DLR-Flugzeug weist Aschewolke nach

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Am Montag war das DLR mit einem Forschungsflugzeug über Deutschland unterwegs. Jetzt gibt es erste Daten über die Aschewolke.

Frankfurt/Main - Bislang waren die Messdaten des DLR-Forschungsflugzeugs unter Verschluss. Jetzt sind erste Ergebnisse über die Aschewolke über Deutschland veröffentlicht worden.

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat bei seinem Testflug Vulkanasche in den Luftschichten über Deutschland nachgewiesen. Das Laser-Radar (Lidar) habe verschiedene Schichten Vulkanasche festgestellt, die mit Aerosol-Messgeräten untersucht worden seien, teilte das DLR in einem Bericht an das Bundesverkehrsministerium mit. Die Aschewolke sei zudem deutlich als bräunliche Schicht erkennbar gewesen.

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

So wurde vier Kilometer über Leipzig eine Konzentration der Asche in der Vulkanwolke mit 60 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Insgesamt seien die Vulkanschichten bräunlich und enthielten größere Partikel “vergleichbar mit Sahara-Staubwolken“. Die vertikale und horizontale Verteilung der vulkanischen Luftschichten schwankten, so der Bericht.

Auch bestätigte sich, dass es keine Schäden am Flugzeug gab - weder am Triebwerk noch an den Fenstern: “Diese Inspektionen werden fortgesetzt. Silberfolien unter den Flügeln zeigten keine sichtbaren Einschläge von der Vulkan-Asche“.

Im südlichen und mittleren Teil Deutschlands stellten die Experten ältere Vulkan-Emissionen fest. Diese Luftmassen stammten demnach von der ersten starken Vulkan-Eruption am 14. und 15. April und erreichten Deutschland erstmals am 16. April. Danach zirkulierten sie in einem Hochdruckgebiet über Frankreich und kamen dann am Montag ein zweites Mal in Deutschland an.

Konzentration in höheren Schichten niedriger

Das Laser-Radar habe auf der Höhe zwischen 3,5 und 6 Kilometern verschiedene Schichten mit erhöhter Partikel-Konzentration gemessen.

In der Nähe von München wurden demnach zwei Schichten von 500 bis 1.000 Meter Ausdehung entdeckt, nahe Leipzig waren diese zwei Schichten zu einer Schicht mit einer Ausdehnung von zwei Kilometern vereint. Generell waren die Schichten in ihrer horizontalen und vertikalen Ausdehung sehr unterschiedlich und änderten sich, wie das DRL erklärte.

Die Partikel-Konzentration in den höheren Schichten über 3,5 Kilometer Höhe sei niedriger als in Grenzschichten unter drei Kilometer Höhe. Nach dem Flug wurden an der Maschine keine Schäden entdeckt. Sie wird aber weiter untersucht.

Die Wissenschaftler des DLR mahnten in ihrem Bericht zur Vorsicht im Umgang mit bestimmten Ergebnissen des Forschungsfluges. “Die Daten hier müssen wegen möglicher systematischer Fehler mit Sorgfalt genutzt werden“, heißt es am Ende des Berichts. Weder das DLR noch das ihm vorgesetzte Bundesverkehrsministerium wollten am Dienstag zu dem Bericht Stellung nehmen.

dapd/dpa

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