Bremer Polizei empört

Drama am Badesee: Junge ertrinkt vor den Augen von hunderten Schaulustigen - Polizei nennt skandalöse Details

Badedrama in Bremen: 15-Jähriger ertrinkt am Achterdieksee.
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Badedrama in Bremen: 15-Jähriger ertrinkt am Achterdieksee.

Einsatzkräfte versuchten alles, um das Leben des 15-Jährigen zu retten - vergebens. Der Junge stirbt. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Schaulustige zücken Handys und knipsen Fotos.

Bremen - Ein 15-jähriger Junge ist in Bremen am Achterdieksee gestorben. Er sei am Montag (14. Juni) im Wasser untergegangen, sagte ein Polizeisprecher am Montag, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Der Junge sei dann zwar aus dem See herausgeholt worden, konnte aber von den Einsatzkräften nicht mehr reanimiert werden.

Bremen: Junge ertrinkt vor den Augen vor Schaulustigen

Die Polizei Bremen bestätigte mittlerweile den tödlichen Badeunfall am Achterdieksee in Oberneuland und hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Hunderte Schaulustige waren den Angaben einer Sprecherin der Polizeipressestelle vom Dienstagmorgen zufolge vor Ort gewesen und hatten den Vorfall beobachtet. Auch ein Rettungshubschrauber war demnach im Einsatz.

„Der Jugendliche schwamm im See und konnte sich auf einmal nicht mehr an der Wasseroberfläche halten. Helfer versuchten vergeblich, ihn aus dem Wasser zu retten“, teilt die Polizei mit. Mehrere Badegäste sollen dann nach dem Jungen gesucht haben. Ein Zeuge entdeckte den 15-Jährigen schließlich und Taucher der Feuerwehr zogen ihn aus dem Wasser. Wiederbelebungsversuche verliefen dann ohne Erfolg.

Bremer Drama am Badesee - 200 Schaulustige behindern Rettungs- und Einsatzkräfte

Etwa 150 bis 200 Schaulustige versperrten, laut Polizei, den Rettungs- und Einsatzkräften anfangs den Weg. Während der Reanimation haben zunächst Helfer sowie Badegäste mit Handtüchern und Decken die Maßnahmen abgeschirmt. Schaulustige hätten trotzdem weiter mit Handy Fotos und Videos von dem Erste-Hilfe-Einsatz gemacht. Die Polizei habe erst Sichtschutzwände aufbauen und die Rettungsstelle absperren müssen, damit sich die umstehenden Leute entfernten.

Einer Augenzeugin zufolge soll der 15-Jährige in einer Gruppe von mehreren Jugendlichen um Hilfe gerufen haben und dann im Anschluss ertrunken sein, berichtet RTL. „Der Junge kam in Panik und hat geschrien“, erklärt sie demnach. Seine letzten Worte sollen ein Schrei um Hilfe gewesen sein.

Achterdieksee: Polizei mit Appell nach Bade-Drama in Bremen

Nach den Szenen richtet die Polizei einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung: „Wenn sie keine Zeugen sind oder erste Hilfe leisten, halten Sie sich bitte nicht unnötig lange an Unfallstellen auf und behindern Sie nicht die Arbeit der Einsatz- und Rettungskräfte.“ Das berichtet auch kreiszeitung.de*

Tragische Badeunfälle ereigneten sich am Wochenende: Ein zehnjähriges Mädchen ist vor Travemünde am Samstagnachmittag in der Ostsee ertrunken. In NRW ertrinkt ein Mann in einem See als eine Badeinsel kentert. (dpa, ml) *Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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