Corona-Pandemie

Biontech: Angepasster Omikron-Impfstoff ab März lieferbar

Biontech arbeitet an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante. Das Vakzin könnte schon bald verfügbar sein, vorausgesetzt, es wird schnell genehmigt.

Mainz – Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hat mit seinem amerikanischen Partner Pfizer begonnen, einen auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Impfstoff zu produzieren. In Anbetracht der zunehmenden Verbreitung der hochansteckenden Virus-Variante hatte auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zuletzt weitere Maßnahmen in den Raum gestellt. Die Politik reagiert und beschafft weitere Impfdosen, um die Impfkampagne zu beschleunigen – möglicherweise folgt bald auch der Biontech-Omikron-Impfstoff zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Name:Karl Lauterbach
Partei: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Amt:Gesundheitsminister

Biontech arbeitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie an einem Omikron-Impfstoff – schon im März könnte geliefert werden

Ein Impfstoff speziell gegen die Omikron-Variante, das versprechen das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-amerikanischer Partner Pfizer. Biontech-Chef Uğur Şahin erklärte im Rahmen der Gesundheitskonferenz einer US-Bank, Ende Januar würden klinische Studien mit dem Omikron-Impfstoff beginnen. Seiner Einschätzung nach sei Biontech anschließend bis zum März bereit, den Markt zu beliefern. Voraussetzung hierfür sind entsprechende behördliche Genehmigungen. Der Kampf gegen die Corona-Pandemie ist für Biontech ein gutes Geschäft.

Das Unternehmen Biontech arbeitet an einem Impfstoff gegen die Corona-Variante Omikron. (Symbolbild)

Die Omikron-Variante ist hoch ansteckend und verbreitet sich in erschreckendem Tempo. Der US-Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci hatte in diesem Kontext erklärt, „Omikron wird fast jeden finden“. Das Problem ist, dass aktuelle Impfstoffe gegen die Virus-Variante offensichtlich weniger wirksam sind. Fauci sagte, er vermute, auch viele Geimpfte würden sich infizieren, in den meisten Fällen dürfte das seiner Einschätzung nach allerdings eher selten zu Hospitalisierung und Todesfällen führen.

Corona-Pandemie: Ob der Omikron-Impfstoff von Biontech gebraucht wird, ist noch unklar

Bisher hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) nicht bekannt gegeben, ob sie einen Omikron-Impfstoff für nötig hält, der anders zusammengesetzt ist als das derzeitige Mittel. Der Pfizer-Chef Albert Bourla sagte, es sei unklar, ob das neue Mittel überhaupt gebraucht werde, trotzdem kündigte er die weitere Entwicklung auf eigenes Risiko an.

Uğur Şahin zeigt sich indes überzeugt von Biontechs neuem Impfstoff. Şahin sagte, er gehe davon aus, dass der neue Impfstoff auch die Immunreaktion gegen alle anderen bisher bekannten Virus-Varianten der Corona-Pandemie verstärken würde. Indes müssen Pflegekräfte in Niedersachsen jetzt über ihren Impfstatus informieren.

Pfizer-Chef Bourla stellte in Bezug auf mögliche Lieferungen klar „wir werden bereit sein“. Er sprach davon, bis Ende April bis zu 100 Millionen Dosen des neuen Omikron-Impfstoffs zur Verfügung stellen zu können. Die Unternehmen Pfizer und Biontech rechnen damit, in diesem Jahr weltweit bis zu vier Milliarden Impfdosen zu liefern. Was den weiteren Verlauf der Pandemie angeht, wagt auch Uğur Şahin keine Prognose: Es sei nicht vorherzusehen, welche Variante als Nächstes käme, so der Biontech-Chef. In Dänemark dominiert derweil ein neuer Subtyp der Omikron-Variante.

Bund organisiert weitere fünf Millionen Biontech-Dosen, um die Corona-Pandemie einzudämmen – möglicherweise bald auch Omikron-Impfstoff

Der Bund versucht die Corona-Pandemie durch eine beschleunigte Impfkampagne einzudämmen – mit oder ohne neuen Omikron-Impfstoff. Dafür beschaffte das Bundesgesundheitsministerium jetzt fünf Millionen zusätzliche Dosen des bereits bekannten Biontech-Vakzins. Aus dem Ministerium hieß es, die Dosen seien ab der Woche vom 24. Januar verfügbar.

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Die zusätzlichen Impfdosen stammen ursprünglich aus einem rumänischen Kontingent, das aktuell nicht benötigt wird. Die Bundesregierung hatte zuletzt das Ziel formuliert, bis Ende des ersten Monats 2022 etwa 30 Millionen weitere Impfungen durchzuführen. In Bremen und Niedersachsen soll dafür schon bald auch in Apotheken geimpft werden dürfen. Vorerst werden dabei die bekannten Vakzine verimpft, möglicherweise könnte jedoch in naher Zukunft auch das spezifische Omikron-Vakzin von Biontech dazukommen.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Laci Perenyi/imago images

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