Auf Lesbos

Unter Tränen: Sarandon macht sich für Flüchtlinge stark

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Schauspielerin Susan Sarandon nimmt Kontakt mit Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos auf.

Lesbos - Bei einem Besuch auf der griechischen Insel Lesbos hat die US-Schauspielerin Susan Sarandon die Weltgemeinschaft unter Tränen aufgerufen, sich der vielen Flüchtlinge anzunehmen.

"Die internationale Gemeinschaft muss sehen, was sich in diesem Teil der Erde abspielt, sie muss das Ausmaß des Problems erkennen", sagte Sarandon am Freitag nach Angaben der griechischen Nachrichtenagentur Ana. Die Schutzsuchenden dürften nicht länger "als 'der andere' betrachtet werden. Vielmehr müssten sie als Flüchtlinge anerkannt werden, "die man schützen und unterstützen muss".

Unter Tränen sagte die Schauspielerin, die selbst drei Kinder hat, sie verstehe "die Mütter mit Kindern vollkommen, die vor dem Krieg und der Not fliehen, und die diese Reise machen müssen, um zu überleben". Sie hoffe, dass sich Länder, die sich bislang nicht an den Rettungsaktionen für die Flüchtlinge beteiligten, ihre Haltung änderten.

Sarandon bleibt bis Weihnachten auf der Insel

Sarandon war bereits am Donnerstag auf Lesbos eingetroffen. Sie besuchte insbesondere den Norden der Ägäis-Insel, wo immer wieder Boote mit Flüchtlingen eintreffen, die in der Türkei die Überfahrt in die EU angetreten haben. Die 69-jährige Oscar-Preisträgerin will bis Weihnachten auf der Insel bleiben, um Hilfsorganisationen und Freiwillige bei der Betreuung von neu ankommenden Flüchtlingen zu unterstützen. Sarandon hat sich in der Vergangenheit bereits für Obdachlose eingesetzt und gegen die US-geführten Militäreinsätze in Afghanistan und im Iran protestiert.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen seit Jahresbeginn mehr als 680 Menschen bei dem Versuch ums Leben, von der Türkei aus über die Ägäis auf die griechischen Inseln zu gelangen. Mehr als 800.000 Flüchtlinge und Migranten schafften die gefährliche Überfahrt.

AFP

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