Ticker zur Pressekonferenz

Corona-Impfung in Niedersachsen: Regierung stellt Konzept vor - Das ist geplant

Bald könnte es in Deutschland eine zugelassene Corona-Impfung geben. Niedersachsen hat heute seine Impfstrategie vorgestellt. Das ist geplant.

  • Corona: Die Zulassung einer Corona-Impfung rückt näher.
  • Das Land Niedersachsen will unter anderem Impfzentren einrichten.
  • Die Landesregierung hat das Impf-Konzept in einer Pressekonferenz vorgestellt.

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+++ 11.44 Uhr: Die Niedersächsische Landesregierung hat heute, Donnerstag (19.11.2020) die Vorbereitungen des Landes für eine Corona-Impfung vorgestellt. Die Impf-Strategie umfasst bis zu 60 Impfzentren, die in ganz Niedersachsen verteilt errichtet werden sollen. Grund für die Vorbereitungen sind vielversprechende Entwicklungen bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Der Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer soll kurz vor der Zulassung stehen.

„Darauf wollen und darauf werden wir in Niedersachsen vorbereitet sein. Damit wir flächendeckend mit den Impfungen gegen die Covid-Erkrankung starten können, sobald erste Lieferungen eines Impfstoffs eintreffen, werden wir in enger Kooperation mit den Landkreisen und kreisfreien Städten im ganzen Land bis zu 60 Impfzentren aufbauen“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) während der Pressekonferenz.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Das ist geplant

„Wir wollen das vor Ort mit Impfzentren und mobilen Teams in der Verantwortung der Kommunen absichern. Dafür sollen auch Personal und Ressourcen des Katastrophenschutzes genutzt werden. Besonderer Dank gilt daher den Kreisen, Städten und Hilfsorganisationen, die Ihre Unterstützung zugesagt haben und die Hauptlast vor Ort tragen werden“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Ein Corona-Impfstoff könnte bald zugelassen werden: Das Land Niedersachsen ist vorbereitet und hat eine Impfstrategie vorgestellt.

Das Impf-Strategie des Landes Niedersachsen umfasst unter anderem folgende Punkte:

  • Bis zu 60 Impfzentren, die jeweils für etwa 150.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zuständig sein sollen.
  • Auch mobile Impf-Teams sollen aufgebaut werden. Diese sollen Impfung von besonders gefährdeten Personen im Bereich der Gemeinschaftseinrichtungen durchführen.
  • Priorisierung von Personengruppen: Zuerst geimpft werden, sollen Gruppen, die laut der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) priorisiert werden sollen. Die Empfehlung der Stiko steht noch aus.
  • Die Standorte der Impfzentren sollen gut für Bürgerinnen und Bürger erreichbar und eine stabile Internetverbindung haben, um die Terminbuchungen organisieren zu können.
  • Termin für Impfungen bekommen: Geplant ist einheitliches zentrales Terminmanagement. Terminbuchungen sollen online, per Bürgertelefon und Bürgerservice möglich sein.
  • Für die Impfkampagne soll eine zentrale Leitung aufgebaut werden. Die Impfzentren sollen auf der Ortsebene im Auftrag des Landes errichtet und betrieben werden.
  • Die Kosten für die Impfzentren trägt das Land.
  • Das ärztliche Impfpersonal wird das Land in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung übernehmen, ebenso die Verteilung des Impfstoffs.
  • Hausärzte/ambulantes Regelsystem: Die Corona-Impfungen sollen so schnell wie irgend möglich von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte durchgeführt werden.
  • Dokumentation des Impfverlaufs, um mögliche Nebenwirkungen der Impfstoffe zu erkennen.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Regierung stellt Konzept in Pressekonferenz vor

+++ 10.42 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ 10.37 Uhr: Wie viele Dosen der Corona-Impfung in Niedersachsen zur Verfügung stehen werden, könne jetzt noch nicht gesagt werden, sagt Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Es werde hoffentlich mehr als einen Impfstoff geben, der nicht stark gekühlt werden müsse. Der Biontech/Pfizer-Impfstoff ist der Impfstoff, der bei minus 70 Grad gekühlt werden müsse. Das sei eine logistische Herausforderung.

+++ 10.34: Es soll eine digitale Terminplanung für die Corona-Impfzentren geben. Jedoch soll es auch möglich sein, über Bürgertelefone einen Termin für eine Corona-Impfung zu bekommen. Die Mehrzahl der Personen solle sich in der Nähe des Wohnortes und in dem entsprechenden Bundesland impfen lassen, sagt Reimann.

+++ 10.33 Uhr: Der Studien-Fortschritt für Corona-Impfungen werde derzeit ständig an die entsprechenden Zulassungsbehörden übermittelt, das Beschleunige die Zulassung. Es würden jedoch keine Schritte ausgelassen, betont Reimann. Der Impfstoff sei sehr schnell entwickelt worden, das habe man so vorher noch nie gemacht. Daher brauche man auch einen „controlling mechanism“, also einen Kontrollmechanismus, um mögliche Nebenwirkungen zu dokumentieren und schnell erkennen zu können. „Es wird keine Impfpflicht geben“, betont Reimann. Sie gehe jedoch davon aus, dass viele eine Impfung in Anspruch nehmen würden.

+++ 10.29 Uhr: Wer zuerst geimpft wird, empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko), sagt Reimann. Die Stiko müsse noch eine Empfehlung für die Corona-Impfung vorlegen. Diese solle dann die Maßgabe darstellen, aufgrund derer die Impfung in allen Bundesländern durchgeführt werde.

+++ 10.22 Uhr: Wann sollen Impfzentren verfügbar sein? Anfang des Jahres sei sehr früh, sagt Reimann. Am Anfang würden voraussichtlich vor allem mobile Teams zum Einsatz kommen, sagt Reimann.

+++ 10.21 Uhr: In vielen Fällen impfe nicht der Arzt selbst, sondern die Praxisassistenz, sagt Reimann. Daher sei es auf jeden Fall denkbar, dass dies auch bei der Corona-Impfung möglich sei. Das Personal müsse geschult sein. Zudem müsse immer ein Gespräch mit einem Arzt möglich sein.

Carola Reimann (SPD), Gesundheitsministerin Niedersachsen, und Boris Pistorius (SPD), Innenminister Niedersachsen, informieren über die Vorbereitungen auf die Corona-Impfung in Niedersachsen.

+++ 10.20 Uhr: Die Impfzentren sollen eine Brückenfunktion haben, sie sollten das Regelsystem nicht ersetzen, sagt Reimann. Man sei in einer besonderen Situation. Es gebe einen „rolling review“ für Impfstoffe, jedoch noch keinen zugelassenen Impfstoff. Wenn es viele zugelassene Impfstoffe gebe, die bei normalen Kühlschrank-Temperaturen gelagert werden könnten, dann könne man auch wieder in Arztpraxen impfen. Wenn es sich um Impfstoffe handele, die stark gekühlt werden müssten, dann seien die Impfzentren sehr wichtig.

+++ 10.16: Wann es konkret losgehen werde, könne heute noch niemand sagen, sagt Reimann. Jetzt gehe es darum, vorbereitet zu sein.

+++ 10.15 Uhr: „Die Herden-Immunität bedeute, 60 Prozent der Bevölkerung zu impfen“, sagt Reimann. Das sei ein entferntes Ziel. Jetzt werde geplant in allen Landkreisen überhaupt impfen zu können. Der Impfstoff muss bei minus 70 Grad transportiert werden, erklärt Reimann. Dafür brauche man zunächst geeignete Transportmöglichkeiten. Die knappste Ressource ist das Personal, sagt Reimann. Man wisse derzeit noch nicht, wie hoch die verfügbare Menge des Impfstoffes sein werde. Man wolle jedoch auf alles vorbereitet sein. Es werde wohl zunächst ein Fokus auf vulnerable Gruppen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen liegen.

+++ 10.09 Uhr: „Wir werden alles tun, um die Gegebenheiten zu schaffen, sofern sie nicht vorliegen“, sagt Pistorius. Das Land werde die Kommunen unterstützten. Man stehe in sehr engem Austausch mit den Kommunen, sagt Reimann. Diese sei so eng, wie sie es sonst kaum erlebt habe. In den meisten Fällen habe die Bewältigung der Aufgaben durch die Kommunen und Gesundheitsämter gut geklappt.

+++ 10.07 Uhr: Das Land wird die Kosten übernehmen, bestätigt Pistorius eine Nachfrage. Es werden Fragen von Journalisten beantwortet.

+++ 10.06 Uhr: „Wir können keine Ärzte hervorzaubern“, sagt Meyer. Es werde auch schwer werden, impfbefähigtes Personal zu finden. Der Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen würden für die Umsetzung gebraucht.

+++ 10.01: Der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT) Hubert Meyer hat das Wort. „Jetzt kommt eine neue Komponente dazu“, sagt Meyer über Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus. Die unteren Katastrophenschutzbehörden würden jetzt ins Bild rücken. Seit Freitag seien ihm Grundzüge des Konzeptes bekannt. „Es handelt sich um ein Ereignis landesweiter Tragweite“, sagt Meyer.

+++ 9.59 Uhr: „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Pistorius. Bis zu 60 Impfzentren seien geplant, die Zahl könne jedoch während der Planung angepasst werden. „Schritt für Schritt werden wir uns unsere Normalität zurückholen“, sagt Pistorius mit Blick auf das kommende Jahr.

+++ 9.56 Uhr: „Es handelt sich um eine Marathon-Aufgabe“, sagt Pistorius. Es sollen mobile Impf-Teams eingesetzt werden. Für nicht mobile Personen solle es Transportmöglichkeiten zu Impfzentren geben. „Wirr bemühen uns, an alle Bevölkerungsgruppen zu denken.“ Heute könnte mit der konkreten Planung der Impfzentren begonnen werden. Das Land kümmere sich um die Logistik und die zentrale Terminplanung. Zudem übernehme das Land die kosten für die Impfzentren. Man setzte auf die Ortskenntnis und Problemlösungsfähigkeit der Kommunen.

+++ 9.54 Uhr: Man werde alle verfügbaren Ressourcen nutzen müssen. Es brauche eine zentrale Leitung für die Impfstrategie, sagt Pistorius.

+++ 9.53 Uhr: Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat das Wort.

+++ 9.50 Uhr: Es werde zunächst nur eine geringe Menge an Impfdosen geben. Risikogruppen werden bevorzugt, so Reimann. Die Covid-Impfung sollte so schnell wie möglich von Hausärzten durchgeführt werden können. Die Impfzentren solle eine Art Überbrückungs-Funktion darstellen. Die Dokumentation des Impfverlaufes im ganzen Bundesgebiets müsse gewährleistet werden.

+++ 9.49 Uhr: Das Land Niedersachsen werde die Kosten übernehmen, sagt Reimann. Man werde eng mit den Landkreisen zusammenarbeiten. Geplant sind 60 Impfzentren in Niedersachsen. Das Land plant ein einheitliches zentrales Terminmanagement, um Impfungen zu koordinieren, sagt Reimann.

+++ 9.47 Uhr: Vor uns liegen harte Winter-Wochen, sagt Reimann . Von unterschiedlichen Impfstoff-Herstellern habe es positive Nachrichten gegeben, was die Zulassung eines Impfstoffes angehe. „Darauf werden wir in Niedersachsen vorbereitet sein“, sagt Reimann. Man wolle flächendeckend Impfungen anbieten können. Die Vorbereitungen seien in den vergangenen Wochen massiv vorangetrieben worden.

+++ 9.46 Uhr: Die Pressekonferenz hat begonnen. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und Innenminister Boris Pistorius (SPD) stellen die Impfstrategie des Landes Niedersachsen in Hannover vor. Carola Reimann hat das Wort.

Erstmeldung vom Mittwoch, 19.11.2020: Göttingen - Die Suche nach einem Corona-Impfstoff läuft weltweit auf Hochtouren. Noch ist kein Impfstoff zugelassen, doch das könnte sich bald ändern. Um darauf vorbereitet zu sein, hat das Land Niedersachsen eine Impfstrategie entwickelt. Diese stellen Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag ab 9.45 Uhr in Hannover vor.

Ein wichtiger Teil der Impfstrategie ist wohl das Einrichten von Impfzentren in Niedersachsen. Neben den zentralen Impfmöglichkeiten in den Landkreisen und großen Städten sollen auch mobile Teams aufgebaut werden, die etwa die Bewohner von Heimen gegen das Coronavirus impfen. Vorbereitet werden muss auch der Transport und die Lagerung der Impfstoffe. Bundesweit soll es 60 Logistikstandorte geben.

Corona in Niedersachsen: Impfung soll zuerst für Risikogruppen verfügbar sein

Zwar sollen breite Bevölkerungsgruppen gegen das Coronavirus geimpft werden, sobald ein Impfstoff verfügbar ist. Da dieser am Anfang jedoch wohl nicht für alle Menschen reichen wird, muss priorisiert werden. Zuerst sollen in Niedersachsen Menschen mit Vorerkrankungen etwa der Lungen oder der Bronchien geimpft werden, Ältere und Beschäftigte in besonders wichtigen Berufen - etwa Ärzte, Pfleger, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher.

Für die Impfzentren in Niedersachsen ist nach den Plänen eine große Zahl an Ärzten nötig. Noch ist allerdings kein Impfstoff zugelassen. Experten rechnen mit der Zulassung um die Jahreswende. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht von einer flächendeckenden Bereitstellung von Impfstoff im Sommer 2021 aus. Die Bundesregierung hat immer wieder betont, dass es keine Impfpflicht geben werde. (Sarah Neumeyer mit dpa)

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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