Anschlag mit Paketbombe: Verdächtiger gesteht

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Blick am Mittwoch, 25. Mai, nach einer Wohnhausexlosion Auf dem Heidstock in Völklingen. Die schwere Explosion in einem Einfamilienhaus mit einem Toten wurde durch eine Paketbombe ausgelöst.

Völklingen - Eine Paketbombe zerstörte vor zwei Wochen ein Einfamilienhaus im Saarland und tötete dessen Besitzer. Jetzt steht die Tat vor der Aufklärung: Ein Verdächtiger hat gestanden.

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Zwei Wochen nach dem tödlichen Paketbombenanschlag in einem Einfamilienhaus im saarländischen Völklingen hat ein 45-jähriger Mann die Tat gestanden. Der aus Wadgassen stammende Verdächtige habe zugegeben, das Sprengstoffpaket verschickt zu haben, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwochabend in Saarbrücken. Zum Motiv habe er keine Angaben gemacht. Gegen den Mann erging Haftbefehl wegen Mordes. Er kam in Untersuchungshaft. Laut Polizei waren auf seinem PC unter anderem Anleitungen zum Bombenbau gefunden worden.

Der 45-Jährige soll zum Umfeld des Hausbesitzers gehören. Die Polizei geht von einer akribisch vorbereiteten Beziehungstat aus. Bei der Explosion am 25. Mai war der 39-jährige Hausbesitzer getötet worden. Das in einer ruhigen Wohngegend gelegene Haus wurde fast völlig zerstört. Die Ermittlungen ergaben, dass eine selbst gebaute Bombe für die Detonation verantwortlich war. Diese war in einem Paket versteckt, das in einer Poststelle im saarländischen Rehlingen aufgeben und dem 39-Jährigen kurz vor der Explosion zugestellt worden war.

Verdächtiger wollte sich umbringen

Bei Ermittlungen im Umfeld des Opfers hätte vor einer Woche auch der 45-Jährige vernommen werden sollen. Dieser unternahm aber kurz zuvor einen Selbstmordversuch. In einem Abschiedsbrief gab er laut Polizei zu, zwei kompromittierende Briefe an das spätere Opfer geschrieben zu haben. Er wurde am Mittwoch in einem Krankenhaus in Saarlouis verhaftet.

Die Polizei geht davon aus, dass der Verdächtige die Tat über Wochen geplant hat. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden auf mehreren Computern größere Datenmengen gefunden. Die Auswertung ergab auch, dass der Mann schon früher Testpakete an sein späteres Opfer geschickt hatte. Ein Richter erließ daraufhin Haftbefehl.

dpa

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