"12 Years a Slave" bester Film

Oscars: Das sind die Gewinner

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Steve McQueens (vorne) Werk "12 Years a Slave" gewann den Oscar für den besten Film.

Hollywood - Ein Sklavendrama wird bester Film. Ein Weltraumdrama gewinnt sieben Oscars. Ein Aids-Drama bekommt zwei wichtige Schauspieler-Oscars. Die Bilanz einer dramatischen Oscar-Nacht.

Update vom 22. Februar 2016: Darf Leonardo di Caprio heuer seinen ersten Oscar in Empfang nehmen? Für seine Rolle in "The Revenant - Der Rückkehrer" wurde er als "bester Hauptdarsteller" nominiert. Wer sonst noch ins Rennen um die goldenen Trophäen geht? Wir haben im Vorfeld der Verleihung alle Nominierungen für die Oscars 2016 zusammengefasst.

Das Drama „12 Years a Slave“ hat den Oscar als bester Film gewonnen. Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Academy Awards das Werk eines schwarzen Regisseurs in der Hauptkategorie ausgezeichnet. Der Film des Briten Steve McQueen basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt das tragische Schicksal eines Sklaven. Für das von Brad Pitt mitproduzierte „12 Years a Slave“ gab es insgesamt drei Oscars. Das Weltraumdrama „Gravity“ bekam sieben Trophäen, darunter die für den Regisseur Alfonso Cuarón. Großer Verlierer war die Gaunerkomödie „American Hustle“, die trotz zehn Nominierungen leer ausging. Auch deutsche Hoffnungen wurden bei der Gala in Hollywood enttäuscht.

„Ich widme diesen Preis allen Menschen, die jemals unter Sklaverei gelitten haben, und den 20 Millionen Menschen, die noch heute darunter leiden“, sagte „12 Years a Slave“-Regisseur McQueen in seiner Dankesrede. Die Kenianerin Lupita Nyong'o wurde als beste Nebendarstellerin geehrt. Eine weitere Auszeichnung gab es für das beste adaptierte Drehbuch.

Alfonso Cuarón ist der erste Mexikaner, der den Regie-Oscar gewann. Sein in 3D gedrehtes Weltraum-Spektakel „Gravity“ sicherte sich außerdem zahlreiche Nebenauszeichnungen wie für die beste Kamera und den besten Schnitt.

Die Australierin Cate Blanchett nahm ihren zweiten Oscar entgegen. Sie wurde für Woody Allens „Blue Jasmine“ als beste Hauptdarstellerin geehrt.

Die Bilder der Oscar-Nacht 2014

Kerry Washington. © AFP
Naomi Watts. © AFP
Jennifer Garner. © AFP
Steve McQueen (Mitte) nimmt den Preis für "12 Years a Slave" entgegen. © AFP
Alfonso Cuarón bekam den Preis für die beste Regie für "Gravity". © AFP
Preisträger unter sich: Matthew McConaughey, Cate Blanchett, Lupita Nyong'o und Jared Leto. © AFP
Isla Fisher. © AFP
Bette Midler. © AFP
Liza Minnelli. © AFP
Allison Williams. © AFP
Sandra Bullock. © AFP
Cate Blanchett. © AFP
Emma Watson. © AFP
"12 Years a Slave" wurde als bester Film ausgezeichnet. © AFP
Anne Hathaway. © AFP
Emma Watson. © AFP
Lady Gaga. © AFP
Matthew McConaughey. © AFP
Lupita Nyong'o gewann den Oscar als beste Nebendarstellerin in "12 Years a Slave". © AFP
Lady Gaga. © AFP
Das Team von "'12 Years a Slave". © AFP
Diane Kruger. © AFP
Cate Blanchett gewann den Oscar als beste Hauptdarstellerin in "Blue Jasmine". © AFP
Brad Pitt (l.) und Will Smith. © AFP
Bill Murray. © AFP
David O. Russell (l.) und Bradley Cooper. © AFP
Bono von U2. © AFP
Matthew McConaughey. © AFP
Leonardo DiCaprio. © AFP
Will Smith und Jada Pinkett Smith. © AFP
Jared Leto gewann den Oscar als bester Nebendarsteller in "Dallas Buyers Club". © AFP
Cate Blanchett. © AFP

Die Trophäe für den besten Hauptdarsteller ging an Matthew McConaughey, der sich für seine Rolle als Aidskranker in „Dallas Buyers Club“ mehr als 20 Kilogramm heruntergehungert hatte. Das Drama des Kanadiers Jean-Marc Vallée wurde mit zwei weiteren Oscars ausgezeichnet: für die beste männliche Nebenrolle - Jared Leto als Transvestit - und für das beste Make-up.

Leto setzte sich damit gegen Konkurrenten wie den deutsch-irischen Schauspieler Michael Fassbender durch, der mit „12 Years a Slave“ nominiert war. Auch die deutschen Nominierten in den Kategorien animierter Kurzfilm und Spezialeffekte gingen leer aus.

Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging an „La Grande Bellezza - Die große Schönheit“ des Italieners Paolo Sorrentino - es war der elfte Auslands-Oscar für Italien. Bester Animationsfilm wurde „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“.

Der Oscar ist der begehrteste Filmpreis der Welt. Im vergangenen Jahr hatte Ben Afflecks Politdrama „Argo“ die Auszeichnung als bester Film des Jahres gewonnen.

dpa

86. Oscar-Verleihung: Die Gewinner

  • Bester Film: „12 Years a Slave“ (Regie: Steve McQueen, Produzenten: Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Steve McQueen and Anthony Katagas)
  • Regie: Alfonso Cuarón („Gravity“)
  • Hauptdarsteller: Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“)
  • Hauptdarstellerin: Cate Blanchett („Blue Jasmine“)
  • Nebendarstellerin: Lupita Nyong'o („12 Years a Slave“)
  • Nebendarsteller: Jared Leto („Dallas Buyers Club“)
  • Nicht-englischsprachiger Film: „La Grande Bellezza - Die große Schönheit“ (Italien, Regie: Paolo Sorrentino)
  • Kamera: Emmanuel Lubezki („Gravity“)
  • Original-Drehbuch: Spike Jonze („Her“)
  • Adaptiertes Drehbuch: John Ridley („12 Years a Slave“) - Schnitt: Alfonso Cuarón and Mark Sanger („Gravity“)
  • Filmmusik: Steven Price („Gravity“)
  • Filmsong: „Let It Go“ von Kristen Anderson-Lopez and Robert Lopez („Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“)
  • Produktionsdesign: Catherine Martin (Produktionsdesign) und Beverley Dunn (Ausstattung) („Der große Gatsby“)
  • Tonschnitt: Glenn Freemantle („Gravity“)
  • Tonmischung: Skip Lievsay, Niv Adiri, Christopher Benstead und Chris Munro („Gravity“)
  • Spezialeffekte: Tim Webber, Chris Lawrence, David Shirk und Neil Corbould („Gravity“)
  • Animationsfilm: „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“ (Regie: Chris Buck und Jennifer Lee)
  • Animations-Kurzfilm: „Mr. Hublot“ (Regie: Laurent Witz und Alexandre Espigares)
  • Dokumentarfilm: „20 Feet from Stardom“ (Regie: Morgan Neville, Gil Friesen und Caitrin Rogers)
  • Dokumentar-Kurzfilm: „The Lady in Number 6: Music Saved My Life“ (Regie: Malcolm Clarke und Nicholas Reed)
  • Make-up/Frisur: Adruitha Lee und Robin Mathews („Dallas Buyers Club“)
  • Kostümdesign: Catherine Martin („Der große Gatsby“)
  • Kurzfilm: „Helium“ (Regie: Anders Walter und Kim Magnusson)

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