Hitzige Debatte

H.P. Baxxter: „Finde Gendern zum Kotzen“ – Scooter-Frontmann mit klarer Haltung

Seit Jahren sorgt die Verwendung von gendergerechter Sprache im Alltag für hitzige Debatten. H.P. Baxxter hat eine klare Meinung: Er findet „Gendern zum Kotzen“.

Hamburg – Laut einer Studie unter den Radiohörern finden 76 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer in Hamburg das Gendern „nicht so wichtig“. Eine deutlich drastischere Meinung vertritt ein prominenter Hamburger, der bei „Radio Hamburg“ seinen Ärger mit unmissverständlichen Worten Ausdruck verleiht. „Gendern finde ich zum Kotzen“, so der Scooter-Frontmann. Der 57-Jährige nimmt also nicht nur in seinen Songs kein Blatt vor den Mund.

Band:Scooter
Herkunft:Hamburg (1993)
Erfolge:30 Millionen verkaufte Tonträger in über 50 Ländern
Alben:Jumping All Over the World, 10th Anniversay Concert u.v.m.

H.P. Baxxter: „Gendern ist eine „Verunglimpfung der Sprache“

In der Morningshow von „Radio Hamburg“ rechnet der Scooter Frontmann knallhart mit der gendergerechten Sprache ab: „Das ist für mich Idiotensprache“. Natürlich akzeptiere er Frauen, aber Gendern sei seiner Meinung nach „nur eine Verunglimpfung der Sprache“.

Darüber hinaus sage die Sprache „nichts weiter aus“, macht H.P. Baxxter, der 24hamburg.de kürzlich ein Exklusiv-Interview gegeben hatte, seinen Standpunkt deutlich. Die Forderung von Katharina Fegebank, die Gendersprache in Hamburger Behörden einzuführen, dürfte beim Scooter-Frontmann also nicht gerade auf Gegenliebe stoßen.

Dass Hans Peter Geerdes – so sein bürgerlicher Name – nicht der Einzige ist, der Probleme mit dem Gendern hat, zeigte zuletzt auch ein Vorfall an einer Uni, bei der ein Bremer Student aufgrund „chauvinistischer Sprache“ Notenabzug bekommen sollte*.

H.P. Baxxter: Scooter-Frontmann hat eine klare Meinung zum Gendern.

Nicht nur H.P. Baxxter übt Kritik: Gendergerechte Sprache sorgt für viel Gesprächsstoff

Die Sprache befindet sich im Wandel. Doch bisher sind offenbar nur wenige Menschen wirklich bereit, ihre Sprache auch im Alltag anzupassen: So geben bei einer aktuellen Online-Umfrage nur 14 Prozent ein klares Ja zur gendergerechten Sprache*.

Doch viele Umfragen zeichnen ein differenziertes Bild. Viele seien sich demnach schon bewusst, dass die Etablierung der gendergerechten Sprache wichtig ist. Schließlich könne man so eine korrekte Adressierung aller Geschlechter erreichen, ohne dass sich jemand ausgegrenzt fühle.

Dennoch wird eine Sprachanpassung häufig als übertrieben und komplex betrachtet. So auch in Frankreich, wo nun ein Gender-Verbot an Schulen* durchgesetzt wurde. Bis es also so weit ist und sich die gendergerechte im Alltag durchsetzt, könnte also noch eine Menge Zeit in das Land ziehen. *24hamburg.de, nordbuzz.de, kreiszeitung.de, merkur.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa und Gregor Bauernfeind/dpa

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