Klau-Vorwürfe gegen Led-Zeppelin-Klassiker

"Stairway to Heaven" ein Plagiat? US-Gericht hat entschieden

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Jimmy Page und Robert Plant von Led Zeppelin haben wieder gut Lachen.

New York - Ende eines spektakulären Musikstreits um Millionen: Es ging um die Frage, ob Led Zeppelin einen der bekanntesten Rock-Songs der Welt abgekupfert haben.  

Für ihren Rock-Klassiker "Stairway to Heaven" hat die legendäre britische Band Led Zeppelin nicht abgekupfert. Dies zumindest entschied am Donnerstag ein Geschworenengericht in Los Angeles, das die Bandmitglieder und Komponisten Robert Plant und Jimmy Page vom Plagiatsvorwurf freisprach. "Stairway to Heaven" ist einer der erfolgreichsten Rocksongs aller Zeiten.

Plant und Page waren im Gericht anwesend und nahmen das Urteil äußerlich ungerührt zur Kenntnis. In einer knappen schriftlichen Erklärung dankten der Sänger und der Leadgitarrist der Jury dafür, mit ihrem Urteil die Kontroverse über die Ursprünge des Songs "beigelegt" zu haben.

Konkret ging es in dem spektakulären Prozess nur um die melancholische zweiminütige Gitarrensequenz zu Beginn des achtminütigen Stückes. Die US-Rockband Spirit hatte Led Zeppelin vorgeworfen, die Passage aus ihrem Song "Taurus" geklaut zu haben.

Die achtköpfige Jury gelangte jedoch zu dem Schluss, dass sich die Sequenzen beider Songs nicht "wesentlich ähneln". Page und Plant hatten in dem Prozess argumentiert, die von ihnen verwendete Akkordfolge gebe es in der Musik bereits seit Jahrhunderten. Die Musik von Spirit hätten sie damals gar nicht bewusst gehört.

Led Zeppelin war Ende der sechziger Jahre als Vorgruppe von Spirit in den USA aufgetreten. Das Stück "Stairway to Heaven" nahm die Band zwischen Dezember 1970 und Januar 1971 für das Album "Led Zeppelin IV" auf.

"Taurus" war von dem verstorbenen Spirit-Gitarrist Randy Wolfe alias Randy California komponiert worden. Dieser hatte selbst nie eine Plagiatsklage eingereicht. Der Musiker kam 1997 bei einem Badeunfall ums Leben. Kurz vor seinem Tod sagte er allerdings in einem Interview, er fühle sich von Led Zeppelin "abgezockt". Die Band habe Millionen Dollar mit dem Song verdient, sich jedoch niemals bedankt.

Vor zwei Jahren reichte dann sein Treuhänder Michael Skidmore Klage ein. Er verlangte von Page und Plant bis zu 13,5 Millionen Dollar (11,8 Millionen Euro), eine für musikalische Urheberrechtsverletzungen kolossale Summe.

Der Musikkonzern Warner Music, der ebenfalls verklagt worden war, reagierte "erfreut". Led Zeppelin sei eine der größten Bands der Geschichte, und Plant und Page unvergleichliche Songwriter", die einige der einflussreichsten Songs der Rockgeschichte geschaffen hätten, erklärte das Unternehmen.

Skidmores Anwalt Francis Malofiy sagte, sein Mandant sei "enttäuscht und fassungslos". Er ließ zunächst offen, ob er das Urteil anfechten will.

afp

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