Bahn-Chef entschuldigt sich für Hitzeausfälle

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Bahn-Chef Rüdiger Grube

Berlin - Kollabierte Jugendliche und Zugausfälle: Die Hitze hat bei der Deutschen Bahn zu teilweise dramatischen Ereignissen geführt. Bahn-Chef Grube entschuldigte sich für die “erheblichen Unannehmlichkeiten".

Nach dem Vorfall in einem ICE, in dem mehrere Schüler wegen einer ausgefallenen Klimaanlage zusammengebrochen waren, hat Bahnchef Rüdiger Grube sich persönlich bei der Schulleiterin entschuldigt. Grube habe am Sonntag zweimal mit der Schulleiterin Margret Peters und einmal mit einer der begleitenden Lehrerinnen telefoniert, um sich über die Details aus erster Hand zu informieren, sagte Bahn-Konzernsprecher Oliver Schumacher der Nachrichtenagentur dpa. “Herr Grube hat sich ausdrücklich entschuldigt und bedauert die Vorfälle sehr“, sagte der Sprecher.

An diesem Montag wolle er sich auch noch persönlich bei den vier Schülerinnen melden, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Am Samstag waren mehrere Schüler des St. Bernhard-Gymnasiums im rheinländischen Willich in einem überhitzten ICE von Berlin Richtung Köln zusammengebrochen, nachdem die Klimaanlage ausgefallen war. Die Deutsche Bahn bedauerte die Hitzeprobleme in ihren Zügen und bot den Betroffenen eine Entschädigung an. “Leider haben einzelne Fahrgäste durch die bedauernswerte Verkettung unglücklicher Umstände auch gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten. Dafür möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen“, erklärte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, am Sonntag. “Wir wollen diese Kunden für die erlittenen Unannehmlichkeiten entschädigen und bitten sie, sich bei uns zu melden.“

Die Bahn entschuldigte sich für die teilweise “erheblichen Unannehmlichkeiten“ für rund 1000 Fahrgäste durch den hitzebedingten Ausfall von drei ICE-Zügen am Samstag. Aufgrund “der extremen Außentemperaturen und des hohen Fahrgastaufkommens“ seien in drei ICE-Zügen auf dem Weg von Berlin nach Köln/Düsseldorf die Klimaanlagen ausgefallen, hieß es in der Pressemitteilung. Das Bordpersonal habe daraufhin in Absprache mit der Betriebszentrale die Züge in Hannover beziehungsweise in Bielefeld gestoppt.

Nach Angaben von Bahn-Sprecher Jürgen Kornmann mussten am Sonntag keine weiteren ICE wegen Überhitzung aus dem Verkehr gezogen werden. Die Ursachen seien noch unklar, die ausgefallenen Klimaanlagen würden repariert.

dpa

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