Campingplätze im Norden

Pfingsturlaub trotz Corona: Hier sind Camper gerne gesehen!

Im Norden dürfen manche Campingplätze zu Pfingsten öffnen. Welche jetzt geöffnet haben und zu welchen Bedingungen: Der Überblick aus Norddeutschland

Hannover – Lange haben Betreiberinnen und Betreiber von Campingplätzen auf eine Öffnung zu Pfingsten* gehofft, nun bringt die neue Corona-Verordnung der niedersächsischen Landesregierung Sicherheit*: Die Campingplätze in Niedersachsen dürfen öffnen - unter einigen Voraussetzungen.

Ab dem 17. Mai könnten auch in Schleswig-Holstein neue Lockerungsschritte in Kraft treten. Anders sieht es zurzeit in Mecklenburg-Vorpommern, wo allerdings am Dienstag, 11. Mai die ersten Corona-Lockerungen angekündigt werden könnten.

Campen in Niedersachsen: Tourismus wieder möglich

Wesentlich für die Öffnung des Tourismus in Niedersachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz. Liegt ein Campingplatz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mit einer Corona-Inzidenz unter 100, dann darf dieser geöffnet werden.

Doch auch andere Faktoren spielen bei der Öffnung von Campingplätzen in Niedersachsen eine Rolle*. So ist es Voraussetzung, dass nur Menschen mit einem erst oder zweit Wohnsitz in Niedersachsen auch im Land Urlaub machen dürfen. Auf Campingplätzen müssen Gäste zudem entweder gegen Corona geimpft sein, die Krankheit durchlaufen haben oder einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Zurück auf die Campingplätze? Nicht in allen Nord-Bundesländern ist Camping wieder erlaubt.

Bei einem längeren Urlaub müssen Camper zu Beginn einen negativen Corona-Test vorweisen können und mindestens zweimal pro Woche einen neuen Test machen. Ein Selbsttest sei nur dann zulässig, wenn dieser unter Aufsicht gemacht wird. Wenn alle Bedingungen gegeben sind, dann dürfen Campingplätze in Niedersachsen laut der neuen Verordnung öffnen, jedoch nur mit einer maximalen Gäste-Kapazität von 60 Prozent. Ab Ende Mai sei es laut Regierung wieder denkbar, dass auch Gäste außerhalb von Niedersachsen im Land Urlaub machen dürften.

Schleswig-Holstein öffnet Mitte Mai

In Schleswig-Holstein hingegen ist die Campingplatz-Situation noch anders. Dennoch ist das Öffnen von Camping nicht flächendeckend verboten, denn das Land hat die Modellprojekte ins Leben gerufen. Dazu gehören Nordfriesland, die Schleiregion, Eckernförde, Sylt, Lübecker Bucht* und Büsum. Büsum startete sein Modellprojekt am Montag, 10. Mai*. Wenn die Corona-Inzidenz in diesen Regionen stabil unter 100 bleibt, dann können Gäste, die geimpft oder genesen sind oder einen frischen negativen Corona-Test vorlegen können, in Schleswig-Holstein campen gehen.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Campingplätze in Niedersachsen wieder öffnen.

Ab dem 17. Mai wolle die Landesregierung eine Verordnung auf den Weg bringen, in der dann auch wieder flächendeckend Tourismus möglich sein soll - somit auch auf Campingplätzen.

Sowohl in Niedersachsen als auch in Schleswig-Holstein gelten zudem Sonderrechte für Dauercamper. Ausgenommen vom Camping-Verbot bei zu hoher Inzidenz sind Übernachtungen auf Parzellen auf Campingplätzen oder auf Bootsliegeplätzen, die ganzjährig oder für die Dauer einer Saison vermietet sind. Auch in Schleswig-Holstein gilt das Beherbergungsverbot bei Dauermietverhältnissen von mindestens fünf Monaten nicht.

Kein Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gelten strengere Regeln. Auch Dauercamper dürfen nicht auf die Campingplätze im Land. Wer seinen Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern hat, darf nach Angaben des Landes-Campingverbandes nur tagsüber auf die Plätze, übernachten ist verboten.

Auch Modellprojekte oder Inzidenz-abhängige Öffnungen gelten im Land derzeit nicht. Branchenvertreter fordern von der Landesregierung eine konkrete Öffnungsperspektive für den Tourismus: „Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Tagen Boden verloren“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, am Montag. * Kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Martin Schutt

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