Babymord: Zigarettenkippe überführt Verdächtige

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Die Verdächtige im Waller Babymordfall vom Juni 2005 ist durch eine DNA-Spur an einer in einem gestohlenen Auto gefundenen Zigarettenkippe überführt worden.

Gifhorn - Die Verdächtige im Waller Babymordfall vom Juni 2005 ist durch eine DNA-Spur an einer in einem gestohlenen Auto gefundenen Zigarettenkippe überführt worden.

Die 35-Jährige aus Braunschweig gestand in ihrer Vernehmung, auch ein zweites Neugeborenes getötet zu haben, wie der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Gifhorn, Jürgen Schmidt, am Montag sagte. Gegenüber der Polizei gab sie an, die Beamten seien in dem Fall ein paar Tage zu spät gekommen.

Die Frau hatte am 26. April dieses Jahres ein weiteres Kind geboren. Die Schwangerschaft hatte sie, wie schon im ersten Fall, geheim gehalten. In beiden Fällen war sie von verheirateten Männern schwanger gewesen. Im jüngsten Fall gab sie an, das Kind in einer Wohnung in Braunschweig in einer Badewanne lebend zur Welt gebracht zu haben, dann aber ohnmächtig geworden zu sein. Nachdem sie wieder zu sich gekommen sei, sei das Kind tot gewesen. Sie warf das Neugeborene dann in einen Müllcontainer, wo es Beamte auch fanden.

Heiße Spur bei Ermittlungen zu Autodiebstahl

Die Ermittler waren der Frau auf die Spur gekommen, nachdem sie bei Ermittlungen zu einem Autodiebstahl Zigarettenkippen gefunden hatten, bei deren DNA es eine Übereinstimmung mit der an der Tüte mit dem toten Säugling und auch am Fundort der Babyleiche am See sichergestellten Zigarettenkippen gab.

Daraufhin überprüften die Beamten das Umfeld des Wagenbesitzers und stießen auf die Frau. Nachdem sich diese zunächst der Aufforderung zu einer Speichelprobe entzogen hatte und untergetaucht war, stellte sie sich am vergangenen Donnerstag der Polizei. Derzeit wird nach Polizeiangaben unter anderem ermittelt, ob es eventuell noch weitere Schwangerschaften gegeben haben könnte.

dapd

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