Fall Kassandra: 14-jähriger Verdächtiger bleibt in U-Haft

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Kassandra war Mitte September von Suchhunden schwer verletzt in einem Kanalschacht in Velbert entdeckt worden.

Wuppertal - Der 14-jährige mutmaßliche Peiniger der misshandelten Kassandra aus Velbert muss weiter im Gefängnis bleiben

In letzter Instanz hat auch das Oberlandesgericht Düsseldorf die Haftbeschwerde seiner Anwältin abgelehnt, wie ein Gerichtssprecher auf AP-Nachfrage am Mittwoch mitteilte. Der Schüler, der die Neunjährige schwer verletzt in einen Gully geworfen haben soll, sitzt seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft.

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Die Staatsanwaltschaft Wuppertal will spätestens im Dezember Anklage wegen versuchten Mordes erheben. Laut Staatsanwalt Rüdiger Ihl ist Kassandra inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen, kann sich aber noch immer nicht an das Geschehen erinnern. Der 14-jährige Schüler bestreitet, sie fast zu Tode geprügelt zu haben. In ihrer Haftbeschwerde hatte die Anwältin des Jungen, Astrid Denecke, argumentiert, die Polizei habe nicht genügend Beweise für einen dringenden Tatverdacht. Ihren Mandanten, der aus Schutz vor Übergriffen getrennt von seinen Mitgefangenen untergebracht ist, beschrieb sie als “völlig fertig“.

Indizien führten zu Tatverdacht

Das Oberlandesgericht wollte im Laufe des Tages in einer Pressemitteilung über die Gründe für die Zurückweisung der Haftbeschwerde informieren. Im Oktober hatte bereits das Landgericht Wuppertal die Beschwerde verworfen. Die Kammer bejahte den dringenden Tatverdacht des versuchten Mordes und sah die strengen Voraussetzungen der Untersuchungshaft für Jugendliche als erfüllt an.

Indizien hatten in dem mysteriösen Fall zu dem Tatverdacht gegen den verhaltensauffälligen Schüler geführt: Faserspuren seiner Kleidung waren an einem “Tatmittel“, das die Polizei nicht näher benennt, und an der in Tatortnähe entdeckten Jacke Kassandras gefunden worden.

Kassandra war Mitte September von Suchhunden schwer verletzt in einem Kanalschacht in Velbert entdeckt worden. Das Mädchen erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und zahlreiche innere Verletzungen. 

AP

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