Barmer-Krankenkasse

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Barmer-Krankenkasse

Update 26. Juli 2019: Der schlüpfrige Nacht-Tipp der Barmer-Krankenkasse schlägt hohe Wellen im Netz. Interessanterweise äußern sich auf Twitter auch einige Ärzte zu dem Vorschlag. Ein Psychotherapeut twitterte: „Witzig und nicht weniger moralisch als chemisches Schlafmittel!“ Dagegen sieht es eine Landärztin ganz anders: „Gute Güte, Barmer. Es weiß doch jeder, dass Frauen ‚danach‘ eher wach sind (evolutionstheoretisch Befruchtung bewachen usw. #isso) und die Männer pennen.“

Einige Kunden bohren nach: „Übernimmt die Barmer Sextoys?“ Ein anderer: „Ob man sich dieses Erotik-Spielzeug jetzt auch auf Rezept verschreiben lassen kann?“ Gemeint ist scheinbar der Vibrator, der auf dem Facebook-Beitrag der Krankenkasse abgelichtet ist. Doch hierauf hat Barmer bereits geantwortet - es gibt keine Kostenübernahme: „Bei der Anschaffung und Durchführung können wir nicht behilflich sein. Von uns kommt nur der Gesundheitstipp.“ 

Für manchen Kunden ist der Tipp jedoch keine Neuigkeit: „Und jetzt kommt die Barmer mit einer alten Volksweisheit daher“, meckert ein Twitter-User. Ein anderer Twitter-User findet den Vorschlag offenbar unanständig: „Sollte ich die Krankenkasse wechseln?“  

Wuppertal - Mit einer Masturbations-Empfehlung hat die Krankenkasse Barmer viel Aufmerksamkeit im Netz erzeugt. „Für pulsierende Nächte“, heißt es im Facebook-Auftritt der Ersatzkasse, die mit rund neun Millionen Versicherten zu den größten Krankenkassen Deutschlands zählt. 

Ein Foto zeigt ein Sex-Spielzeug, das Frauen zur Selbstbefriedigung dienen soll. „Wenn du mal wieder nicht schlafen kannst, dann leg einfach mal selbst Hand an oder hol dir ein Spielzeug dazu, dann kommt der Schlaf ganz von alleine“, heißt es dazu im Text. Spott blieb da nicht aus: „Da bekommt das Sommerloch eine ganz neue Bedeutung“, kommentierte etwa ein User. Schlaflose Nächte gibt es derzeit wegen der Hitze ohnehin.

Barmer-Empfehlung: Das war kein Scherz

In kurzer Zeit sammelten sich mehr als 1300 Kommentare unter dem Beitrag. Barmer-Sprecher Daniel Freudenreich bestätigte, dass es sich nicht um einen Fake handelt: „Es gibt immer noch Themen, die gerne verschwiegen werden, obwohl sie die allermeisten Menschen betreffen. Mit unserem Eintrag auf Facebook wollten wir mit einem Augenzwinkern auf eines dieser Themen hinweisen.“

Barmer beweist mit Reaktion Humor

Das Social-Media-Team der Barmer beantwortete derweil Fragen zur Kostenübernahme für das gezeigte Sex-Spielzeug: „Bei der Anschaffung und Durchführung können wir nicht behilflich sein. Von uns kommt nur der Gesundheitstipp.“ 

Das ist wahr: „Jeder hat sein Rezept, gesund zu bleiben“, wirbt das Hintergrundvideo auf Barmers Facebookseite. Enspannung liegt der Krankenkasse dabei wirklich am Herzen: So hat der Versicherer unter anderem einen Stresstest entwickelt.

Neue Leistung: Gesetzliche Krankenkassen werden zukünftig Bluttests auf Down-Syndrom übernehmen. Dafür hagelt es Kritik.

sam/dpa

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