Element of Crime

Sven Regener mag keine Abschiedstourneen

Sven Regener und Element of Crime bringen ein neues Album heraus. Foto: Arne Dedert
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Sven Regener und Element of Crime bringen ein neues Album heraus. Foto: Arne Dedert

Man gibt ein letztes Konzert und geht nach Hause. Dies ist die Devise von Sven Regner.

Berlin (dpa) - Offizielle Abschiedskonzerte zum Karriere-Ende kommen für Sven Regener vom Berliner Deutschpop-Quartett Element Of Crime nicht in Frage - jedenfalls aus heutiger Sicht mit 57 Jahren.

"Vielleicht bin ich ja mit 70 alt und klapprig und hab' keine Lust mehr, dann hab' ich eben keine Lust mehr", sagte der Sänger, Gitarrist und Trompeter der seit 25 Jahren erfolgreichen Band der Deutschen Presse-Agentur. "Ich glaube allerdings, wir sind nicht die Typen, die dann Abschiedstourneen machen."

Er frage sich, "warum man das den Leuten antut - die weinen dann alle wie jetzt bei Paul Simon. Nein, man gibt ein letztes Konzert und geht dann nach Hause." Eine kleine Einschränkung machte Regener, der auch mit Romanen wie "Herr Lehmann" (2001), "Neue Vahr Süd" (2004), "Magical Mystery" (2013) oder "Wiener Straße" (2017) populär wurde, dann doch: "Aber vielleicht denke ich da in 20 Jahren auch anders drüber: Vielleicht sollte man es den Leuten sagen, damit sie es nicht verpassen..."

Die vor über 30 Jahren gegründete Rockband Element Of Crime veröffentlicht am Freitag (5.10.) ihre neue Platte "Schafe, Monster und Mäuse". Die zwölf Lieder enthalten ungewöhnlich viele Anspielungen auf konkrete Orte in Berlin, etwa Kurfürstendamm, Schlesisches Tor, Prenzlauer Berg, Friedrichshain oder Prinzenbad. "Das unterscheidet die Platte tatsächlich von allen anderen", sagte Regener über das verstärkte Lokalkolorit. Aber es gehe ihm natürlich "nicht um Städtemarketing, sondern um Lebensbedingungen, über die man singt". Er betonte: "Nein, wir sind keine Heimatband."

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