Bruder in Trockner gesteckt: Dreijähriger stirbt

Kayhude - Jeden Tag ihres Lebens waren Franz und Paul für einander da, obwohl sie noch nicht einmal vier Jahre alt waren. Ein unfassbares Unglück hat die Zwillinge aus Kayhude (Schleswig-Holstein) getrennt.

Der Tod eines kleinen Jungen in einem Wäschetrockner stellt Polizei und Staatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein vor Rätsel. Auch drei Tage nach der Tragödie in Kayhude nahe Segeberg ist unklar, was genau passiert ist. Der 42 Jahre alte Vater hatte seinen dreieinhalb Jahre alten Sohn am Freitagabend tot im Wäschetrockner im Hauswirtschaftsraum gefunden. Verschiedene Medien berichteten, der Junge sei beim Spielen mit seinem Zwillingsbruder in die Trommel geklettert und sein Bruder habe den Trockner angeschaltet.

Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern. Der Leichnam des Kindes solle jetzt in der Kieler Rechtsmedizin obduziert werden, teilten die Polizeidirektion Bad Segeberg und die Staatsanwaltschaft Kiel am Montag mit. Der Vater war zum Zeitpunkt des Unglücks allein mit den Kindern im Haus gewesen. Als die Mutter heim kam, erlitt sie einen Schock. Die Ermittler müssen auch klären, ob der Vater möglicherweise seine Aufsichtspflicht gegenüber seinen Zwillingen vernachlässigt hat.

dpa

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