16 Vorfälle in diesem Jahr

Nach tödlicher Explosion: BASF wehrt sich gegen Kritik

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Werksgelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen.

Mainz - Der Chemiekonzern BASF sieht auch angesichts des Explosionsunglücks in Ludwigshafen keine Mängel in der Sicherheit.

"Unsere Anlagen sind in einem zuverlässigen Zustand", sagte BASF-Werksleiter Uwe Liebelt heute bei einer gemeinsamen Sondersitzung dreier Ausschüsse des Landtags Rheinland-Pfalz in Mainz. Vorstandsmitglied Margret Suckale betonte, sowohl Inspektionen durch die Behörden als auch interne Kontrollen hätten ergeben, dass die Anlagen in einem zuverlässigen Zustand seien. 

Der Landeshafen Nord sei einschließlich der Rohrleitung, von der das Unglück offenbar ausging, turnusmäßig im September 2012 zuletzt inspiziert worden, sagte Suckale am Donnerstag in Ludwigshafen. Dabei habe es "keinerlei Beanstandung gegeben". Pro Jahr gebe es allein mehr als 300 Termine mit den Überwachungsbehörden vor Ort, darunter 160 angekündigte und unangekündigte Inspektionen.

"Dieser Standort hat in den letzten zehn Jahren eine Investitionswelle erlebt", so Liebelt. Er räumte ein, dass es in diesem Jahr mit 16 Vorfällen mehr als in den Vorjahren gegeben habe, wie zum Beispiel der Einsatz der Werksfeuerwehr, auch bei einem Fehlalarm. 

Das Unglück mit drei Toten und 30 Verletzten am Montag vergangener Woche geht nach vorläufiger Einschätzung der BASF auf einen Schnitt in einer Leitung neben einer leeren Propylenleitung zurück, die repariert wurde. Eine Trennscheibe beim Schnitt habe Funken erzeugt, sagte Liebelt. Dies könnte die Explosion ausgelöst haben. Als mutmaßlicher Verursacher gilt ein Mitarbeiter einer Fremdfirma. "Bei der Auswahl dieser Firmen gelten sehr hohe Standards", sagte der Werksleiter. Zu Umweltfolgen sagte er, eine Bodenbelastung sei wahrscheinlich, werde aber noch geprüft.

"Wir wollen verstehen, was genau passiert ist, was die Ursachen sind und welche Lehren daraus zu ziehen sind", sagte BASF-Vorstandschef Kurt Bock am Donnerstag. Sollten Fehler gemacht worden sein, werde der Konzern Konsequenzen ziehen

dpa/afp

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