Urteil

Brustimplantat ist kein Hindernis für Polizeidienst

Berlin - Frauen mit Brustimplantaten sind im Polizeidienst nicht mehr gefährdet als ohne. Ein Gericht urteilte deshalb, dass falsche Brüste kein Grund seien, Frauen ihren Berufswunsch zu verwehren.

Auch junge Frauen mit Brustimplantaten dürfen einer Gerichtsentscheidung zufolge Polizistinnen werden. Typische Polizeieinsätze und das Tragen von Schutzwesten gefährdeten Frauen mit Brustimplantaten nicht höher als Bewerberinnen ohne Implantate, entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil. (Az. VG 7 K 117.13)

Dem Gericht zufolge ist es "nicht überwiegend wahrscheinlich", dass die Brustimplantate der Bewerberin zu "einer Frühpensionierung oder langen Erkrankungszeiten" führen. Solche Folgen seien aber laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Voraussetzung dafür, dass Bewerbungen wegen "gesundheitlicher Nichteignung" abgelehnt werden dürften.

Die Klägerin hatte sich 2012 bei der Polizei beworben. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falles ließ das Gericht eine Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht zu.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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