Busunglück: Unfallursache noch unklar

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Nach dem schweren Busunglück hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Berlin - Am Tag nach dem schweren Unfall eines polnischen Reisebusses bei Berlin mit 13 Toten ist die Ursache noch unklar. Zahlreiche Verletzte schweben weiter in Lebensgefahr.

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Zum Gedenken an die 13 Toten des schweren Busunglücks in Brandenburg wehen die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden des Landes an diesem Montag auf Halbmast. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat die Trauerbeflaggung angeordnet. Am Sonntag war ein polnischer Reisebus auf der Autobahn A 10 südlich von Berlin gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Der Zustand von vier lebensgefährlich Verletzten ist weiterhin sehr ernst. In anderen Berichten ist von acht Menschen in Lebensgefahr die Rede. Drei von ihnen liegen nach Angaben der polnischen Gesundheitsministerin Ewa Kopacz im künstlichen Koma. Sechs Leichtverletzte kehrten indes in ihre polnische Heimat zurück.

Bilder vom Unfallort

Schweres Busunglück nahe Berlin: Viele Tote

Am Morgen trafen mehrere Bussen mit Angehörigen der verunglückten polnischen Forstarbeiter und ihrer Familien aus dem westpommerschen Zlocieniec in Brandenburg ein. Sie werden nach Polizeiangaben zunächst in Königs Wusterhausen selbst von Ärzten psychologisch betreut, bevor sie dann zu ihren verletzten Angehörigen in die verschiedenen Krankenhäuser gebracht werden. Für die Betreuung der Angehörigen wurde eine Arbeitsgruppe der brandenburgischen Landesregierung gebildet.

Platzeck hatte bereits am Sonntag gemeinsam mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk Verletzte in einem Berliner Krankenhaus besucht. Der brandenburgische Regierungschef hatte sich erschüttert über eines der schwersten Busunglücke im Land geäußert. Zu dem Unfall war es gekommen, als ein Auto auf der A10 in den Bus fuhr. Daraufhin prallte der polnische Reisebus mit 49 Insassen am Schönefelder Kreuz gegen einen Brückenpfeiler. Die 37 Jahre alte Fahrerin des Wagens wurde ebenfalls schwer verletzt. Neben den 13 Toten gibt es insgesamt 18 Schwerverletzte.

Der polnische Reisebus kam aus Barcelona, die polnischen Insassen waren auf dem Rückweg von einem Spanien-Urlaub. Der genaue Unfallhergang muss laut Polizei noch geklärt werden. Der Bus soll in einem guten Zustand gewesen sein. Die Busse des Unternehmens seien für den internationalen Reiseverkehr zertifiziert. Zudem seien zwei Busfahrer abwechselnd im Einsatz gewesen, hieß es von Seiten des Busunternehmens.

dpa

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