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Neues Omikron-Symptom: Welche Anzeichen auf eine Corona-Infektion hindeuten

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Von: Yannick Hanke

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Verschiedene Symptome können auf eine Infektion mit der Corona-Variante Omikron hindeuten. Ähnliches gilt für Unterform BA.2. Nun ist ein weiteres Symptom bekannt.

Berlin – Das Coronavirus hat ganz Deutschland weiterhin fest im Griff. Es ist vor allem die Omikron-Variante, die sich hartnäckig hält und rasend schnell verbreitet. Täglich sterben mehrere hundert Corona-Tote durch das Virus. Deswegen ist anch einer Corona-Infektion Vorsicht geboten und Symptome, die auf eine Omikron-Infektion hindeuten, sollten nicht leichtfertig abgetan werden. Ähnliches gilt für den Omikron-Subtyp BA.2, der sich in einer Erkältung äußern kann. Und nun soll auch noch ein weiteres Omikron-Symptom vorliegen.

Omikron: Corona-Variante soll neues Symptom auslösen – Studie aus den USA hat hierfür Kleinkinder mit einer Corona-Infektion untersucht

Forschern aus den USA hätten im Rahmen einer Studie ermittelt, dass die Corona-Variante Omikron mittlerweile vermehrt ein neues Symptom auslösen soll. Konkret handelt es sich hierbei nach einer Corona-Infektion um eine Entzündung der oberen Atemwege im Bereich des Kehlkopfes, auch als „Pseudokrupp“ bekannt.

Ein Arzt untersucht ein kleines Kind, das von seinem Vater im Arm gehalten wird
Forscher aus den USA könnten ein neues Omikron-Symptom entdeckt haben, das vor allem bei Kleinkindern unter zwei Jahren auftritt. (Symbolbild) © Kay Nietfeld/dpa

Nach den Ergebnissen der US-amerikanischen Studie sollen von dem neuen Omikron-Symptom vor allem Kleinkinder nach einer Corona-Infektion betroffen sein. Zwecks Untersuchung wurden vom 1. März 2020 bis 15. Januar 2022 Daten aus den Krankenakten eines Kinderkrankenhauses in Boston herangezogen. In diesem Zeitraum von etwas weniger als zwei Jahren soll bei 75 mit Corona infizierten Kindern Pseudokrupp diagnostiziert worden sein.

Corona-Infektion: Pseudokrupp bei Kleinkindern als neues Omikron-Symptom? „Könnte Vorliebe für die oberen Atemwege aufweisen“

Das Forschungsteam rund um Ryan Brewster vom Boston Children‘s Hospital, dass das neue Omikron-Symptom entdeckt haben will, erklärte, dass neun Kinder wegen dieser Diagnose nach Corona-Infektion zur Behandlung ins Krankenhaus mussten. Vier von diesen kleinen Patienten mussten gar auf die Intensivstation verlegt werden. Kleinkinder meint in diesem Fall, dass die meisten der Kinder unter zwei Jahre alt waren.

Während die frühen Varianten typischerweise zu Infektionen der unteren Atemwege führten, könnte die kürzlich identifizierte Omikron-Variante eine Vorliebe für die oberen Atemwege aufweisen.

Ein Auszug aus der US-amerikanischen Omikron-Studie unter Kleinkindern, Anfang März 2022 von der American Academy of Pediatrics (AAP) veröffentlicht worden

Die Daten der Forscher hätten ergeben, dass tatsächlich 81 Prozent der Fälle während der Omikron-Welle auftraten. Die meisten der Patienten, nämlich 72 Prozent, waren männlich. Wie es von den Studienerhebern zum neuen Omikron-Symptom nach einer Corona-Infektion heißt, weisen ihre Ergebnisse darauf hin, dass Pseudokrupp „in Verbindung mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Dezember 2021 stark anstieg“. Das sei wiederum eng mit dem Auftreten der Omikron-Variante verbunden.

Omikron-Symptome: Pseudokrupp äußert sich durch Heiserkeit, bellenden Husten und pfeifendes Atemgeräusch

Schlussgefolgert würden deshalb „überzeugende Beweise“ vorliegen, „dass die Omikron-Variante eine Laryngotracheobronchitis (Pseudokrupp) verursacht“. Und dies darf alles andere als unterschätzt werden. Denn Pseudokrupp gilt als die häufigste Ursache für Atemnot bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr. Das neue Omikron-Symptom Pseudokrupp äußert sich nach einer Corona-Infektion wohl in Form von Heiserkeit, bellendem Husten und einem pfeifendem Atemgeräusch.

Welche Symptome auf eine Omikron-Infektion hindeuten können

Infektionen mit der Omikron-Variante vom Coronavirus können oft mit Halsschmerzen einhergehen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen scheinen Omikron-Infektionen zudem stärker den Nasen-, Mund- und Rachenraum, aber auch die Mandeln sowie die Halslymphknoten betreffen, als es zum Beispiel bei Varianten wie Alpha oder Delta der Fall ist.

US-Gesundheitsexperten des „Center for Disease Control“ (CDC) warnen bei Omikron-Symptomen aber auch vor einer blassen, grauen oder bläulichen Färbung der Haut, der Lippen oder der Nagelbetten. Indizien, die auf eine Omikron-Infektion hindeuten könnten und auf jeden Fall von einem Arzt untersucht werden sollten.

Hervorgerufen wird Pseudokrupp durch eine virale Entzündung vom Kehlkopf, der Luftröhre oder eben der Bronchien. Symptome hierbei sind Heiserkeit, bellender Husten (Pseudokrupphusten) und Stridor, ein pfeifendes Atemgeräusch. Teilweise äußert sich das Pseudokrupp also in Symptomen, die auch bei einer Omikron-Infektion vorliegen können. Allein deswegen sollte oberste Vorsicht geboten sein.

Studie zu neuem Omikron-Symptom nach einer Corona-Infektion: Pseudokrupp bedarf weiterer Untersuchungen

Doch weisen die Forscher aus den USA auch auf die generelle Aussagekraft ihrer Omikron-Studie hin. Denn die Untersuchungen seien nur in einem einzigen Krankenhaus mit einer kleinen Stichprobe durchgeführt worden. Dadurch könnte die Übertragbarkeit der Ergebnisse nur eingeschränkt möglich sein. Weitere Forschungen seien zwingend notwendig, hieß es bereits vonseiten der Forscher zum möglichen, neuen Omikron-Symptom nach einer Corona-Infektion.

Weiterhin notwendig erscheint mit Blick auf das Infektionsgeschehen in Deutschland aber auch eine klare, strikte Linie hinsichtlich der Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen wie der Maskenpflicht im Supermarkt. Am Samstag, 26. März 2022, muss das Robert Koch-Institut (RKI) 252.026 Neuinfektionen mit dem Virus vermelden. Und in der Woche ab 21. März lagen in Deutschland erstmals mehr als 1,5 Millionen Corona-Neuinfektionen vor. Dies wird auch vom Virologen Christian Drosten mit Sorge registriert.

Virologe Christian Drosten warnt vor weiterer Verbreitung von Omikron – „haben keinen infektionsfreien Sommer“

„Wir haben keinen infektionsfreien Sommer“, lautet die bittere Einschätzung vom Professor an der Berliner Charité un Corona-Experten Drosten. In den ARD-„Tagesthemen“ von Freitagabend, 25. März, betonte Drosten die Notwendigkeit eines bedachtsamen Vorgehens in der Corona-Pandemie. Lockerungen, wie sie im großen Stil durch den geplatzten „Freedom Day“ wegfallen, dürften nämlich nicht als unreflektiertes Öffnen verstanden werden.

Man muss dieses Geschehen genau beobachten, das Virus ist nicht absolut harmlos geworden. Man muss die Situation eben moderieren und nicht einfach laufen lassen.

Virologe Christian Drosten in den ARD-„Tagesthemen“ über das Infektionsgeschehen in Deutschland

Christian Drosten geht sogar davon aus, dass die hohen Corona-Zahlen in Deutschland erstmal Bestand haben werden. Nach Ostern, wenn die warme Jahreszeit näherrückt, werde das Infektionsgeschehen schon wieder abgemildert sein. Doch komplett stoppen werde es auch wie im Vorjahr nicht. „Das schaukelt sich zum Sommer wieder hoch“, lautet Drostens Einschätzung. Also ist auch hier wie beim neuen Omikron-Symptom nach der Corona-Infektion ebenfalls Vorsicht geboten. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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