„Alpengirls" und "Heiße Kartoffeln"

Das ist der Bauernkalender 2014

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Bestellen kann man den Jungbauernkalender 2014 unter www.jungbauernkalender.de.

München - Kühe, Stall, Scheune, dazwischen hübsche Mädchen, leicht bekleidet: Bauernkalender liegen im Trend. Gerade ist der Jungbauernkalender 2014 in München vorgestellt worden.

"Jungbauernkalender“, „Alpengirls“, „Alpenboys“ oder „Heiße Kartoffel 2014“ mit attraktiven Kartoffelbäuerinnen: Bauernkalender kommen nicht nur auf dem Land gut an. Die Sehnsucht nach harmonischem Landleben gepaart mit Jugend und vorsichtiger Erotik - die Mischung scheint zu funktionieren.

Der Jungbauernkalender der bayerischen und österreichischen Jungbauernschaft - in limitierter und stets ausverkaufter Auflage - hat Kultcharakter. „Es ist ein Kalender für die Leute, die sich auch an den schönen und sinnlichen Seiten des Landlebens erfreuen“, sagt Brigitte Scholz vom Bayerischen Bauernverband.

Alle Laienmodels kommen aus Bauernfamilien. Sie habe zeigen wollen, „dass Bauern auch schöne Madel haben“, sagt die 21-jährige Kathrin aus Oberfranken. Die 23-jährige Anita aus Oberbayern machte mit, nachdem ihr Bruder sich unterm Weihnachtsbaum vergeblich auf den Jungbauernkalender gefreut hatte. Das Versprechen: Er bekomme einen - „spätestens wenn ich dabei bin“. Bei der 21-jährigen Eva-Maria aus der Oberpfalz kam der Vorschlag zur Teilnahme von der Mama. Jetzt seien alle „sehr stolz“ auf sie.

Die bayerischen Mädchen posieren unter dem Titel „LandLieben“ vergleichsweise züchtig vor Holzstapeln, Scheunen oder im Wald. Das Outfit würde auch am Strand durchgehen. Ziel sei jeweils „ein zartes Landfoto“ gewesen, sagt Fotograf Steve Haider. Die Österreicherinnen zeigen sich freizügiger - und auch mal mit blanken Busen.

Die Österreichische Jungbauernschaft hatte den Kalender 2001 als erste auf den Markt gebracht. „Das ist ein österreichischer Export“, sagt deren Obmann Stefan Kast. Die Nachbarn sind auch in Sachen Emanzipation voraus: Bei ihnen gibt's den Jungbauernkalender „men“. Bei der bayerischen Jungbauernschaft ist das bisher nicht geplant - zu wenig Bewerber, sagt Landesgeschäftsführer Marcus Rothbart.

Das Ziel allerdings ist gleich: Der Kalender sei ein „Zugpferd für landwirtschaftliche Themen“, sagt Rothbart. Für Kast ist er eine „Leistungsschau der Landwirtschaft“ und soll für regionale Produkte ebenso werben wie für den Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe.

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Der Kalender „Heiße Kartoffel“ - 2013 erstmals aufgelegt - soll 2014 in größerer Auflage erscheinen. „Die Models kommen alle aus der Landwirtschaft oder haben einen entsprechenden Bezug zur Kartoffel“, sagt Johann Graf, Geschäftsführer der Bayerischen Kartoffel GmbH. Was die Fotos genau zeigen, ist noch geheim. Sicher im Bild: Kartoffeln.

Kein Bauernverband steht hinter dem „Deutschen Bauernkalender“ aus der Schweiz. Die Magic Fox Media AG bietet mit „Alpengirls“ und „Alpenboys“ etwas für beide Geschlechter. Nächstes Jahr wollen die Schweizer expandieren: Nach Frankreich, Italien und in die Beneluxländer. „Viele sehnen sich nach den alten Zeiten“, sagt Nathalie Rehak vom Verwaltungsrat des Verlages. „Das Bäuerliche und Ländliche ist authentisch. Das ist noch richtig Arbeit - mit Körpereinsatz auf dem Feld und im Stall.“ Bei den Herren posieren auch durchtrainierte Models anstelle von Bauern.

dpa

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