Chaos an Flughäfen - Verdi lässt Bodenpersonal streiken

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Wer heute am Münchner oder Nürnberger Flughafen abheben will, muss mit Verspätungen rechnen.

München/Nürnberg - Wer heute am Münchner oder Nürnberger Flughafen abheben will, muss mit Verspätungen rechnen. Verdi hat das Bodenpersonal zum Streik aufgerufen. In München mussten bereits fünf Flüge annuliert werden.

Wegen Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben Flugzeuge am Flughafen München am Dienstagmorgen nicht abheben können. Etwa 120 Mitarbeiter in der Flugzeug-Abfertigung der Flughafen München GmbH legten mit Beginn der Frühschicht um 3.30 Uhr die Arbeit nieder.

Bis 6 Uhr wurden daher fünf Flüge von München aus annulliert, teilte ein Sprecher des Flughafens mit. Laut einem Vertreter von Verdi Bayern sind bei der Flughafen GmbH rund 4500 Menschen beschäftigt, davon 1900 in der Abfertigung.

Sie sind bis 12 Uhr zum Streik aufgerufen. Ob weitere Flüge verspätet starten oder ganz gestrichen werden müssen, blieb zunächst unklar.

Am Flughafen Nürnberg sollen die Beschäftigten der Flughafen Nürnberg GmbH und der AirPart GmbH zwischen 6 und 8 Uhr streiken. Auch die Feuerwehr beteiligt sich an dem Streik.

Verdi rechnet dort mit bis zu 150 Streikenden - die meisten arbeiten ebenfalls in der Abfertigung oder beim Bodenpersonal. Unter den Verwaltungsangestellten rechnet ein Verdi-Sprecher mit einer niedrigeren Beteiligung.

Diese Posten seien aber auch nicht entscheidend für die reibungslose Abwicklung des Flugverkehrs.

Einen Tag vor dem Start der nächsten Runde in den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst machen die Gewerkschaften damit weiter Druck auf die Arbeitgeber.

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst fünf Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber halten diese Forderung für zu hoch. In der vergangenen Woche waren die Verhandlungen ergebnislos vertagt worden.

Die Verhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gehen an diesem Mittwoch in Potsdam weiter. Während der neuen Verhandlungen soll es zunächst keine weiteren Aktionen geben.

dpa

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