Heißestes Pfingsten seit 50 Jahren

Behörde will Hitzewarnung auslösen

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Bis zu 34 Grad heiß soll es an Pfingsten werden.

Offenbach - Bis auf hochsommerliche Werte von 34 Grad treibt heiße Luft aus Süden die Temperaturen beim Pfingstfest. Dann wird das erste Mal in diesem Jahr das Hitzewarnsystem ausgelöst.

Deutschland steht das heißeste Pfingstfest seit mindestens 50 Jahren bevor. Luft aus Süden treibt die Temperaturen zwei Wochen vor dem kalendarischen Sommeranfang voraussichtlich auf bis zu 34 Grad. An den Feiertagen werde wohl zum ersten Mal in diesem Jahr das Hitzewarnsystem ausgelöst, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag. Pfingsten ist ein sogenanntes bewegliches Fest - der Termin ist immer sieben Wochen nach Ostern und kann im Mai oder Juni liegen.

An der Ostseite von Tief „Ela“ über dem Atlantik fließt ab Freitag Luft aus der Mittelmeerregion nach Mitteleuropa und trifft dort auf Hoch „Wolfgang“. In seinem Sonnenschein wird die Luft weiter aufgeheizt. „Sommerliche Südlage“ nennt DWD-Meteorologe Thomas Ruppert diese aktuellen Wetterbedingungen. Am Freitag klettern die Temperaturen schon bis 27 Grad am Oberrhein, am Samstag über 30 Grad, am Sonntag und Montag bis auf 34 Grad. Nur direkt an den Küsten ist es deutlich frischer.

Auch die Nächte bieten keine Abkühlung

Subjektiv wird es noch heißer: Die gefühlten Temperaturen können nach Angaben der Meteorologen deutlich über den gemessenen Werten liegen, wenn hohe Luftfeuchtigkeit und starke Sonneneinstrahlung herrschen. Wenn diese mit einem Klimamodell berechneten gefühlten Werte auf über 32 Grad steigen, warnt der DWD Gesundheitsministerien der Länder und Betreiber von Alten- und Pflegeheimen vor hoher Wärmebelastung, damit empfindliche Menschen geschützt werden können. Spätestens am Sonntag werde das in weiten Teilen Deutschlands eintreten, sagte Friedrich.

Auch die Nächte bieten keine rechte Abkühlung mehr. Ab Sonntag seien sogenannte Tropennächte zu erwarten, in denen es nicht kühler wird als 20 Grad. Derzeit seien rund 16 Sonnenstunden möglich, deshalb werde auch die UV-Belastung steigen. Mindestens Mittags sollten Schattenplätze aufgesucht werden.

Hoch „Wolfgang“ hält mit Sonne und Hitze aber nicht überall lange stand: Im Lauf des Pfingstwochenendes wird das Hoch nach Osten verdrängt, und im Norden und Westen Deutschlands bringen „Elas“ Ausläufer Schauer und Gewitter.

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dpa

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