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E-Auto, Zigaretten, Steuer: Diese Änderungen gelten ab 2023

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Von: Andree Wächter

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2023 treten diverse Änderungen für Verbraucher in Kraft: Zum Beispiel wird Rauchen teurer, die Förderung für E-Autos gekürzt und Kroatien bekommt den Euro.

Berlin – Neues Jahr – neue Regeln, Gesetze und Steuern. Auch 2023 werden viele Neuerungen in Kraft treten: Unter anderem wird das Rauchen teurer, Mehrwegverpackungen für Lieferdienste werden Pflicht und das Inflationsausgleichsgesetz tritt in Kraft. Die größten Änderungen für Verbraucher im Überblick.

Änderungen ab 2023: Rauchen wird deutlich teurer

Raucher müssen sich auf teurere Zigaretten einstellen. Am 1. Januar 2023 steigt die Tabaksteuer. Laut dem Zoll beträgt die Tabaksteuer dann „11,15 Cent je Stück und 19,84 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens jedoch 22,888 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises der zu versteuernden Zigarette.“ Diese Sätze gelten bis Ende 2024. Betroffen ist auch der (Wasser-) Pfeifentabak. Für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2024 werden 19 Euro je Kilogramm Tabaksteuer fällig.

Für den Kunden bedeutet dies, dass ein Päckchen Zigaretten um 10 Cent teurer werden dürfte. Ab 2025 dürften weitere 15 Cent hinzukommen. Dann greift die nächste Stufe der Tabaksteuer.

2023 treten wieder eine Änderungen in Kraft.
Rauchen teurer, Steuern runter, Euro für Kroatien: Diese Änderungen gelten ab 2023. © stock&people/imago

Inflationsausgleichsgesetz ab Januar 2023: Maßnahme aus dem Entlastungspaket soll Steuerbelastungen vermeiden

Mit dem Inflationsausgleichsgesetz, das am 1. Januar 2023 in Kraft tritt, soll der Effekt der sogenannten kalten Progression ausgeglichen werden. Mit „kalter Progression“ sind die Mehreinnahmen an Einkommensteuer gemeint, die aus gestiegenen Löhnen als Resultat der Inflation zustande gekommen sind. Die Lohnerhöhungen zum Ausgleich der Inflation kommen so auch tatsächlich bei den Bürgerinnen und Bürgern an, ungewollte Steuerbelastungen werden vermieden. Die Maßnahme gehört zum Entlastungspaket der Bundesregierung.

Unter anderem werden im Zuge des Inflationsausgleichsgesetz der steuerliche Grundfreibetrag angehoben und die Eckwerte für Steuersätze verschoben.

2023 Änderungen für Autofahrer: Reduzierte Förderung für E-Autos

Wer über ein neues Auto nachdenkt, sollte unter Umständen lieber noch 2022 den Kaufvertrag unterschreiben. Die Förderung für Plug-in-Hybride fällt komplett weg. Auch die Förderung für E-Autos wird gekürzt. Es gibt die Förderung nur noch für Privatpersonen. Von ehemals 6000 Euro werden nur noch 4500 Euro gewährt. Dies gilt allerdings nur bei einem Listenpreis von bis zu 40.000 Euro. Bis 65.000 Euro Listenpreis gibt es 3.000 statt 5.000 Euro. Und noch eine Änderung für Autofahrer 2023: Viele Männer und Frauen müssen 2023 ihren Führerschein umtauschen.

Änderung ab 1. Januar 2023: EEG-Umlage fällt weg

Strom selbst produzieren und nutzen – mit einer Solaranlage auf dem Dach ist dies möglich. Mit den Änderungen 2023 wird dies nun deutlich verbessert. Denn: Ab 1. Januar 2023 fällt die EEG-Umlage im Zuge des in Kraft tretenden Energiefinanzierungsgesetz komplett weg. Für Verbraucher bedeutet das: Wer eine Fotovoltaik-Anlage besitzt, Strom produziert und verkauft, kann jetzt deutlich einfacher abrechnen als zuvor.

Die Verbraucherzentrale schreibt dazu: „Durch die vollständige Streichung der EEG-Umlage kann der Erzeugungszähler bei einigen bestehenden PV-Anlagen ab 2023 entfallen. Erzeugungszähler, die vom Netzbetreiber angemietet wurden, können voraussichtlich ausgebaut werden. Die Abrechnung beim Stromverkauf vereinfacht sich durch den Wegfall der EEG-Umlage deutlich.“

Für neue Fotovoltaik-Anlagen, die ab 1. Januar 2023 in Betrieb gehen, wird auch die technische Vorgabe abgeschafft, dass nur höchstens 70 Prozent der PV-Nennleistung in das öffentliche Netz eingespeist werden dürfen. Auch werden Anlagen von der Einkommens- und Gewerbesteuer befreit, die eine maximale Leistung von 30 kWp nicht überschreiten. Der alte Grenzwert lag bei 10 kWp.

Neu ab 2023: Gastronomen und Lieferdienste müssen 2023 Mehrwegverpackungen anbieten

Lieferdienste wie Lieferando, aber auch der Pizzalieferdienst von nebenan müssen ab 2023 Mehrwegverpackungen anbieten. Die Verpackungen dürfen mit einem Pfand belegt werden. Das Essen darf in einer Mehrwegverpackung teurer werden als in der Einwegverpackung. Dies gilt auch für einen Großteil der Gastronomen, die einen Außer-Haus-Verkauf anbieten. Dazu zählen auch Fast-Food-Anbieter, wie McDonalds, Burger King und KFC. Ziel ist es, den Verbrauch von To-Go-Verpackungen zu reduzieren.

Neues EU-Gesetz ab 2023: Recht auf Reparatur bei Elektrogeräten

Spannend wird im Zuge der Änderungen 2023 auch das Recht auf Reparatur. Das neue EU-Gesetz soll 2023 in Kraft treten. Wie das EU-Parlament bekannt gab, sollen 77 Prozent der EU-Bürger laut Umfrage Elektrogeräte lieber reparieren, als ein neues Gerät anschaffen wollen. Daher sollen Geräte nun so produziert werden, dass sie länger halten, sicher repariert werden können und die Teile leicht austauschbar sein. So soll der Lebenszyklus von Elektrogeräten verlängert werden. Ob Smartphones, Laptops oder Tablets – sie alle verfügen aktuell nur über wenig austauschbare Hardware.

Änderungen für Urlauber 2023: In Kroatien wird der Euro offizielles Zahlungsmittel

Auch Änderungen für Urlauber dürfen 2023 nicht fehlen. Denn Urlaub an der Mittelmeerküste wird zukünftig noch etwas einfacher. Ab dem 1. Januar ist in Kroatien der Euro die offizielle Währung. Bisher wurde in dem Land an der Adria-Küste mit der Währung „Kuna“ bezahlt. Im Zuge der Umstellung werden neue Münzen eingeführt, die die speziellen Prägungen des Landes tragen.

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