Queen feiert 40. Jubiläum

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Die Rockgruppe Queen mit Schlagzeuger Roger Taylor und Gitarrist Brian May

London - Für viele Fans war mit dem Tod von Freddie Mercury im November 1991 auch Queen gestorben. Doch Gitarrist Brian May und Schlagzeuger Roger Taylor machten weiter - und feiern nun das 40. Jubiläum der Band.

War der Tod von Rocklegende Freddie Mercury auch das Ende von Queen? Hätten die verbliebenen Bandmitglieder, Gitarrist Brian May und Schlagzeuger Roger Taylor, den Namen einfach ruhen lassen sollen? Unter Fans ist das umstritten. Ziemlich genau 40 Jahre nach der Gründung einer der wohl bekanntesten Bands der Welt sehen May und Taylor das gar nicht so eng. Sie wollen das Erbe von Freddie bewahren. Für sie ist Queen eine Art Kreation oder Schöpfung, die sowieso besteht - ganz egal, was sie damit machen.

Forbes-Liste: Tote Stars als Topverdiener

Tote Stars als Topverdiener
Platz 13: Andy Warhol (links, hier zusammen mit Ex-Bundeskanzler Willy Brandt) starb bereits 1987. Er verdiente im vergangenen Jahr sechs Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 12: Aaron Spelling produzierte Erfolgsserien wie Beverly Hills oder Melrose Place. Er starb im Jahr 2006 im Alter von 83 Jahren. Seine Arbeit brachte seinen Erben in den vergangenen 12 Monaten acht Millionen Dollar ein.  © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 11: Jimi Hendrix starb bereits 1970 an einer Überdosis. Auch lange nach seinem Tod verdient er noch sehr gut. Im vergangen Jahr waren es acht Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 10: Der Bestseller- und Drehbuchautor Michael Crichton verdiente auch nach seinem Tod mit Erfolgsromanen wie Jurassic Park oder Drehbüchern für Emergency Room rund 9 Millionen Dollar. Er erlag im Jahr 2008 einem Krebsleiden. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 9: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie bringt seinen Erben auch über 50 Jahre nach seinem Tod noch zehn Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 8: Die Erfindung der Cartoon-Figur Grinch zählt zu seinen größten Erfolgen. Der amerikanische Kinderbuch-Autor Theodor Seuss Geisel (gennant Dr. Seuss) starb im Jahr 1991. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Geschichten 15 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 7: 1980 wurde das ehemalige Beatles-Mitglied John Lennon ermordet. Zusammen mit Paul McCartney komponierte er zahlreiche Songs. Im vergangenen Jahr brachte ihm seine Arbeit 15 Millionen Dollar in die Kassen. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 6: Charles Schulz, der Erfinder von Charlie Brown und Snoopy verdient mit seinen Comicfiguren heute noch 35 Millionen. Er starb 2000 im Alter von 77 Jahren. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 5: Sein „Herr der Ringe“ ist einer der erfolgreichsten Fantasy-Romane überhaupt: Der britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien verdiente im letzten Jahr unglaubliche 50 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 4: Der King of Rock‘n Roll: Die Musik von Elvis Presley ist auch nach seinem Tod im Jahr 1977 noch sehr erfolgreich. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Werke 55 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 3: Michael Jackson ist auf dem besten Weg die Spitze der toten Topverdiener zu erreichen. In nur vier Monaten nach seinem Tod verdiente der King of Pop für seine Erben rund 90 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 2: Die Musical-Autoren Richard Rodgers und Oscar Hammerstein (hier eine Szene aus ihrem Werk „South Pacific“) sind wohl nur Kennern ein Begriff. Trotzdem verdienten die beiden in den vergangenen 12 Monaten 235 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 1: Unglaubliche 350 Millionen Dollar brachten die Geschäfte des im Jahr 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent im vergangenen Jahr ein. © dpa

“Unser erster Gedanke war: Wir hören auf“, erinnert sich May an die Zeit kurz nach dem Tod Mercurys am 24. November 1991. “Ich dachte, es ist vorbei. Queen lag wie ein dunkler Schatten über mir.“ Er machte erst einmal weiter alleine Musik, ebenso wie Taylor. Bassist John Deacon beendete seine Musikkarriere.

Doch nachdem die schlimmste Trauer überwunden war, hatte May einen anderen. “Ich habe gemerkt: Queen ist unsere Schöpfung.“ Queen habe einfach existiert, geschaffen von ihnen selber. Taylor und May machten weiter.

Zahlreiche kleinere Projekte hielten May und Taylor beschäftigt

Der Beginn dieser “creation“ liegt in diesen Monaten 40 Jahre zurück. In London - damals laut Taylor “der Ort, an dem alles spielte“ - treffen Mercury, May und Taylor 1971 zusammen. Bassist Deacon stößt kurz darauf dazu. “Wir hatten sehr klare Vorstellungen, was wir machen wollten“, erinnert sich May. “Wir hatten dieselbe Vision, was wir kreieren wollten.“ Breit angelegte Arrangements sollten es sein, harmonisch und melodisch. “Wir hatten eine sehr enge Verbindung untereinander.“

Der Durchbruch kommt 1974 mit “Killer Queen“. 1976 katapultiert “Bohemian Rhapsody“ sie endgültig nach oben. Ein Jahr später schreibt Queen “We Are The Champions“. Es folgen Aufs und Abs, und jede Menge Welthits, Ohrwürmer und Lehrstunden für aufstrebende Gitarristen: “A Kind Of Magic“, “Hammer To Fall“, “Radio Ga Ga“, “I Want To Break Free“.

Nach Mercurys Tod arbeitet vor allem May die musikalische Queen-Historie auf, es erscheinen Solo-CDs von Mercury und Sampler. 2002 wird das Queen-Musical “We Will Rock You“ in London uraufgeführt. Zahlreiche kleinere Projekte halten May und Taylor beschäftigt. Im Frühjahr 2005 beginnen sie mit Ex-Free-Frontman Paul Rodgers eine ausgedehnte Queen-Tour. Obwohl einige Fans das erst nicht so toll fanden, lief die Tour bestens.

Gefühlter "Beschützerinstinkt gegenüber Freddie"

Die Zusammenarbeit mit Rogers habe so gut funktioniert, weil dieser nicht versucht habe, Freddie zu sein, meint May. So jemanden wollen sie nicht. Es sei schon seltsam genug, sich selber weiterhin Queen zu nennen. Im Jubiläumsjahr soll es vielleicht nochmal ein Konzert geben mit vielen Freunden. Universal legt zehn Alben nach technischer Bearbeitung neu auf. Eine Ausstellung, die derzeit in London läuft, könnte eventuell auch nach Berlin kommen. Ein Film mit “Borat“-Darsteller Sacha Baron Cohen als Freddie ist in Vorbereitung. Eine Platte mit Musik von Mercury und Michael Jackson ebenfalls.

“Wir wollen das tun, was wir als Queen können“, sagt May. “Wir fühlen eine Art Beschützerinstinkt gegenüber Freddie. Wir wollen ihn so weit schützen, wie wir können.“ Auf 40 Jahre Bandgeschichte zurückzublicken, das sei eine sehr emotionale Sache. “Manchmal denke ich immer noch, das war alles ein Traum. Ein kleiner Teil von mir glaubt weiterhin: Das ist alles gar nicht wirklich passiert.“

dpa

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