiko einer Corona-Infektion erhöhen kann. (kreiszeitung.de-Montage) © Sebastian Gollnow/Wolfgang Kumm/dpa

Forscher aus München haben herausgefunden, dass das Risiko einer Corona-Infektion durch starken Pollenflug steigt. Davon betroffen sind auch Menschen ohne Allergien.

München – Die kalte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu, der Frühling naht und die Corona-Infektionen sollten eigentlich wieder zurückgehen. Eigenntlich. Denn mit dem einsetzenden Frühling ist jedoch oftmals auch ein starker Pollenflug verbunden, der vor allem Allergiker vor große Herausforderungen stellt. Gewarnt seien sollten jedoch auch die Menschen in Deutschland, die frei von Allergien sind. Denn Forscher aus München wollen nun herausgefunden haben, dass starker Pollenflug tatsächlich das Risiko einer Corona-Infektion erhöht. Doch wie kann das überhaupt sein?

Corona-Infektion: Risiko kann durch starken Pollenflug steigen – Ergebnis von Forschern aus München

Wie die „WAZ“ berichtet, hätte ein internationales Team von Forschenden unter der Leitung der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München die Beobachtung gemacht, dass ein der zunehmende Pollenflug das Risiko einer Ansteckung mit einer Corona-Infektion erhöht. Ihre These: Die Corona-Infektionszahlen steigen an, wenn vielen Pollen die Außenluft belasten.

Hiervon seien vor allem die Orte betroffen, an denen es keinen Lockdown gibt. Schon eine Erhöhung der Pollenzahl pro Kubikmeter Luft um 100 lasse die Rate an Corona-Infektionen durchschnittlich um vier Prozent ansteigen. Es heißt, dass in einigen deutschen Innenstädten zeitweise sogar 500 Pollen pro Kubikmeter gemessen wurden. Und laut der Studie seien die Infektionsraten dort um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Starker Pollenflug erhöht Risiko einer Corona-Infektion: Orte ohne Lockdown stark davon betroffen

Demgegenüber würden Gebiete stehen, in denen Lockdown-Regelungen galten. Dort hätte sich nämlich die durchschnittliche Zahl der Corona-Infektionen bei einer vergleichbaren Pollenkonzentration halbiert. Zu der Corona-Studie ist Folgendes zu wissen: Es wurden Daten zu Pollenbelastung und Sars-CoV-2-Infektionsraten aus 130 Regionen in 31 Ländern auf fünf Kontinenten analysiert.

Für die wissenschaftlichen Erhebungen des Zusammenhangs zwischen steigenden Corona-Infektionen und Pollenflug wurden dabei auch demografische Faktoren sowie Umweltbedingungen berücksichtigt. Als Beispiele sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bevölkerungsdichte, aber auch die Ausprägung des Lockdowns zu nennen. Dem Zufall sollte auf diesem Wege so gut wie keine Chance gegeben werden.

Warum erhöht Pollenflug das Risiko einer Corona-Infektion? Virenabwehr kann nicht mehr hochgefahren werden

Wie aber lässt sich der Zusammenhang zwischen dem erhöhten Risiko einer Corona-Infektion und dem Anstieg von Pollen in der Luft erklären? Die Forscher verweisen auf fliegende Pollen, auf die das Immunsystem beim gleichzeitigen Einatmen dieser Pollen reagieren würde. Selbiges gelte für Viren in abgeschwächter Form auf Erreger in den Atemwegen. 

Im nächsten Schritt würden infizierte Zellen unter anderem weniger antivirale Interferone produzieren. Hiermit sind Signalproteine gemeint, die benachbarte Zellen dazu aufrufen, ihre Virenabwehr hochzufahren. Darüber hinaus wird bei einer Virusinfektion eine Entzündungsreaktion ausgelöst. Diese soll bei der Abwehr der Viren helfen. Werden jedoch bereits Pollen und eben auch Viren eingeatmet, fällt die Abwehr schwächer aus.

Corona-Infektion: Viele Pollen in der Luft führen zu mehr Atemwegserkrankungen – wodurch auch das Risiko einer Ansteckung steigt

Das lässt die Forscher der Studie Folgendes festhalten: Sind viele Pollen unterwegs, kann auch die Zahl der Atemwegserkrankungen steigen – und somit auch das Risiko einer Corona-Infektion. Ob Betroffene dabei Allergien gegen bestimmte Pollen haben oder eben nicht, spielt hierbei keine Rolle.

Dies heißt natürlich nicht, dass man nicht mehr vor die Türe treten sollte, um beispielsweise Einkäufe in noch mit der Maskenpflicht ringenden Discountern und Supermärkten zu tätigen. Vorsicht ist aber, wie im Grunde seit Beginn der Pandemie im März 2020, immer noch geboten. Schließlich sorgt die Omikron-Variante für eine Vielzahl an Corona-Infektionen und lässt die Inzidenzen und Zahl an Toten bundesweit in nie für mögliche gehaltene Höhen schießen.

Symtome bei einer Omikron-Infektion können anders ausfallen als bei Omikron-Unterform BA.2

Wer also klassische Symptome einer Omikron-Infektion verspürt, sollte diese lieber nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern sich mit entsprechenden Corona-Tests vergewissern. Das gilt erst recht für eine mögliche Infektion mit der Omikron-Unterform BA.2, über deren Symptome und Inkubationszeit bis dato wenig bekannt ist.

Und als wäre das noch nicht genug, verweisen Forscher aus den USA auf ein mögliches, neues Omikron-Symptom, das auf eine Corona-Infektion hindeuten könnte. Hiervon seien vor allem Kleinkinder, die jünger als zwei Jahre alt sind, betroffen.

Entlastungspaket 2022: Ampel beschließt Tank-Rabatt, Kinderbonus, 9-Euro-Monatsticket und andere Maßnahmen

Indes reagiert die Politik aber auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die gesamte Gesellschaft. Die Ampelkoalition hat das Entlastungspaket 2022 beschlossen, mit denen Verbrauchern finanziell unter die Arme gegriffen werden soll. Dies äußert sich konkret in fünf Maßnahmen, die jedoch alle noch umgesetzt werden müssen und jeweils ein konkretes Datum benötigen, an dem etwas umgesetzt oder ausgezahlt wird.

Die Spitzen der Grünen, SPD und FDP haben sich kollektiv auf den bereits von Finanzminister Christian Lindner forcierten Tank-Rabatt, einen Kinderbonus für Familien, eine Energiepreispauschale, das 9-Euro-Monatsticket sowie einen Zuschuss für Hartz-IV-Empfänger geeinigt. Offene Fragen und Kritik gibt es vielerorts dennoch, beispielsweise müsse der spezielle ÖPNV-Rabatt für Bus und Bahn noch hinsichtlich ihres genauen Nutzens überprüft werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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