Coronavirus-Testzentrum

Hamburger Flughafen – das kostet der Coronavirus-Schnelltest für Urlauber

Vor der Abreise eben ein Coronavirus-Test: Das ist jetzt möglich mit dem Coronavirus-Testzentrum am Hamburger Flughafen. Wann es die Ergebnisse gibt und was der Spaß kostet.

  • Kommerzielles Coronavirus-Testzentrum am Hamburger Flughafen eröffnet.
  • Spanien ist seit Freitag, 14. August 2020 wieder Coronavirus-Risikogebiet.
  • Rückkehrer am Hamburger Flughafen* warten teilweise ewig auf ihre Coronavirus-Tests.

Update vom Donnerstag, 20. August 2020, 9:00 Uhr: Der Hamburger Flughafen bekommt ein kommerzielles Coronavirus-Testzentrum. Dort können sich seit Mittwochabend Reisende freiwillig testen lassen. Das Angebot richtet sich vor allem an Abreisende, die im Ankunftsland einen negativen Coronavirus-Test vorweisen müssen.

Flughafen in Deutschland:Hamburger Flughafen
Adresse:Flughafenstr. 1-3, 22335 Hamburg
Flughafencode:HAM
Höhe: 16 m
Telefon:040 50750
Fläche:570 ha

Die Ergebnisse des Tests sollen deshalb deutlich schneller als die vom „Konkurrenten“ des Roten Kreuzes ankommen. Nur 24 Stunden müssen Hamburger auf das Testergebnis warten. Doch es geht noch schneller: Ein Schnelltest soll bald kommen, hier muss nur sechs Stunden gewartet werden.

Mitarbeiterin des kommerziellen Unternehmens Centogene testet im Testzentrum des Hamburger Flughafens einen Rückkehrer aus einem Risiko-Gebiet. (24hamburg.de-Montage)

Hamburger Flughafen: Kommerzielles Coronavirus-Testzentrum bietet schnelle Tests für Abreisende

Das kommerzielle Coronavirus-Testzentrum am Hamburger Flughafen wird vom Rostocker Unternehmen Centogene betrieben. Die Virus-Experten führen bereits kommerzielle Tests am Frankfurter Flughafen durch und haben ihren modernen digitalen Ansatz am Hamburger Flughafen installiert. Wer sich testen lassen möchte, registriert sich vorher online oder per App. Dann liegen im Testzentrum Test-Kits bereits – alles mit deutlich weniger Kontakt als bei konventionellen Test-Stationen. Auch das Ergebnis kommt per Mail zum Kunden. Kostenlos sind die Tests allerdings nicht.

Für den „normalen“ Test zahlen Hamburger und andere 59 Euro. Dann ist das Ergebnis nach einem Tag da. Noch im August will Centogene einen Super-Schnelltest anbieten, der nach 6 Stunden ein Ergebnis liefert. Der wird allerdings deutlich teurer, hier müssen 139 Euro bezahlt werden. Pro Stunde sollen so bis zu 300 Personen getestet werden. Auch Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten können sich testen lassen und bezahlen dafür nichts.

Wer im Zielland einen Coronavirus-Test braucht, kann diesen im neuen Testzentrum am Hamburger Flughafen kaufen.

Das kommerzielle Coronavirus-Testzentrum von Centogene im Hamburger Flughafen (Terminal 1, Ebene 2) ist täglich von 6:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Die Anmeldung zum Test ist auf der Centogene-Website möglich. Nur Personen ohne Grippe-ähnliche Symptome dürfen sich testen lassen.

Coronavirus-Chaos am Hamburger Flughafen – Sozialbehörde und Rotes Kreuz geloben Besserung

Update vom Dienstag, 18. August 2020, 8:47 Uhr: Hamburg-Fuhlsbüttel – Am Hamburger Flughafen herrscht viel Betrieb. Trotz Einstufung als Risikogebiet und Reisewarnungen für Spanien fliegen die Deutschen in das beliebte Land im europäischen Süden. Wenn Sie nach ihrer Reise wieder in Hamburg landen, ist ein Coronavirus-Test Pflicht.

Der kann binnen 72 Stunden beim Hausarzt oder vor Ort im Flughafen erledigt werden. Klar, dass viele Ankömmlinge in Hamburg sich den vermeintlich unkomplizierten Test vor Ort nicht entgehen lassen. Genau darunter leidet der Hamburger Flughafen. Zu Stoßzeiten wird es richtig voll, die Passagiere mussten schon über drei Stunden auf ihren Test warten. Nicht auf das Ergebnis, sondern auf den Test an sich.

Flughafen Hamburg: Rotes Kreuz und Hamburger Sozialbehörde wollen Coronavirus-Wartezeit verringern

Doch nun soll Besserung her. Die Hamburger Sozialbehörde und das Rote Kreuz wollen die Abläufe im Coronavirus-Testzentrum des Hamburger Flughafens verbessern. Für die langen Wartezeiten gibt es verschiedene Gründe. Zum einen staut es sich, wenn viele Reisende gleichzeitig getestet werden sollen – logisch, wenn alle Menschen aus einem Flieger gleichzeitig ankommen. Doch auch die Arbeitsschutzmaßnahmen der ehrenamtlichen Helfer verzögern den Ablauf, so Rainer Barthel vom Deutschen Roten Kreuz laut NDR-Berichten.

Dennoch sind die Kapazitäten bei weitem nicht ausgeschöpft. Laut Hamburger Gesundheitsbehörde hätte man von Freitag bis Sonntag gut 4.000 Tests machen können. Insgesamt getestet wurden nur 3.300 Menschen, trotz der langen Wartezeiten gibt es also noch Platz. Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, möchte auch in Zukunft keine Warteschlangen ausschließen, wenn mehrere Flieger aus Risikogebieten zur selben Zeit am Hamburger Flughafen landen.

Die Wartezeit auf Corona-Tests am Hamburger Flughafen soll verkürzt werden. (24hamburg.de-Montage)

Coronavirus in Hamburg: Mallorca-Rückkehrer am Hamburger Flughafen warten ewig auf Coronavirus-Tests

Erstmeldung vom Montag, 17. August 2020, 13:34 Uhr:  Hamburg-Fuhlsbüttel – Die deutschen Touristen lieben Mallorca und der Hamburger Flughafen bringt sie dort hin. Alleine am Montag, 17. August 2020 starten fünf Flieger zur spanischen Insel Mallorca – obwohl Spanien seit Freitag, 14. August 2020 als Corona-Risikogebiet eingestuft wurde. Auch eine Reisewarnung für Spanien gilt. Damit verpflichtet die Bundesregierung jeden Reise-Rückkehrer zu einem Coronavirus-Test. Weil der direkt am Hamburger Flughafen erledigt werden kann, müssen Touristen dort mit heftigen Wartezeiten rechnen. Gegner der Coronavirus-Maßnahmen demonstrierten am Wochenende in Hamburg.

Reisende aus Coronavirus-Risikogebieten müssen sich auf das Coronavirus testen lassen. (24hamburg.de-Montage)

Seit Freitag, 14. August 2020 ist Spanien mit Ausnahme der Kanaren ein Coronavirus-Risikogebiet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat sich wegen der steigenden Infektionszahlen in Spanien und auf den spanischen Balearen zu diesem Schritt entschieden. Wenn in sieben Tagen fünfzig neue Infektionen pro 100.000 Einwohner gemessen werden, kommt ein Land auf die Risiko-Liste des RKI. Seit Freitag warnt auch das Auswärtige Amt vor Reisen nach Spanien. merkur.de berichtet über die Tourismus-News.

Eine Reisewarnung ist allerdings kein Reiseverbot. Immer noch fliegen viele deutsche Touristen nach Spanien. Besonders beliebt ist weiterhin die balearische Insel Mallorca. Vom Hamburger Flughafen starten täglich einige Flieger auf die spanische Insel – und auch die Risiko-Rückkehrer landen in Hamburg. Hier müssen sie sich auf das Coronavirus testen lassen. Wegen der überraschenden Reisewarnung vom Freitag kommt es deshalb zu Test-Engpässen und langen Wartezeiten. Über drei Stunden mussten einige Rückkehrer bereits warten! Das Coronavirus-Chaos am Bremer Flughafen hatte ähnliche Ursachen. Nordbuzz.de berichtet über die Coronavirus-Überlastung in Bremen.

Hamburger Flughafen platzt aus allen Nähten – Engpässe bei Coronavirus-Tests

Das Rote Kreuz betreibt ein Coronavirus-Testzentrum am Hamburger Flughafen. Dort sollen bis zu 2.000 Tests pro Tag durchgeführt werden können. Trotz der für die Reise-Rückkehrer ausreichenden Kapazität kann es immer wieder zu Engpässen kommen. Das liegt an der unregelmäßigen Ankunft von Fliegern aus Risikogebieten. Mit den Spanien-Touristen steigt auch der Andrang beim Testzentrum. Teilweise müssen Reisende dort bis zu dreieinhalb Stunden auf ihre Tests warten, berichtet abendblatt.de – die Ergebnisse kommen nach zwei bis drei Tagen bei den Getesteten an.

Innerhalb von 72 Stunden müssen sich die Rückkehrer aus Coronavirus-Risikogebieten testen lassen. Das geht im Hamburger Flughafen und auch beim Hausarzt. Bis zum negativen Testergebnis gilt strenge Heim-Quarantäne. Ein weiteres Testzentrum am Flughafen soll Tests für Reisende in Nicht-Risikogebiete anbieten, die in ihrem Zielland ansonsten in Quarantäne müssten. Am Hamburger Hauptbahnhof soll ein weiteres Coronavirus-Testzentrum eingerichtet werden. Wer sich nicht testen lassen möchte, muss für zwei Wochen in Quarantäne treten. Weitere Coronavirus-Infos für Spanien-Reisende hat Costa Nachrichten zusammengestellt.

Debatte über Coronavirus-Tests: Wer soll das bezahlen?

Aktuell gilt: Coronavirus-Tests für Reisende aus Risikogebieten sind kostenlos. Die Krankenkasse zahlt den Test. Wer aus einem Nicht-Risikoland zurückkehrt und sich innerhalb von 72 Stunden testen lässt, muss ebenfalls nicht bezahlen. Martin Helfrich, Pressesprecher der Hamburger Sozialbehörde, äußerte sich gegenüber dem Abendblatt zur Kostenfrage. „Es finden hierzu weitere Diskussionen statt“, sagte Helfrich. Hamburg werde jedoch keinen Alleingang wagen. Das Thema Test-Kosten bleibt also vorerst Bundessache. Trotz der Reisewarnung fliegen über sechzig Flugzeuge in dieser Woche nach Spanien. Keine Flüge wurden bisher gestrichen. Dennoch hat der Reiseveranstalter TUI bereits Pauschalreisen nach Spanien abgesagt. Darüber berichtete der Norddeutsche Rundfunk am Sonntag.

Coronavirus-Demos in Hamburg: „Querdenker“ mit Gitarre und Meditation gegen Maskenpflicht

Am Samstag protestierten in Hamburg rund tausend Menschen nach einem Aufruf der Organisation „Querdenken 40“ – dem Hamburger Ableger von Stuttgarts „Querdenken 711“. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet über die Querdenker-Demo. Die Demonstranten kritisieren die Coronavirus-Auflagen wie die Maskenpflicht und propagieren teils falsche Fakten zum Coronavirus. Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) bliebt das Anliegen der Maskengegner am Jungfernstieg „zumindest in den Redebeiträgen eher verschwommen“. Vor allem im Netz finden sich jedoch kritische, teils verschwörungstheoretische Inhalte der „Querdenker“ – auch diverse Plakat am Jungfernstieg zeigen bekannte Coronavirus-Verschwörungstheorien, wie sie auch der vegane Kochbuchautor Attila Hildmann verbreitet. 24hamburg.de berichtet regelmäßig über Coronavirus-Demos und –Verschwörungstheorien.

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts rief am Samstag, 15. August 2020 zu einer Gegendemo auf. Gut fünfzig Menschen fanden sich am Ballindamm ein und auch die Demo am benachbarten Jungfernstieg wurde mit lauten Rufen kritisiert. Die Polizei wollte die Demo der Coronavirus-Leugner vorzeitig beenden, weil sich Teilnehmer nicht ausreichend an die Abstandsregeln gehalten hatten. Dies konnte von den „Querdenkern“ jedoch mit einer Neuaufstellung verhindert werden. Die meisten Teilnehmer trugen keinen Mundschutz.

Vernachlässigt wurden die Coronavirus-Maßnahmen am Wochenende (Samstag, 15. und Sonntag, 16. August) an der Ostsee – insbesondere an der Küste rund um die Lübecker Bucht: Die Strandabschnitte der Lübecker Bucht waren so bummvoll, dass Coronavirus-Abstandregeln nicht mehr eingehalten werden konnten.** 24hamburg.de, nordbuzz.de, merkur.de und costanachrichten.com sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa & Johannes A. Rosenburg/24hamburg.de

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