ADAC: Teils schlechte Noten für Auto-Werkstätten

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Der ADAC hat Vertragswerkstätten deutscher Autohändler unter die Lupe genommen. Ergebnis: Viele Betriebe arbeiten nicht sorgfältig genug.

München - Viele Vertragswerkstätten deutscher Autohändler arbeiten noch immer nicht sorgfältig genug. Bei einem großen ADAC-Test gab es für viele Betriebe schlechte Noten.

Nach einer bundesweiten Stichprobe des ADAC in 75 Werkstätten fanden mehr als ein Viertel der Betriebe nicht alle eingebauten Fehler. Besonders ärgerlich: Die Autofahrer mussten auch für Arbeiten bezahlen, die überhaupt nicht ausgeführt wurden, wie der ADAC am Dienstag in München mitteilte.

Moniert wird vom Automobilclub auch, dass Rechnungen nicht immer verständlich sind. Insgesamt am besten schnitten die fünf getesteten Mercedes-Werkstätten ab - sie erhielten allesamt ein “sehr gut“.

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Laut einem Bericht des ADAC wurden bei dem Check je fünf Betriebe der 15 volumenstärksten Automarken in Deutschland unter die Lupe genommen. Rund zwei Drittel der geprüften Werkstätten schnitten mit „sehr gut“ ab (49 Betriebe). Vier Prozent der getesteten Werkstätten (drei Betriebe) bekamen ein „ausreichend“ oder „mangelhaft“. Enttäuschend das Ergebnis einer Toyota-Werkstatt, in der vier von fünf Mängeln unbeachtet blieben und auch noch ein unnötiges Zusatzmittel berechnet wurde.

Der Test sei zwar besser ausgefallen als im Vorjahr, sagte der ADAC-Verkehrsingenieur Markus Sippl dem dpa-Audiodienst. Dennoch gebe es weiter Kritikpunkte. 27 Prozent aller Betriebe hätten mindestens einen Fehler nicht gefunden. “Die größten Probleme sehen wir darin, dass Werkstätten die einzelnen Prüfpunkte der Wartungslisten einfach abhaken, ohne sie auch konkret durchzuführen.“ Das sei auch die Hauptursache dafür, dass Mängel übersehen oder nicht behoben wurden.

Nach Mercedes schnitten Werkstätten von Audi und Seat gut ab. Danach folgten VW und Opel. Schlusslichter waren in den Stichproben Werkstätten von Fiat, Ford und Toyota.

Die Fehler waren von einem Sachverständigen gezielt eingebaut worden und sollten beim Kundendienst von den Werkstätten gefunden werden: Eine defekte Kennzeichenleuchte, fehlendes Kühlmittel, verstellte Scheinwerfer, zu niedriger Luftdruck im Ersatzrad oder alternativ ein fehlendes Pannenset mit Warndreieck. Außerdem wurde der Auspuff ausgehängt.

“Es waren einfache Fehler, deren Kontrolle alle auf den Wartungslisten der Hersteller vorgeschrieben sind“, sagte ADAC-Sprecher Christian Buric. Die Größenordnung der Schlamperei falle eher auf, wenn man sich vorstelle, man bekäme im Supermarkt in einem Viertel der Fälle nicht alle Waren auf der Rechnung.

Bewertet wurden neben dem Finden der versteckten Fehler auch Servicequalität, Freundlichkeit und die Art, wie die Rechnung gestellt und erklärt wurde. “Es sollten keine Abkürzungen drauf stehen. Es sollten alle Arbeiten, die erledigt wurden, so aufgegliedert enthalten sein, dass ich auch als Nichtexperte sie verstehen und nachvollziehen kann“, betonte Sippl. Vor allem sollten keine Positionen auf der Rechnung stehen, die nicht vorher vereinbart wurden und die nicht Bestandteil des Wartungsumfanges sind.

60 Punkte gab es für das Finden aller Fehler, 40 Punkte für den Service.

Verbrauchern rät der ADAC, beim Abgeben des Fahrzeuges in der Werkstatt schriftlich festzuhalten, welche Arbeiten durchgeführt werden sollten. Außerdem sollte der Autofahrer seinen Wagen vorher selbst inspizieren, etwa Öl und Kühlwasser nachsehen. Diese Dinge gehörten zum Kundendienst, so dass anhand der Kontrolle anschließend möglicherweise schon festgestellt werden könne, ob geschlampt wurde. “Wir raten, einfache Dinge auch einmal selbst nachzugucken“, sagte Buric. “Das ist schnell getan, und es braucht keinen besondern technischen Sachverstand.“

dpa/mol

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