Anschlag auf Bahnstrecke bei Oranienburg verhindert

Eberswalde - Die Polizei hat einen möglichen Anschlag auf eine Bahnstrecke nördlich von Berlin verhindert. Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit einem Castortransport nicht aus.

Zwei Spreng- und Brandsätze waren in Kabelschächten beiderseits der Gleise nahe Oranienburg angebracht. Sie seien am Freitag entschärft worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg am Samstag in Eberswalde mit. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es einen Zusammenhang mit den anstehenden Castortransporten mit radioaktivem Material ins Zwischenlager Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) gibt.

In Berlin hatte es Anfang November 2010 nach einem Brandanschlag auf Kabelstränge der S-Bahn Verkehrsbeeinträchtigungen gegeben. Damals war ein Bekennerschreiben einer Splittergruppe militanter Atomkraftgegner eingegangen. Seit Jahren verübten autonome Linksextremisten regelmäßig in zeitlicher Nähe zu Castor-Transporten derartige Anschläge, hieß es damals.

dpa

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